Mädchen baut mit Bauklötzen einen turm

Wie ich einmal meine Kinder fast im Kindergarten anmeldete

Lesezeit: 5 Minuten

Wenn ich aus dem Bürofenster schaue, dann gibt es dort im Moment  drei Zustände: dunkel, Regen, kalt. Nichts anderes. Jaja, ich höre sie schon, die Wetterexperten und Winterliebhaber. „Das muss im Winter so!“ „Schnee ist doch super!“ (Als hätten wir hier im norddeutschen Flachland irgendwann mal Schnee. Ha.) „Also dass es im Winter kalt ist, das dürfte doch niemanden wundern.“ Jaja. Das weiß ich alles. Trotzdem nervt es mich. Die Kinder nörgeln rum, weil sie raus wollen. Dann hat man ihnen 1.027.318 Kleidungsstücke angezogen, 210.397 mal mit Nini diskutiert dass es mit EINEM Handschuh draußen vielleicht zu kalt ist, die Diskussion mit dem Kleinkind verloren, die Tür geöffnet und die Kinder in den Garten geschubst. Dann sind sie nach 0,2 Minuten wieder im Haus. „Draußen ist es total doof!“, sagen sie dann. Ja, das verstehe ich, liebe Kinder. ICH will ja auch nicht raus.

Ja, ich gebe es zu. ICH WILL AUCH NICHT RAUS. Grade vorhin, als die Kinder mal wieder keine andere Lautstärke als LAUT kannten, da dachte ich, ich könne ja mal den Mann anranzen wieso er nicht mit den Kindern mal in den Garten geht und Dinge macht, die Väter mit Kindern im Garten so tun. Bälle bolzen. Rumrennen. Stöcker und Matsch durch die Gegend schleppen.

Grade als ich meine Anranze-Laune schön kultivierte, kurz davor war mit laut aber bestimmtem Ton „Mann, geh doch mal mit den Kindern raus“ rufend die Treppe hoch zu gehen, fiel mir ein, dass es doch eigentlich ziemlich doof ist den Mann jetzt anzuraunzen. Denn er und ich, wir ticken da beide gleich. Wir mögen es beide nicht wenn es kalt ist. Und nass. Und wir sind auch gar nicht so die Vorzeigeeltern, die stundenlang mit ihren Kindern im (nassen) Garten spielen. Denn: Wir mögen das nicht. Uns ist kalt und es ist nass und dann pfeift hier auch der Wind durch die Kleidung. Multifunktionskleidung wäre die Lösung. Oder wir ziehen einfach um. Brasilien soll ja auch schön sein. Vielleicht auch gleich die Sahara, aber da ist es ein bisschen arg warm.

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Jedenfalls dachte ich also so vor mich hin, wie unfair es wäre jetzt rumzumeckern dass ER nicht rausgeht, weil es MIR auf die Nerven geht dass die Kinder jeden Satz brüllen oder singen. Also liess ich es bleiben. Man ist ja doch harmoniebedürftig.

Mädchen spielt mit einem Pferd

In meiner Timeline bei Twitter (das ist die Stelle, an der mir Nachrichten angezeigt werden, was Leute so schreiben) gibt es grade eine akute Häufung von monothematischen Tweets. Die „Juuhuuuu, endlich sind die Ferien vorbei und die Kinder gehen wieder in die Schule/Kita/ zur Tagesmutter“ Tweets. Manchmal denke ich mir dann, ob das nicht doch was für uns wäre. Also so rein hypothetisch. Der Drops ist eh gelutscht. Hier sind die Kindergärten überfüllt, unbezahlbar und selbst die Stadt gibt zu dass es viel zu viele Kinder für viel zu wenige Plätze gibt. Klagen hin oder her.

