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Familientagebuch: 17.4.2017

Ich wache auf, es regnet. Ich gehe die Treppe runter, es regnet noch immer. Ich bin grade dabei die Küche zu saugen und zu wischen, als Marc nach Hause kommt. Perfektes Timing, denke ich und drücke ihm gleich den Müll in die Hand. Kennt ihr das? Wenn ihr nicht Frühstücken könnt, weil die Küche aussieht wie ein Schlachtfeld und ihr erstmal alles ordentlich machen müsst bis man GEMÜTLICH frühstücken kann?

Mir geht das jedenfalls so. Da die Kinder jeden Morgen (und ich meine JEDEN MORGEN) Müsli frühstücken, landet immer eine beachtliche Anzahl an Müsliflocken auf dem Fußboden. Wie genau sie das schaffen, ist mir völlig schleierhaft. Eigentlich müsste das ja vom Löffel auf den Tisch fallen, aber wie die Flocken dann auf den Boden kommen ist mir ein Mysterium.

Marc sagt, das passiert dadurch dass sie den Kindern auf den Pulli fallen und dann auf den Boden.  Die Kinder sagen es waren die „Schlackschleicher“. Das sind so ähnliche Wesen wie die Mucklas bei Petterson & Findus nur dass sie ein langes, krokodilartiges Maul  und Flügel haben. Mit ihren kleinen Flügeln flattern sie immer bis zum Müsli im Regal hoch und schnappen es sich dann mit dem langen Maul. Offenbar sind sie dabei allerdings nicht besonders treffsicher, denn sie schmeissen ja jede Nacht davon beachtliche Mengen auf den Boden. Und beim Putzen helfen sie mir dann auch nicht. Da sind sie dann nämlich verschwunden…

Nachdem Küche, Wohnzimmer und Flur gesaugwischt sind, lasse ich mich auf den Küchenstuhl fallen und schnaufe. Wann genau ist das eigentlich so anstrengend geworden? Nunja. Erstmal Frühstücken! Ich denke ja ich müsste langweilige Bagels essen, aber Marc eröffnet mir, dass er mir vom Bäcker noch schnell laktosefreie Brötchen mitgebracht hat. Sagte ich schon, er sei der Beste? Ist er.  So kann ich in schmackhafte Brötchen beissen, und muss nichts geschmackneutrales essen.

Nach dem Frühstück verschwindet Marc ins Bett und ich lasse mich auf die Couch fallen und lese mein Buch weiter. Die Kinder spielen irgendwas im Spielzimmer und hören dabei Bibi & Tina. Nach einer Weile fragen sie wann wir denn zu Omi und Opi Sandkiste fahren würden. Ich antworte „um halb Zwei“. Sie nicken wissend, schauen prüfend auf die Uhr, beratschlagen was das dort Gesehene wohl im Kontext bedeuten könnte, und zuckeln zurück ins Spielzimmer.

Um halb Zwei sind wir dann tatsächlich pünktlich bereit und kurz davor ins Auto zu steigen, beim Einsteigen erwischt uns ein fieser Hagelschauer aber nach fünf mal anschnallen sitzen wir dann alle im Auto. Glücklicherweise ist die Fahrt nicht lang, und so ist die Anzahl der „Wann sind wir da?“ auch überschaubar. Unterwegs planen die Kinder strategisch wie sie die Ostereier finden wollen, wer mit wem läuft und wer die Körbchen trägt.

Bei Omi und Opi Sandkiste im Garten liegt noch mehr Hagel als bei uns, daher hat der Osterhase auch nur eine kleine Runde durch den Garten gedreht und sich danach ins Haus verzogen. (Ich erinnere mich noch gut an das Ostern 2015, da war nämlich viel besseres Wetter!) Schnell Jacken und Schuhe von uns geworfen, und schon sind die Kinder am ausschwärmen. Es dauert genau drei Schritte, und einen Toilettengang von mir, bis ich das erste „ICH HABE WAS GEFUNDEN“ aus dem Wohnzimmer höre. Von da an quietscht es alle paar Sekunden und irgendwann sind wirklich alle Ostereier gefunden. Danach muss man natürlich ausgiebig testen ob die auch so gut schmecken, wie die Schokoladeneier zu Hause.

Danach wird gespielt, gegessen, getrunken wieder gespielt, Seifenblasen gepustet, wieder gespielt, gegessen und plötzlich ist es auch schon 17:00 Uhr und wir machen uns langsam aber sicher fertig für den Heimweg.  Im Badezimmer mache ich noch ein obligatorisches Spiegelselfie und erschrecke ein bisschen. Wann ist DAS denn passiert? DAS erklärt einiges. (Ständiges Pipimachen zum Beispiel. Oder Schnaufen und Prusten statt zügiger Putzroutine.)

21+2, 22 SSW, schwanger mit bauch

Auf dem Weg zum Auto fängt es wieder an zu regnen. So ein Mistwetter! Zu Hause verkrümeln sich die Mädels auf die Couch, ich an den PC und Marc sitzt entspannt im Sessel. Gleich gibt es Abendbrot, danach ist Feierabend und das Mutterschiff will mit leckerem Essen auf die Couch.

Und wie war euer Ostermontag so?

xoxo,

Katarina

By | 2017-06-25T17:01:54+00:00 17. April 2017|Categories: Familienleben|3 Comments

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

3 Kommentare

  1. Nicole G am 17. April 2017 um 18:46 Uhr- Antworten

    Unserer war so ähnlich, nur das man bis ca. 18 Uhr gar nicht raus konnte, weil es in einer Tour regnete :-/. Wir schauten fern, spielten und vertrieben uns so den Tag. Dann waren Tochter und Papa nochmal kurz im Hof Fahrrad fahren und jetzt ist es schon gleich wieder Zeit für die Heia. Liebe Grüße, Nicole.

    • Katarina am 17. April 2017 um 19:48 Uhr- Antworten

      Hallo Nicole, hier werden auch grade Zähne geputzt und dann noch Geschichte und hoffentlich schlafen sie schnell ein. Ich drück uns allen die Daumen!
      Liebe Grüße
      Katarina

  2. Vanessa am 17. April 2017 um 22:42 Uhr- Antworten

    Wir hatten heute die Taufe von unserem kleinen Mann…. Er hat den ganzen Tag veschlafen, die Verwandtschaft ist wieder abgereist und wach war er…. Nach einem langen Abend und nach einer Stunde Qualitätszeit für uns fallen wir ins Bett.
    Gute Nacht ????

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