Familientagebuch: 14.4.2017

Lesezeit: 3 Minuten

Heute wache ich erst gegen 9:00 Uhr auf als Marc mich weckt. Das er von der Arbeit gekommen ist, habe ich gar nicht mitbekommen. Irgendwas in meinem Körper ist da grade sehr sehr müde. Nach einem ausgiebigen Frühstück wird es aber langsam wieder. Aber irgendwie ist heute den ganzen Tag der Wurm drin. Ich werde einfach nicht richtig wach und bin dementspechend eigentlich nur für die Couch zu gebrauchen. Hilft aber alles nichts, ein bisschen gearbeitet werden muss noch.

Also setze ich mich an den Rechner und arbeite, Marc geht schlafen und Omi und Opi spielen mit den Kindern im Wohnzimmer 1 bis 100 Runden  Halli Galli Rabe Socke. Ich teste mich beim Tippen durch die Flow Funktion bei Deezer, nach ein paar Tagen Nutzung wird das Ding erstaunlich gut. Die Kinder haben so mittelgute Laune, oder zumindest kommt es mir so vor. Heute ist ein richtiger „einer schreit immer“ Tag. SEUFZ. Mittags wecke ich mit einem Telefonanruf Marc von seinem Schläfchen und er kocht den Kindern Mittagessen. Nur fair, denn schliesslich habe ich heute Morgen schon gekocht. In diesem speziellen Fall bedeutet das: ich habe Brot aufgeschnitten! Mittags fülle ich dann auch noch das fertige Essen in die Teller und wenn man Lorelei Gilmore fragt, dann ist das definitiv auch schon Kochen. Zwei mal gekocht an einem Tag, und nachher schmiere ich noch Brote fürs Abendbrot. Manometer. Kein Wunder dass ich so kaputt und müde bin.

Nach dem Mittagessen springen Omi und Opi mit den Kindern durch den Garten und zupfen (fräsen sich einen Weg durch das Unterholz) Unkraut. Irgendwie hat es der Giersch nämlich geschafft sich über die Spanne eines Jahres zu verfünfzichfachen und wenn wir nicht aufpassen, wird der Garten der grünen Hölle immer ähnlicher und im Juni tut sich der Giersch dann mit den Fröschen zusammen und übernimmt unser Haus. Ihr seht also: Es ist ernst. Einmal nicht aufgepasst als Gartenbesitzer, und schon ist man quasi obdachlos. Langsam verstehe ich wieso Heinrich fast täglich seinen Rasen trimmt. Der hat viel früher als wir realisiert was da für eine schreckliche Gefahr im Garten lauert!!!!

nini malt mit stabile stiften, Kleinkind malt

Das Giersch Rupfen läuft erfolgreich, bis alle von einer sehr großen Regenwolke ins Haus gedrängt werden. Vermutlich ist die auch mit dem Unkraut in unserem Garten unter einer Decke und das alles gehört zu ihrem höllischen Plan. Da aber auch grade eine Kanne frischer, duftender Kaffee fertig ist passt es ganz gut. Die Kinder verteilen sich irgendwie im Haus, Omi und Opi lesen vor, und Nini beschließt im Spielzimmer zu malen.

blogprinzessin mit zwillingen

Zwischendurch treffen Nini, Wawi und ich uns zufällig im Flur und wir beschliessen zusammen ein Foto zu machen. Hier mein Appell an alle anderen Mamas da draußen: ja, wir sehen nicht perfekt aus. Ja, wir sind keine Postermodels. Und außerdem fühlen sich die meisten von uns auch vor der Kamera irgendwie unsicher und wollen lieber schnell wieder hinter der Kamera verschwinden. Das sind alles Gedanken und Gefühle, die mir nicht unbekannt sind.

Aber wir müssen mehr vor die Kamera. Und alle Papas die irgendwo im Leben sind, eigentlich auch. Denn am Ende des Tages, wenn der Vorhang fällt, dann sind die Fotos auf denen wir auch drauf sind, das einzige was unsere Kinder noch von uns haben. Und ich wette mit euch, dass sie dann nicht denken: „Mama oder Papa sehen aber voll doof aus auf dem Foto, weil sie keine Supermodels sind“.

Seid auch auf Fotos zu sehen! Eure Kinder werden es euch später danken, davon bin ich überzeugt.

Nachmittags bricht Marc wieder zum Nachtdienst auf und die Kinder kuscheln sich zusammen auf die Couch und schauen „Benni die Biene“. Ich tippe diesen Beitrag zu Ende und während die Regentropfen ans Fenster prasseln schiebe ich die Abendbrot-Brötchen in den Backofen.

Kein Fisch bei uns am Karfreitag.

xoxo,
Katarina

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By |2018-05-24T12:07:39+00:0014. April 2017|Categories: Familienleben|2 Comments

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013), dem Dino (*2017) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Instagram, Facebook und auf Pinterest.

2 Comments

  1. Naddel am 14. April 2017 um 20:36 Uhr - Antworten

    Ich hab Fotos und Videos mit meinem Mann,eins eine Woche vor dem Vorfall mit beiden Töchtern! Andersrum wäre es doof geworden von mir gibt’s kaum welche…????
    Und ja Girsch ist ein Ars…..,vermisse ihn nicht aber auch hier gibts Zeug was die Herrschaft über den Garten übernehmen will????

    • Katarina am 14. April 2017 um 20:48 Uhr - Antworten

      Hallo Naddel, mit ist das heute erst klar geworden wie wichtig es ist auch mal in den Fotos und Videos aufzutauchen. Ich meine es muss nicht jedes sein, aber ich glaube von den Mädels und Marc gibt es… vielleicht 15 Fotos und bei mir ist es auch nur Dank dem Blog etwas besser.

      Was gibt es denn für Pflanzen mit Weltherrschaftsambitionen bei euch? Und was gibt es so für blödes Getier in eurem Garten?

      Liebe Grüße
      Katarina

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