Schon wieder nichts zu erzählen

Lesezeit: 3 Minuten

Man, ich habe schon wieder nichts zu erzählen. Also nicht wirklich zumindest. Die Tage laufen einfach so vor sich hin und alles ist gut. Ich wache auf, ich mache Frühstück, ich spiele mit den Kindern, ich spreche mit Kunden, ich bin auf Facebook/Twitter/Instagram und dann bin ich einkaufen oder was auch immer. Marc hat grade wieder Nachtdienste, weswegen er morgens nach Hause kommt, mit uns frühstückt (für die Kinder eher das zweite oder dritte Frühstück. Die kleinen Hobbitse), dann geht er schlafen, wacht wieder auf, kümmert sich um die Kinder und fährt wieder zur Arbeit.

Alltag eben. Routine. Das spannendste was wir die letzten Tage gemacht haben, war dass wir 2 Bücherregale aus dem Spielzimmer in den Flur oben haben umziehen lassen. Also ich habe gesagt, dass ich die Idee habe und Marc hat geschleppt und ab- und wieder aufgebaut. Die Kinder sind jetzt ganz ehrfürchtig das wir SO VIELE BÜCHER haben. Die meisten davon sind Marcs muss ich gestehen. Alles Bücher die keinesfalls das Haus verlassen dürfen, also stehen sie nun halt oben im Flur. Und in zwei weiteren Billy Regalen im Schlafzimmer. Und nicht zu vergessen im Wohnzimmer sind auch noch welche. Das sind dann aber eher meine. 😉

Was habe ich noch gemacht? Ich habe meinen Warenkorb bei „geliebtes Zuhause“ bestimmt etwa 100 mal gefüllt und dann wieder geleert. Alleine von den superpraktischen Aufräumsäcken bräuchten wir mindestens drei. Dann würde es im Spielzimmer auch vielleicht mal ordentlich aussehen. Denn eigentlich müsste ich das mal entrümpeln. Das Problem ist nur, dass ich immer etwas in die Hand nehme, und die Kinder dann kreischen das sie DAS Spielzeug/Buch/Puzzelteil ja schon ewig gesucht haben und das natürlich JETZT bespielen müssen. Da würde also nur helfen, wenn ich das machen würde wenn sie aus dem Haus sind (also nie) oder wenn sie schlafen. Blöd nur das ich im Moment eigentlich schon um 15:00 Uhr auf die Couch kippe und bereit wäre zum Schlafen. Wenn es dann wirklich Schlafenszeit ist, falle ich ins Bett, scrolle noch einmal durch Twitter und Facebook und bin weg.

Blogprinzessin Katarina und Motti

Uns mangelt es also aktuell ganz stark an verbloggbaren Geschichten. Ich sag es euch, nicht mehr lange diese Harmonie und Ereignislosigkeit und ich werde anfangen wieder Bücher zu lesen. So wie damals. Vor den Kindern. Vermutlich werde ich sogar die Highland Saga von Diana Gabaldon schaffen, weil es so ekelig harmonisch grade ist.

Heute habe ich aus Langeweile (und weil ich technisches Spielzeug mag) angefangen die Fugen im Badezimmer mit einem Dampfstrahler sauber zu bekommen. Inzwischen bin ich der Überzeugung, dass da nach Verfugung der Fliesen offenbar niemand mehr geputzt hat. Das dürfte so etwa 60 Jahre her sein. Was da an schmodder…ihr wollte es gar nicht wissen…. danach war ich aber noch nicht ausgelastet genug und habe mit dem Spielzeug gleich mal den Backofen (also eher die Tür) UND noch gleich die Dunstabzugshaube gereinigt. Die Filter sowie auch die Haube von aussen. Macht man ja normalerweise nur, wenn ein Abgabetermin naht oder man für eine Klausur lernen müsste. Da dass mit den Klausuren schon eine Weile her ist, und ich mit meinen Abgabeterminen so gut in der Zeit bin passt das eigentlich nicht so ganz ins Bild. Vielleicht nenne ich es „Frühjahrsputz“ für den ich -mitten im Winter- allerdings auch etwas zu früh dran wäre.

Ihr seht: Hier ist es grade so spannend wie Socken sortieren. Bitte sagt mir:

Geht es euch auch so? Ich meine ihr bloggt ja nicht alle, aber eure Leben sind auch nicht ein Knüller nach dem anderen, oder?

By | 2017-06-25T17:02:31+00:00 17. Januar 2017|Categories: Ich schreibe|14 Comments

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013), dem Dino (*2017) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Instagram, Facebook und auf Pinterest.

14 Comments

  1. Nicole Kilgus am 17. Januar 2017 um 19:44 Uhr - Antworten

    Same here. Ganz normaler, unspektakulärer Alltag, ohne Sensationen, einfach keine x te Geschichte wert ????

  2. Julie am 17. Januar 2017 um 20:13 Uhr - Antworten

    Ich wäre froh über so viel Ruhe! Leider herrscht hier gerade Faschingsstress ohne Ende. Und mein Mann muss ran, weil ich eben doch nichr fliegen sondern nur fallen und mir was brechen kann ….. 😀

  3. Katharina am 17. Januar 2017 um 23:37 Uhr - Antworten

    Ich lasse mir abends immer von den Kindern erzählen was das schönste war, das sie erlebt haben. Für Kinder ist jeder Tag aufregend, egal ob er geprägt ist von Routine. Und altes Spielzeug ist auch grundsätzlich dann immer wieder spannend, wenn man sie aussortieren möchte. Diese Empörung der Kinder. Herrlich!