Eigentlich mag ich es ja auch sehr so ohne Kita. Nur manchmal, wenn solche Tweets auftauchen, an einem lauten Tag, da denke ich mir schon ob es wohl netter wäre, die Kinder morgens in den Kindergarten zu schieben.

kleinkinder malen mit tusche

Dann fällt mir ein, dass Kindergärten allermeistens morgens um 8:00 Uhr oder 9:00Uhr erwarten dass die Kinder dann auch da sind. (Zumindest ist das meine letzte Info, auf meine Frage ob man nicht auch ab 13:00 Uhr bringen könne bis 15:00 Uhr, wenn einem das besser passen würde, weil man vormittags eh daheim ist oder so.) ACHT UHR. Das ist für die meisten von euch vermutlich total normal, aber in fast 5 Jahren Selbstständigkeit und Kindergartenfrei hat sich unser aller Biorhythmus so umgestellt (gut, der vom Mann nicht, der muss sich zu völlig unchristlichen Zeiten aus dem Haus schleichen) dass wir um 9:00 Uhr noch am Frühstücken sind.

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Bis 8:30 Uhr schlafen hier nämlich meistens alle. Und dann müsste ich irgendwann gegen 15:00 Uhr den Stift fallen lassen, zu Fuß durch Regen (Schnee, Glatteis, Hitze was eben so ist) laufen und die Kinder wieder von der Kita abholen. Wir wären also frühestens 16:00 Uhr wieder zu Hause, dann ein Snack, dann den „normalen“ Tagesablauf. Aber die Kinder haben mich ja dann stundenlang nicht gesehen und ich sie auch nicht, wir haben uns also viel zu erzählen. Kinder kuscheln, bespielen, nebenbei den Haushalt, „Mama-Hier“ „Mama-Da“, Verabredungen mit anderen, putzen, rausgehen und und und. Alles was wir normalerweise innerhalb von, sagen wir 16 Stunden, erledigen müssen wir jetzt in äh um die drei Stunden schaffen.

Klingt jetzt auf den ersten Blick nicht sehr verlockend. Oder ich lasse einfach die Wäsche stehen bis meine Schwiegermutter wieder zu Besuch ist. Sie liebt es Wäsche zu falten (kein Witz). Innerhalb von einer Woche hätten wir dann vermutlich so 6 Maschinen mal sagen wir 4 Wochen in denen ich es nicht schaffe die Sachen wegzuräumen, denn ich muss ja Kinder abholen, Kinder hinbringen und zwischendurch auch noch arbeiten, sind also mindestens 24 Maschinen Wäsche. Na dann Prost Mahlzeit. Das faltet doch auch die liebenswürdigste Schwiegermutter der Welt (also meine) nicht mehr mit einem Lächeln im Gesicht weg. Die rennt dann eher davon.

Achja, und einkaufen waren wir dann ja auch noch nicht, denn der Mann hätte ja das Auto mit auf der Arbeit. Also müssten wir entweder Abends immer zusammen fahren, oder der Mann fährt alleine einkaufen. Das ist eine durchaus verlockende Vorstellung, aber mein Mann mag Rudelshopping. Wie ein Hirtenhund hüpft er dann um sein Rudel herum, während ER den Einkaufswagen schiebt, die Kinder wie kleine unbeholfene Lämmer durch den Supermarkt springen und seine liebe Frau sich immer mal wieder unerlaubt vom Rudel entfernt und in den Schluchten der Berge… ich meine den Regalen des Supermarkts verschwindet und mit Bio-Haferflocken wieder auftaucht.

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Man, klingt das stressig, denke ich und schaue wieder aus dem Fenster in den Nieselregen und schenke mir einen dampfenden Tee ein. Die Kinder haben sich auch wieder beruhigt und bauen nun mit Bauklötzen. In fast leise.

Die Zwillinge spielen mit Duplo

Mädchen baut mit Bauklötzen einen turm

Wer wollte die eigentlich grade noch im Kindergarten anmelden? Und wie macht ihr Kindergartenmamas und Papas das den ganzen Tag? Ganz schön viel Arbeit so ein hypothetischer Kitatag, denke ich und nehme noch einen Schluck von meinem schön warmen Erdbeertee.

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Blogprinzessin ist der Blog mit nordischem Schnack. Ich berichte hier, ohne mich selbst zu Ernst zu nehmen, über meinen Alltag als Mama von 4 Kindern zwischen 6 und 1 Jahr(en).Virtuell bin ich zu finden auf Twitter, Instagram, Facebook und auf Pinterest. Erfahre mehr über mich

22 Comments

  1. Nicole G

    Ganz ehrlich, das morgendliche Aufstehen nervt mich auch, lach. Aber ist halt so, muss ich durch. Mausi gefällt es dort. Sie hat leider viel zu wenig Kinderkontakt ohne den Kindergarten.

