Familientagebuch: 15.4.2017

Im Moment träume ich Nachts einen Blödsinn, das kann man sich gar nicht vorstellen. Letztens war ich zusammen mit Lisa Harmann auf Klassenfahrt. An sich eine nette Sache, nur kenne ich Lisa gar nicht persönlich und wir wohnen auch nicht gerade nebeneinander. Nunja. Heute morgen weckt mich Nini mit den wunderbaren Worten, dass ich ihr bitte beim Anziehen helfen solle. Ihre Hose, da ginge der Knopf nicht zu. Äh ja, okay, warum auch immer du schon angezogen… „Mamaaaaa“, ruft Motti, „wir wollen jetzt mit Omi und Opi los zum Bäcker“.

Ah! Das ist los! Ich gehe die Treppe runter ins Erdgeschoss und von dort gleich weiter in den Keller. Erstmal die ausgefallene Heizung wieder anschalten nerv. Omi und Opi wurschteln noch im Wohnzimmer rum, also setze ich die erste Kanne Kaffee des Tages auf. Während ich im Bad bin gehen die anderen los zum Bäcker und ich nutze die neu gewonnene Zeit, um meine Haare um den Lockenstab zu wickeln. Als mein Mann durch die Tür tritt (beladen mit dem Ostereinkauf) steht also das Alter Ego seiner Frau aus den 50er Jahren im Flur und wedelt mit einem Kaffee. Gut, der größte Teil von mir ist noch im Schlafanzug, aber mein Kopf sieht aus wie aus der Bräuteschule.

Kaum sind alle Inhalte des Einkaufskorbs in den Schränken verteilt, treffen Marc und ich uns im Wohnzimmer wieder. Schnell noch den neuen Star Wars Teaser Trailer schauen. Sagen wir mal so: Ich wäre dann jetzt bereit. Marc auch. Wenn wir dann bitte jetzt Dezember hätten?

Keine Quarkbällchen an Ostern

Dann sind auch Motti, Nini, Wawi und ihre Großeltern wieder da und wir setzen uns alle an den großen, weißen Esstisch in unserer Bauernhofküche. Die Vögel zwitschern, die Sonne scheint und Wawi stellt fest dass in keiner der Tüten Quarkbällchen sind. Ein Wawi Super GAU. Keine Quarkbällchen und das am Samstag vor Ostern. Sie ist untröstlich. Weil mich das so mitnimmt, bleibe ich nicht sitzen, sondern fahre nochmal zum Bäcker um Quarkbällchen zu kaufen. Und zu einem zweiten Bäcker, weil der erste keine hat. Und dann sogar noch zu einem dritten Bäcker, weil der zweite zu Ostern auch keine hat. Beim dritten werde ich dann fündig und kaufe eine große Tüte voll. Dann fahre ich wieder nach Hause, und Wawis Augen strahlen. In weniger als null Komma nichts hat sie 4 Quarkbällchen verputzt und platzt aus allen Nähten. Und Mama ist die beste Mami der gaaaanzen Welt.

Nach dem Frühstück geht Marc schlafen und die Kinder verkrümeln sich mit Omi und Opi ins Wohnzimmer. Da es die ganze Zeit über sehr, sehr leise ist, vermute ich dass sie vorgelesen bekommen. Ich springe schnell ins Büro und mache ein 22. SSW Bauchfoto. Wenn ich das schon letzte Woche nicht geschafft habe…

Bauch in der 22 schwangerschaftswoche

Das Dinosaurierbaby wächst. Jetzt bin ich in der 22. Schwangerschaftswoche.

Dann klingelt der Postbote an der Tür und bringt mir ein Buch, welches ich bestellt hatte, und meine Schwester schreibt dass meine Osterüberraschung auch bei ihr angekommen ist. Für ein bisschen terminlichen Nervenkitzel ist so ein Paketlieferant immer gut. Wenig später ist dann auch meine Mama da, und wir trinken alle zusammen gemütlich Nachmittagskaffee.

Mädchen mit ihrer Oma beim Vorlesen in der Küche
Wawi lässt sich gleich die neuen mitgebrachten Bücher vorlesen, und Motti und Nini springen durchs Haus und singen „Morgen ist Ostern, morgen ist Ostern!“

Ostern mit Hefezopf?

Was mich daran erinnert, dass ich gestern noch heroisch sagte: „Ich backe morgen mit den Kindern zusammen einen Hefezopf. Für Ostern.“ So ein Hefezopf backt sich allerdings irgendwie doch nicht von alleine, und so raffe ich mich erstmal auf und suche die Küchenmaschine in der Speisekammer. Dann suche ich die passende Schüssel dazu und dann suche ich den Knethaken. Als ich alles beisammen habe, suche ich die Zutaten zusammen.

Ziemlich viel Gesuche also, und dass schon einen Tag vor Ostersonntag! Dann kommt Nini in die Küche und wittert, dass ihre Mutter grade ganz heimlich anfangen wollte OHNE SIE den Hefezopf zu backen. Das geht natürlich nicht! Und weil sie da völlig recht hat, und ich mich auch nur der Bequemlichkeit halber an den Kindern vorbeigeschlichen habe, darf sie jetzt helfen. Sie könnte zum Beispiel die Hefe zerkrümeln. „Will ich nicht! Das ist so staubig! Da musst du dir gleich mal die Finger waschen, Mami“, sagt Nini.

Also zerbrösele ich die Hefe und sie schaut helfend zu. Beim Verrühren will und kann sie dann wirklich helfen und dann möchte sie eigentlich dass der Zopf jetzt bitte gegessen werden kann. Das „Warten dass die Hefe aufgeht“ ist doch wirklich nervig und unnötig, meint sie.

Ich meine das allerdings nicht, denn ich will ja dass der Hefezopf gelingt. Und ich finde das tut er. Zumindest sieht er aus wie ein Hefezopf eben aussieht, und das sogar in durchgebacken. Mein erster Hefezopf:

Mein erster Hefezopf für Ostern

Dann sitzen wir alle einfach so einen Moment beisammen, Motti spitzt die Buntstifte an, Marc trinkt mit uns Kaffee und es ist ziemlich schön so.

Mädchen beim anspitzen der Woody Stifte

Jetzt ist er allerdings wieder bei der Arbeit, und morgen ist dann Ostern. Mal schauen wie wir das mit dem Verstecken machen. Und vor allem WANN. Denn wenn ich die heute Abend verstecke, dann finden die Kinder die während noch alle schlafen. Also muss das irgendwann später passieren, denn draußen ist das Wetter im Moment so unbeständig, da hätten wir matschige Regeneier an nassem Rasen.

 

Wie plant ihr das für morgen? Und bekommen eure Kinder richtige Geschenke zu Ostern?

xoxo,
Katarina

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By |2018-04-05T14:12:14+00:0015. April 2017|Categories: Familienleben|0 Comments
Blogprinzessin ist der Blog mit nordischem Schnack. Ich berichte hier, ohne mich selbst zu Ernst zu nehmen, über meinen Alltag als Mama von 4 Kindern zwischen 6 und 1 Jahr(en).Virtuell bin ich zu finden auf Twitter, Instagram, Facebook und auf Pinterest. Erfahre mehr über mich

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