    Manchmal müssen wir einfach das Leben aus der Perspektive unserer Kinder sehen, um das Alltägliche wieder spannend zu finden. Dieser Dampfstrahler klingt auf jeden Fall schon einmal nach einem kleinen Anfang 🙂

    Liebe Grüße
    Katharina

    • Marielle am 20. Januar 2017 um 21:14 Uhr - Antworten

      Hi Katharina,

      das finde ich einen sehr tollen Ansatz! Das merke ich mir auf jeden Fall für meine irgendwann mal eigenen Kinder 🙂
      Es klingt nach einem sehr schönen Einschlafritual, immer kurz den Tag bzw. „das spannenste“ zu rekapitulieren.

      LG
      Marielle

  4. Mama Maus am 17. Januar 2017 um 23:49 Uhr - Antworten

    Hallo Katarina,

    Bei uns startet das neue Jahr auch eher gemächlich. Mir soll es recht sein. Zeit um innezuhalten und sich am Leben und vor allen den Kindern zu freuen.

    Lehn dich entspannt zurück und genieße die unbeschwerte Zeit.

    Viele Grüße
    Mama Maus

  5. Sandy am 20. Januar 2017 um 19:43 Uhr - Antworten

    Hahahaha, du Streber du!!! Bei uns ist grade highlife in Tüten und ich könnte jeden Tag ne andere Story erzählen, aber ich KOMM ZU NICHTS. Man man man.. So viel Harmonie ist ja abartig 😉 hehehehe

  6. Alina am 21. Januar 2017 um 10:18 Uhr - Antworten

    Also, ich muss ja ehrlich sagen, dass ich diese Artikel sehr gerne von dir lese. Sie sind herrlich erfrischen und es macht mir Mut, dass bei uns auch eine etwas Stress freiere Zeit kommen wird ???? auf diese harmonische Zeit freue ich mich sehr, denn die Fugen könnten auch hier etwas Beachtung finden. Wie heißt denn das Gerät das du dafür verwendet hast? Hier schimmelt alles extrem, weil kein Fenster und Lüftung grrrr, daher muss ich dringend Mal ran.

    Alles Liebe, deine Alina

  7. LaMamma am 22. Januar 2017 um 12:15 Uhr - Antworten

    Heyhey!
    Geniessen!!!
    Und Lesen wiederaufnehmen-können hat ja auch was Zen-Buddistisches.
    Ich hab meinem Mann erzählt, dass ich nun manchmal um 17.00 noch einen Kaffee aus Langeweile trink. Es ist beinahe durchgedreht, LANGEWEILE???? Wie soll das gehen?!?!?! Wir haben auch 3-j Zwilline und nen 1.5-j kleinen Bruder, alles Jungs. Andere würden wohl hier nie an das Wort Langweile denken. Ich aber schon. Ich bin auch die Einzige die an ein 4. Baby denkt, weils hier Luft gibt.
    Man wächst wohl einfach in den Alltag irgendwann passt er.

  8. Jana am 22. Januar 2017 um 13:50 Uhr - Antworten

    Oh ja… das kenne ich. Diese Tage an denen alles einfach so läuft. Und dann schaut man auf Instagram und denkt: Oh, ALLE haben gerade was ganz tolles am Start… und ich kann nur ein Foto vom Mittagessen at home machen? Dann lasse ich es lieber. Aber das schöne ist: so ist das Leben! Ups and Downs, Abenteuer und Erholung!

    Liebe Grüße
    Jana

  9. Sarah Lojewski am 23. Januar 2017 um 00:50 Uhr - Antworten

    Hihi, ist das nicht lustig, dass wir immer das Gefühl haben, etwas zu verpassen, wenn mal nicht das Leben tobt? Und dann sitzen wir wieder im Strudel, kommen zu nichts und sehen uns diese Zeit herbei. Mal davon ab: Du olle Streberin, wenn ich lese was du so alles geputzt bekommst…

    Und diese Sache mit dem Warenkorb muss eine Prokrastinationskrankheit sein oder so – same here.

    Bald ist Frühling, dann macht es auch wieder mehr Spaß raus zu gehen und etwas zu erleben. Und so ein bisschen Alltag bis dahin hat ja auch noch niemandem geschadet 😉

    Liebe Grüße,

    Sarah

  10. Christiane am 23. Januar 2017 um 21:25 Uhr - Antworten

    Ich finde immer wenn man nicht so viel zu erzählen hat, dann ist das ein gutes Zeichen. Schließlich läuft der Alltag dann so wie er laufen sollte. Also auf zu mehr Alltäglichkeit im Alltag 🙂 Liebe Grüße, Christiane

  11. Mareike am 23. Januar 2017 um 21:48 Uhr - Antworten

    Ich genieße das sehr, wenn einfach mal gar nichts los ist. Alle entspannt rumhängen – Kuchen essen – Serien schauen – Lesen – Kuscheln. Toll!

  12. Sven am 30. Januar 2017 um 09:23 Uhr - Antworten

    Oh liebe Katarina,

    da sprichst du mir aus dem Herzen. Das Thema Entrümpeln ist etwas, was wir hier schon eine ganze Ecke vor uns herschieben. Aber lieber so, als noch mehr Energie da lassen… Die Zeit, die wir durchs Nicht-Entrümpeln gespart haben, mit den Kindern genießen…

  13. Schwangerschaft 11 SSW - Blogprinzessin am 17. Februar 2017 um 17:52 Uhr - Antworten

    […] Blogtexten ein klitzekleinesbisschen wieder. „Warum bin ich so müde?“ und „Schon wieder nichts zu erzählen“ schrieb ich. Wobei ich natürlich massenweise Dinge zu erzählen hatte. Aber ich hatte eben […]

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