  2. Elawen

    Um acht ist ja direkt ne normale Uhrzeit… Schule fängt hier um halb acht an, d.h. ich muss spätestens 10 vor sieben alle drei angezogen aus dem Haus scheuchen, damit die große pünktlich ist, dann die zwei kleinen weiter auf der Strecke in den Kiga bringen. Dann heim, evtl noch Einkäufe erledigen, fix selbst was essen (geht früh um fünf noch nicht) und dann zur Arbeit. Halb vier nachmittags das ganze retour und wenn ich Glück mit Verkehr und Parkplatz habe, bin ich um halb fünf wieder daheim…. Kein anderer da, der was abnehmen könnte…
    Aber ich genieße auch die kinderfreie Zeit. Und im Kiga wird soviel geboten, das kann ich alleine gar nicht. 🙂

  3. Christiane

    Wie heißt es doch so schön, „Nachbars Garten ist immer grüner“… Wenn ich morgens um 6 Uhr raus muss denke ich mir auch immer, warum machen wir das mit der Kita? Bei anderen funktioniert es doch auch ohne. Die zwingt uns nur zum unmenschlich frühen Aufstehen. Nach drei Wochen Urlaub bin ich dann aber auch wieder froh, wenn unser Kitaalltag startet und ich ein paar Stunden Stille im Büro habe. Ich bin mir sicher, dass wir für uns den richtigen Weg gefunden haben, aber manchmal würde ich auch ganz gerne zwischen den Wegen springen. Ich hoffe, das war jetzt nicht zu verwirrend geschrieben?! Liebe Grüße, Christiane

  4. Mama Maus

    Hallo Katarina,

    Ich kenne dieses Gefühl von Freiheit nur zu gut. Aktuell liebe ich es, wenn der Erstklässler Ferien hat und wir in unseren alten freien Alltag zurückkehren können.

    An Schultagen ist es bei uns nämlich genau so stressig, wie du es dir vorstellst. 6 Uhr aufstehen, Frühstück mit den drei Großen (6,5 und 2 Jahre alt). Den Kleinsten (7 Monate alt) stillen. 7:30 Uhr verlassen wir das Haus. Der Große Richtung Schulbus, der Rest bringt die Vorschülerin in der Kindergarten. Je nachdem, ob wir noch spazieren gehen oder nicht sind wir zwischen 8:30 Uhr oder 10:00 Uhr wieder zuhause. Kurze Verschnaufpause, stillen, Haushalt, spielen. 11 Uhr geht es wieder Richtung Kindergarten zum abholen. 11:45 Uhr sind wir zuhause. Essen. 13 Uhr ist der Große aus der Schule zurück. Hausaufgaben und Mittagschlaf für den Rest. Schon ist es Nachmittag. Dann können wir noch basteln oder spielen oder gehen nach draußen. Ab 18 Uhr ist Abendbrotzeit und um 20 Uhr sollten alle in ihren Betten sein.

    Manchmal fühle ich mich schon sehr gerädert und wünsche mir die freie Zeiteinteilung zurück. Einfach mit den Kindern zuhause bleiben. Tun was wir wollen, wann wir wollen oder auch einfach mal nichts tun.

    Deshalb genießt es so lange es geht. Die Zeit geht viel zu schnell vorbei.

    Viele Grüße
    Mama Maus

  5. Inga

    In der Kita in der ich arbeite, werden die Kinder zwischen 8 und 10 Uhr gebracht und je nach Betreungsumfang zwischen 13 und 16 Uhr abgeholt. In den meisten Fällen sind die Abhol- und Bringsituationen tatsächlich stressig, besonders, wenn die Eltern weiter müssen zur Arbeit oder das Abholen wegen Überstunden/Stau stressig wird.

    Irgendwie ist es so, wie es bei euch ist, viel entspannter und schöner. Nur am zehnten grauen Regentag ins Folge, da nervt es dann doch, das kann ich verstehen.

  6. Katharina

    Also ich bin wirklich sehr froh, dass diese Ferienwoche MIT Kind endlich rum ist. Denn es macht mich WAHNSINNIG mit Kind zu arbeiten.

