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Meine Geburt: Angelinas Geburtsbericht

Eigentlicher ET war der 18. März. Am Freitag, 17. März 2017, hatte ich Kontrolle (CTG + US) im KH. Beim CTG war alles in Ordnung. Beim US wurde Angelina auf 3.830 g geschätzt und es stellte sich heraus, dass ich wieder zu viel Fruchtwasser hatte, wie in der 1. Schwangerschaft. Es wurde ein Bluttest gemacht, um bestimmte Krankheiten auszuschließen. Natürlich war ich ein wenig besorgt.

Den nächsten Kontrolltermin hatte ich am 21. März. Da meine Schwiegermutter zu der Zeit eine Baustelle daheim hatte, bat ich meine Mutter auf unsere große Tochter aufzupassen. Mein Vater führte meine Mutter zu mir heim und mich dann ins KH zur Kontrolle. Er wartete zuerst mit mir und dann auf mich. Zuerst wurde wieder ein CTG geschrieben. Ich musste drei Gläser Wasser trinken, um Angelina aufzuwecken bzw. hoffte die Hebamme, dass Angelina dadurch aktiver wird. Sie war der Hebamme bzw. der Ärztin zu ruhig. Die Hebamme meinte zu mir, dass es sein kann, dass nach dem US noch einmal ein CTG gemacht wird.

Doch keine natürliche Geburt?

Beim US bestätigte sich noch einmal das Zuviel an Fruchtwasser. Die Assistenzärztin sagte schon nach dem US zu mir, dass ich entweder gleich da bleiben muss oder am nächsten Tag zur Einleitung kommen muss. Davor graute es mir! Sie besprach sich mit dem Oberarzt. Dieser meinte, dass er das zweite CTG noch abwarten möchte und dann wird über die weitere Vorgehensweise entschieden. Leider war auch das 2. CTG nicht wirklich in Ordnung. Die Hebamme legte mir einen Zugang. Währenddessen kam der Oberarzt und meinte, dass er für einen erneuten Kaiserschnitt wäre, weil 1. die Herztöne von Angelina nicht wirklich in Ordnung sind und 2. ich zu viel Fruchtwasser habe und dies zu riskant für eine natürliche Geburt wäre. Es könnte sein, dass die alte Kaiserschnittnarbe aufreißt.

Natürlich war ich etwas vor dem Kopf gestoßen, aber mir war in erster Linie wichtig, dass es Angelina gut geht. Trotzdem ging alles sehr schnell! Zuerst musste ich meinen Mann anrufen, der auf der Arbeit war. Dieser machte sich schnurstracks auf den Weg zuvor ins Krankenhaus. Meinen Vater bat ich die Kliniktasche aus dem Auto zu holen, die ich in einer Vorahnung mitgenommen hatte. Meiner Schwiegermutter und meiner Mutter musste ich auch Bescheid sagen. Meine Schwiegermutter hat nämlich angeboten am Nachmittag auf unsere Tochter aufzupassen. Dies musste ich noch meiner Mutter sagen. Am Telefon meinte sie dann zu mir, dass sie schon mit meiner Schwiegermutter telefoniert hat und sie schon alles besprochen haben. Ich war ständig am Telefonieren!

Ich wurde OP-fertig gemacht. In der Zwischenzeit ist auch mein Mann gekommen. Gott sei Dank! Mit und durch ihn konnte ich mich ein wenig ablenken. Um 14 Uhr wurde ich dann in den OP gefahren. Die Spinalanästhesie wurde gelegt. Es war eine ganz tolle Hebamme dabei, die mich sehr unterstützt und beruhigt hat. Ich musste mich dann mit tauben Beinen auf den OP-Tisch legen, was gar nicht so einfach war. Dann kam auch mein Mann in den OP. Die ,,Entbindung“ selber empfand ich diesmal nicht so unangenehm, wie bei dem ersten Kaiserschnitt.

Um 14:32 Uhr wurde Angelina geboren. Sie hat nur kurz ein Mal geweint, wurde von der Hebamme in Empfang genommen und meinem Mann und mir kurz gezeigt. Ich musste weinen vor Freude! Sie hatte noch sehr viel Käseschmiere und sah gut genährt aus. Mein Mann ging dann mit zur Untersuchung der Kleinen und kam nach einer gefühlten Ewigkeit mit Angelina wieder zurück in den OP-Saal.

Er sagte mir ihre Geburtsdaten: 4.190 g schwer, 57 cm groß und ein Kopfumfang von 36 cm. Wahnsinn!!!! Mit diesen Daten hat wirklich niemand gerechnet. Ich sagte zu meinem Mann, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich überhaupt Sachen (Body + Strampler) in Größe 62 dabei habe. 😉 Sie wurde mir auf die Brust gelegt und öffnete sofort die Augen. Angelina lag ca. 5 Minuten bei mir, ganz genau weiß ich es nicht mehr, und dann ging mein Mann mit ihr wieder raus. Diesmal dauerte das Nähen länger, als beim ersten Kaiserschnitt. Im Kreißsaal konnten wir noch ausgiebig kuscheln und stillen, bevor wir aufs Zimmer kamen.

Eigentlich habe ich eine natürliche Geburt angestrebt, aber, wenn es um die Gesundheit meines Kindes geht, war/ist mir ein erneuter Kaiserschnitt egal.

Geburtsbericht eines Kaiserschnitts, Geburt, Kaiserschnitt

Bildrechte: Sonja J.

Liebe Sonja, vielen Dank das du deinen Geburtsbericht für uns aufgeschrieben hast.  Das mit dem ganzen Telefonieren, kann ich gut nachvollziehen, bei den Zwillingen musste ich auch spontan den Mann anrufen und da alles ganz schnell gehen musste, war  Motti sogar mit ihrer Oma zusammen im Krankenhaus, als ich im OP war. Völlig verrückt!

By | 2017-06-25T17:01:49+00:00 25. April 2017|Categories: Geburtsbericht|1 Kommentar

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

1 Kommentare

  1. Melanie am 24. Mai 2017 um 17:26 Uhr- Antworten

    Herzlichen Glückwunsch und allen Respekt, 4 Kinder sind nicht nur Heiterkeit, sondern oft auch viel Arbeit. Alles gute euch.
    lg
    Melanie

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