Wir haben Wochenende. Aber bei uns ist heute schon der letzte Tag des Wochenendes, denn morgen verschwindet Marc wieder für 5 Tage (oder Nächte, wie auch immer man das nennen will) in den Nachtdienst. An solchen „Wochenenden“ machen wir allerdings fast nie die Dinge die man machen sollte (Vermieter wegen der Nebenkostenabrechnung für die Steuer nerven oder den Rasen mähen, oder erstmal überhaupt den Garten unter der Schicht Kinderspielzeug und Kinderräder hervorbuddeln). Nein, Familie Blogprinzessin macht dann die ganz großen Dinge des Lebens.

Zum Beispiel einen neuen Toilettensitz kaufen. Unserer hat da irgendwo so Nupsis und die sind abgebrochen und jetzt muss man sich immer wie ein Ninja auf den Sitz setzen, damit man nicht samt Sitz vom Klo purzelt (beim Twittern, um mal alle Klischees zu bedienen).

Nachdem ich heute morgen also wieder einmal fast mit der Klobrille vom Klo fiel, schüttelte ich die Staubflusen ab, montierte den Deckel wieder ans Porzellan, wusch mir die Hände und sagte zu Marc:“ Heute kaufen wir einen Toilettensitz! Und wenn ich den selbst bezahlen muss!“. Er nickte verständnisvoll, und wir dachten beide an Omi und Opi aus Berlin, welche uns bald besuchen kommen werden. Die beiden wollen sich bestimmt einfach nur hinsetzen, und nicht wie japanische Schattenkrieger durchs Bad huschen. Also ab in den Baumarkt!

Vor den Baumarkt hatte der Amazon Gott heute allerdings noch Tobi, unseren Postboten, gesetzt. Heute sollte es endlich ankommen! Das Küchengerät (nein nicht der TM5) auf das ich schon seit Monaten ein Auge geworfen habe. Einen Nicer Dicer (Amazon Partnerlink). Was kann das Ding? Würfel, Stifte und Scheiben schneiden. „Ja! Das kann ich aber auch“, sagen die Kritiker und Kochen-Könner unter euch. Das stimmt wohl. Aber 1. werden damit alle Würfel, Stifte und Scheiben immer gleich groß (Monk hätte seine Freude) und 2. macht das Rohkostplattevorbereiten mir jetzt mehr Spaß und es geht wahnwitzig schnell. Es ist also eins dieser Küchengeräte welches man nicht zum Überleben braucht, was aber irre Spaß macht. Und darum (sagt Marc) geht es ja offenbar beim Kochen: Spaß haben. (Hat sich mir bisher nicht wirklich erschlossen.) Aber das Ding spricht eins meiner wenigen Küchengene an: Es lässt die Stifte, Würfel und Scheiben gleich in eine Schale plumpsen und fertig. Ich brauche nur ein Gerät für alles. Keine 1000 Messer, Bretter und Reiben (welche manch anderer in unserem Haushalt benutzen würde, munkelt man), sondern nur eins!

Wo war ich? Achja, beim Warten auf den Postboten. Als dieser dann normal-zeitig aber in meiner Welt unendlich spät mit seinem Auto vor unserem Gartentor hielt, riss ich ihm schnell das Paket aus den Händen, bedankte mich artig und rannte in die Küche. Muss. Etwas. Zerschneiden! Glücklicherweise fand sich noch ein Apfel in unserem Haushalt und Möhren haben wir immer wegen der Häschen. Klonk klonk klonk. Ja, äh? Und wer isst das jetzt alles? „KINDER ESSEN!“, rief ich.  Wie gut dass Kinder im Haushalt leben.

„Hmmm, ist das lecker!“, riefen die Zwillinge und leerten die halbe Dose. Wohlgemerkt nur die halbe. Naja, die kam dann mit ins Auto, als Fresspaket für die unendlich langen 20 Minuten bis zum Baumarkt.

mit Kindern im Baumarkt um einen toilettenspitz zu kaufen

Wir fanden das was wir gesucht hatten, und außerdem noch 3 Laternenstäbe und 3 Laternen. Offenbar gehe ich also am 28.10. alleine mit drei Kindern Laterne laufen. Ich glaube, ich muss im Baumarkt irgendwas eingeatmet haben.

Nach unserem erfolgreichen Toilettensitzkauf waren wir noch Einkaufen (Wochenende und Nachtdienst des Mannes. Man ist das öde) und weil ich dieses Jahr offenbar zu den superzeitigen gehöre besitzen die Kids nun auch alle drei neue Wintermützen (Erstlings Family).

Motti mit einer Mütze von Erstlings Family

Haltet mich fest, sonst kaufe ich morgen noch schnell online Weihnachtsgeschenke. Übermorgen ist dann die Osterdeko für 2017 dran…so früh war ich noch nie. 😉