    Ich bewundere das sehr wie Du das managest. Ich würde meinen Mann ständig anraunzen (und tue es auch leider viel zu oft). Dabei kann er auch nichts dafür und hatte oft auch einen harten Tag.

    Liebe Grüße

  7. Alina

    Also, ich stecke ja noch so dazwischen: bisher geht der große zwei mal in die Spielgruppe von 8:30 bis 11:30. ziemlich viel Stress für die paar Stunden, aber er braucht das.

    Ich kann nicht mehr zu Hause mit ihm sein. Er braucht wirklich mehr als ich geben kann und obwohl ich deinen Lebensstil – so nenn ich es mal, liebe und auch selbst gern lebe, denke ich für meinen Sohn ist es nicht das Beste. Also quäle ich mich ????

    Aber das ist nur eine Szene aus meinem Alltag.

    Liebe Grüße Alina

  8. Mihaela

    Liebes, ich habe das kitafreie Leben auch genossen. Ich hatte beide Kinder bis zum dritten Lebensjahr zu Hause. Es war so schön! Jetzt ist meine Große in der Schule und der Kleine fängt gerade mit dem Kindergarten an. Und diese Trennung tut echt weh… Ich vermisse die beiden. Die Zeit geht so schnell vorbei. Bleib bei deinen Kindern, so lange es geht. Das ist echt die schönste Zeit, die ihr miteinander haben könnt! Klar, ist es stressig, aber zugleich auch wunderschön! <3

    Liebe Grüße,
    Mihaela

  9. Sari

    Mein Kind geht nicht in die Kita, weil es nötig wäre aus der häuslichen Sicht, sondern weil es ihm gut tut den Umgang mit anderen Kindern in einer fremden Umgebung zu lernen. Und auch auf andere Autoriatäten zu hören. Das ist aus meiner Sicht wichtig für den späteren Schuleintritt. Speziell bei unserem doch recht eigenen Kind. Wir haben kaum andere Kinder in unseren unmittelbaren Umfeld und die, die wir haben gehen…richtig…in die Kita.
    Bevor er dort hin ging, bin ich ständig zu irgendwelchen Kindergruppen gefahren, um irgendwie den Kontakt zu ermöoglichen, aber es ist halt dich nicht das Gleiche, wenn ich immer dabei bin. Das merke ich heute, denn er will selten irgendwo hin, ohne dass ich dabei bin. Das ist bei Verabredungen ein echter kraftakt und ich habe etwas Bammel davor, wie es dann in der Schule werden soll.
    er lernt da nochmal vollkommen andere Dinge, das merke ich immer wieder.
    Und ich finde es nicht schlimm, dass es nun mal morgens usw. ist, denn da findet in der Regel die meiste Action statt. Die Kinder starten gemeinsam in den Tag, man kommt nicht in bereits laufende Prozesse rein und muss irgendwie Anschluss finden und am Vormittag sind die Kinder auch noch am Aufnahmefähigsten und wachsten. Das lässt ja in der Regel zum Nachmitag hin rapide nach.
    Ich finde es nicht schlimm. Aber das muss jeder für sich entscheiden.

    Gruß,
    Sari

  10. Sandy

    Ha, wem sagste das.. wie gern hätte ich auch noch einen warmen Tee oder Kaffee 😉 Ja es ist Streß. Ich muss zugeben, die letzte Woche Ferien habe ich echt genossen. Das später Frühstück, die Kids spieleten im Schlafi bis zum Mittagessen, alle waren relativ entspannt und überhaupt, hatte man keinerlei zeitliche Verpflichtungen. ABER.. auch wenn mir der Montag echt fies vorkam (wg dem frühen Aufstehen usw) war, nein bin ich grade froh das jetzt wieder die Normalität hier einzieht 😉
    Liebe Grüße,
    Sandy

  11. JesS

    Ja das frühe Aufstehen ist hier auch nicht einfach. Es zwingt uns keiner um 8 Uhr schon da zu sein,aber der Ablauf darf ja auch irgendwann mal anfangen. Und – je später ich sie bringe, desto weniger Zeit bleibt mir für konzentriertes Arbeiten. Daher ja, ich war froh das der KiGa wieder los ging und die erste Woche, da wollte das Kind sogar hin. Wir bzw. der Papa wollte sie zu Hause lassen. Weil er die Woche mit seiner Tochter genießen wollte. Sie schrie aber nach Normalität.

    Ohne KiGa würde ich nicht arbeiten können, oder eben jetzt erst langsam. Aber wenn ich manchmal andere Mütter sehe wie sie ihre Kinder erst zu um 10 Uhr bringen weil der KiGa eine KiTa bis 16 Uhr ist, dann denke ich auch manchmal „hach wäre das schön“….

  12. Sarah Lojewski

    Liebe Katarina

    erst einmal Respekt, dass du dich so schnell von deiner Anraunz-Idee abbringen konntest. Mir fällt so etwas leider immer erst direkt danach auf.
    Ich finde es vollkommen in Ordnung dass du dich bei dem schiet Wetter lieber Zuhause aufhälst. Mir geht es auch so und zum Glück muss ich Lotte im Moment eh überreden vor die Tür zu gehen (hat aber eher was damit zu tun, dass Anziehen im Allgemeinen hier total out ist^^). Irgendwann bekomme ich dann aber auch ein schlechtes Gewissen und da der Hund eh gelüftet werden muss, müssen wir Mädels eben doch vor die Tür.

    Ich glaube, ob KiGa frei oder nicht, beides hat seine Vor und seine Nachteile. Wichtig ist, dass es allen Beteiligten dabei gut geht und sich der Alltag aushalten lässt. Ihr macht das toll!

    Lieben Gruß,

    Sarah

  13. Mamamulle

    Hier darf man bis 9 Uhr bringen. Das geht finde ich – ich bin wegen der kleinen dann ja eh wach. Mehr Stress habe ich deswegen nicht – eher einen geregelten Tagesablauf und schaffe dadurch auch mehr. Ich freue mich schon ein klein bisschen, wenn die Kleine in 1,5 Jahren auch in den Kindergarten gehen wird – dann komme ich auch mal zum vernünftigen arbeiten außer abends. Ich bewundere sehr, dass du das so schaffst mit dem Blog. Ich kann mich da gar nicht richtig konzentrieren, wenn die um mich rum wuseln – ich soll die ganze Zeit gucken, was aufbauen, helfen, die das ranschleppen. XD Da wird man doch immer wieder rausgerissen?!

    Übrigens geht Mia in einen Waldkindergarten und irgendwie könnte ich mir vorstellen, dass auch dieses Konzept vielleicht eher gefallen könnte als ein normaler Kiga?! =)

    Liebe Grüße
    Maggy ♥

  14. Mareike

    Wirklich sehr interessant das mal so zu lesen! Meine Kinder gehen in die Kita seitdem sie ein Jahr alt sind. Ich musste immer in die nächste Stadt zur Arbeit. Aber ich brauchte das auch, habe schnell gemerkt, dass es anders für uns nicht so gut funktioniert. Auch meine Kinder LIEBEN die Kita und freuen sich jeden morgen. Aber manchmal frage ich mich dennoch, ob das immer so richtig war. lg

  15. Bea

    Ich hab keine Kinder, habe aber die Kita früher geliebt und halte sie auch für wichtig heutzutage. Auch wenn es leider ist wie es ist: knappe Plätze.

    Für uns war die Kita normal. Beide Elternteile sind arbeiten gegangen. Da war es eben normal.
    Da ich draußen groß geworden bin, kenne ich „doofes Wetter“ nicht. Wir waren immer unterwegs,auch ohne Elternaufsicht. Es waren immer Kinder und andere Eltern in Reichweite. Jeder kannte sich.
    Leider heute kaum noch normal 🙁

  16. Tina

    Meine 2 müssen morgens spätestens um 8:30 im Kindergarten sein. Ich bringe sie immer früher, oder eben mein Mann, wenn ich in die Arbeit muss. Dann muss ich nämlich spätestens um 6:00 schon aus dem Haus, damit ich dann rechtzeitig zum Abholen wieder daheim sein kann. Meine 2 verschwinden dann meistens recht schnell in ihren Zimmern. Sie genießen die Ruhe nach den lauten Stunden im Kindergarten. Sie gehen sehr gerne hin, aber es ist für die Zwerge schon auch anstrengend. 2 Tage pro Woche sind sie nur bis 13:00. In der Zeit erledige ich die gröbsten Hausarbeiten und den Einkauf. Ohne Kinder geht das viel schneller und stressfreier. Und mache dann noch meine Reststunden Homeoffice. Der Kindergarten tut Ihnen gut. Ich kann Ihnen das alles gar nicht bieten und ich staune immer wieder, was sie dort alles so lernen. Auch den Umgang mit anderen Kindern und den Erzieherinnen finde ich als Vorbereitung auf die Schulzeit wichtig.
    LG, Tina

  17. RonjaMama

    Moin,

    ein normaler Tagesablauf bei uns.
    6.40 Uhr aufstehen,Anziehen,Bad,Frühstück.
    8Uhr Kindergarten und ich flitze mit Öffis dirrekt zur Arbeit durch.An guten Tagen mit Abstecher zum Bäcker.
    Von zuhause aus arbeiten ist ja toll,aber meine Akten fliegen selten zu mir und bei Verhandlungen sollte ich schon anwesend sein!
    Meist dann direkt Mittags zurück mit Bus/Bahn,da ich meine Maus bis 14(!) UHr aus dem KiGa abholen muss.
    Dann ,wenn nötig, einkaufen.
    Zuhause vorkochen,ja ich koch jeden Tag frisch,obwohl vermutlich jeder Caterer es besser kann O:-),gegen 18Uhr wird gegessen.Meist mit unserem schwulen Mitbewohner.
    Mausi spielt hier wild rum,manchmal kommen noch Freunde vorbei.Nach dem Sandmann gehts langsam ins Bett.
    Danach hab ich dann Pause,bzw. Homeoffice.

    Warum ich mein Kind im Kindergarten habe ,ist einfach zu erlären:
    – Nähe zu anderen Kindern
    – Da ich keinen Unterhalt bekomme,ist es meine Mögllichkeit zu arbeiten!
    -sie erkennt,dass auch andere Menschen ihr im gewissen Rahmen etwas sagen dürfen und lernt soziales miteinander besser kennen.
    – da ich chronisch krank bin (Rheuma,Migräne,Blutgerinnungsstörung),,mache ich in der Zeit meine Termine.

    Du hast das Glück mehrere Kinder zu haben,die auch miteinander spielen können.
    Das haben wir nicht.
    Jeder soll es selbst wissen,aber nach meiner Erfahrung ,haben Kinder ohne wenigstens ein Jahr Kindergarten im Schulallltag einiges an Problemen.Haben es bei meiner Nichte leider mitbekommen.
    Ich hoffe ,dass bleibt euch erspart!
    Alles Gute

  18. Biene

    Hallöchen,
    also meine Maus geht ebenfalls seit sie knapp 1 Jahr als war in den Kindergarten. Für uns kam gar nichts anderes in Frage, da wir beide arbeiten gehen müssen (aufgrund des Geldes).
    Ich glaube auch nicht das es ihr schadet, wenn sie von halb 8 bis halb 4/um 4 Uhr rum in die Kita gehen muss.
    Zwar hatte sie grade jetzt nach den Ferien wieder früh die Momente, wo sie meint, dass Mama und Maus lieber zuhause bleiben sollten, aber das geht nun mal nicht.
    Wobei ich auch denke, dass es mir schwer fallen würde, den ganzen Tag alleine mit ihr zu verbringen und sie zu erziehen. Ich habe es gemerkt, als sie ltztes Frühjahr mal 4 Wochen zuhause war. Irgendwann haben wir angefangen uns gegenseitig wegen Nichtigkeiten anzuzicken. Schon deshalb gehe ich lieber ein paar Stunden am Tag arbeiten, umso harmonischer ist das Wiedersehen.
    Ich glaube es ist bei dir aufjedenfall von Vorteil, dass deine Mäuse nicht alleine sind und sich miteinander auch gut beschäftigen können. Wäre ja bei mir momentan (noch) nicht so. Ich denke wenn man nur mit einem Kind zuhause ist, dass es dann um einiges anstrengender ist. Einfach weil Gleichaltrige fehlen und man selbst keine Ruhe findet, weil das Kind dann logischerweise möchte, dass man mit ihm spielt.

  19. Maria von OstSeeRäuberBande

    Hallo Katarina,
    ein toller Text! Und so typisch für das Thema, dass Kinderngarten-Eltern (die ja nun die absolute Mehrheit sind) sich rechtfertigen. Dabei wurden sie eigentlich garnicht in Frage gestellt. Ich finde es traurig, dass wir alle uns bei diesem Thema fast immer rechtfertigen anstatt gedanklich zuzulassen, dass beide Wegen eben Vor- und Nachteile haben und das jeder das passende für die jeweilige Familiensituation heraussuchen wird.
    Wir sind eine Familie, die sich nach mehreren KiTa-Jahren für die Älteste und einem Jahr für den Mittleren für ein KiTa-freies Leben entschieden hat. Wir kennen somit beide Seiten. Gerade mit mehreren Kindern hab ich die KiTa-Zeiten auch immer als sehr stressig empfunden: morgens Zeitdruck und nachmittags hochgepuschte Kinder, die eigentlich dringend Familienzeit brauchen sich aber nicht so gut darauf einlassen können. Und eine Mama, der das „Umschalten“ irgendwie immer schwer gefallen ist. Dann war da ja auch noch ein Haushalt zu erledigen. Und obwohl ich die Kinderpause durchaus sehr genossen habe, war das Gesamtkonzept irgendwie unbefriedigend für MICH (das ist kein Urteil über andere!).
    Zum Entsetzen unseres gesamten Umfeldes (was für eine Hürde) haben wir dann das Vorschuljahr der Großen zuhause bzw. gemeinsam unterwegs verbracht. Anfangs war das unheimlich schwierig: die Kinder waren irgendwie unausgelastet wenn wir zu viel zuhause waren, alle haben uns kritisiert oder zumindest kritisch beobachtet und ich war mir lange nicht sicher, ob das tatsächlich die richtige Entscheidung für uns ist. Gleichzeitig war es aber so wunderbar die Geschwister enger zusammenwachsen zu sehen und unsere Tage selber zu gestalten. Auch wenn ich mich zwischendurch oft wie kurz vor dem Nervensammenbruch fühlte, war es generell stressfreier. Und es wurde immer schöner! Nach einem Jahr war ich so überzeug von diesem freien und sehr familienintensivem Lebensstil, dass wir am liebsten auf die Schule verzichtet hätten um unser Leben weiterführen zu können. Leider ist Freilernen (mehr Infos darüber auf meinem Blog) in Deutschland bisher nicht erlaubt, doch das wäre für mich die logische Fortsetzung diese Lebensstils.
    Niemand sagt, dass alle so leben sollen. Aber ich finde es gut, wenn KiTa-frei eine selbstverständliche Alternative zur KiTa ist und nicht eine wenig wertgeschätzte Notlösung. Denn es ist ein attraktiver Lebensstil. Und mit jeder Familie, die sich dafür entscheidet, wird es einfacher, weil dann wieder mehr Kinder tagsüber verfügbar sind.
    Viele Grüße aus dem ebenfalls absolut ungemütlichen Norden,
    Maria von OstSeeRäuberBande

  20. Christin

    Oh ja,
    ich habe meine beiden Großen grade die zweite Woche zu Hause und es ist wie Urlaub für mich. Wir spazieren täglich in die Kita und zurück. Da mein 19 Monate alter Bube die ca. 5km am Tag noch nicht alleine läuft (nicht mal einen Bruchteil davon 😉 ) und schon gar nicht in unserer angepeilten Zeit, trage ich den 13kg Buben täglich hin und her, dazu der Zeitdruck (die Kinder wollen den Morgenkreis schaffen, mein Bube soll, wenn er schläft bitte pünktlich schlafen, damit ich meine Töchter ganz früh wieder zu mir holen kann) und das jeden Tag allein. Es nervt, es ist anstrengend und ich habe ernsthaft überlegt, meine Töchter zu Hause zu lassen, aber da würde mir meine Große so was von auf die Barrikaden gehen. Sie liebt die Kita über alles. Meine Kleine nicht. Sie findet Kita okay, nicht mehr, nicht weniger, aber sie müsste täglich den Fußmarsch machen und sie meckert immer schon über die halbe Strecke. Also heißt es, Augen zu und durch und mich weiter wundern, weshalb andere Mütter sich wundern, dass ich meine Töchter gerne mal ein/ zwei Wochen aus der Kita nehme, um mich zu entspannen 😉

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