Preggozilla im Schlafanzug

Ich sitze im Schlafanzug auf der Couch. Grade habe ich mit Schrecken festgestellt, dass es schon 17:30 Uhr ist und der Mann Feierabend hat. FEIERABEND. Und ich habe es noch nicht einmal aus meinem Pyjama geschafft!
Offenbar bin ich schon so sehr im Babymodus, dass ich schonmal übe wie es war als man aus der puren Not heraus nicht aus dem Schlafanzug kam.
Vor ein paar Minuten lief es in etwa so: „Mal schauen wie spät es ist, bestimmt so 14:30 Uhr, da kann ich ja gleich noch und dann auch noch und achja die Wäsche…“

Ich blicke auf die Uhr. SIEBZEHN UHR DREISSIG!

WASZURHÖLLE? Wann ist das denn passiert? Mein Gehirn beginnt zu rasen. Die Synapsen knallen, die Funken sprühen.. Ich rekapituliere mein Leben. Okay, nur den heutigen Tag. Frühstücken – Streit schlichten – Müsli verteilen – mittelschwere Krise darüber schlichten, dass Nini drei Müsliflocken mehr hat als Wawi. Dann ein Hechtsprung um zu verhindern, dass Motti die volle Milch auf dem Tisch ausgießt, danach „mal eben“ das Untergeschoss gesaugt und gewischt. Wieder verflucht dass die Staubsaugerdüse kaputt ist, und die neue  von Amazon, die eigentlich hätte passen müssen, nicht drauf passt. Dann den Biomüll rausgebracht, halben Herzinfarkt bekommen, denn im Flur saß mal wieder Prince Charming. Gut, in vertrocknet und tot, aber das wusste ich ja nicht. WO ZUR HÖLLE kommen diese Scheißfrösche immer her und wieso sehe ich die nicht ins Haus hüpfen? Immerhin war der Prinz schon tot und mumifiziert aber raus musste er trotzdem. Froschfangnetz (ich wusste ja noch nicht ob er tot ist oder sich nur tot stellt) gesucht, da wo es immer ist und immer sein soll damit ich nicht von den blöden Amphibien überrannt werde und nachts schlurp-schlurp aufgefressen werde, ja DA ist es natürlich nicht. Denn die Kinder haben ja im Garten das Planschbecken, und offenbar haben sie sich den Kescher geholt um damit zu spielen und Käfer aus dem Beckenwasser rauszufischen. Immerhin war es noch heil. Alter. Spinnen kann man wenigstens einsaugen. Das ist nicht tierfreundlich aber effektiv.

Aber so einen blöden Frosch? Der passt nun definitiv nicht durch die Staubsaugerdüse. Und unter Naturschutz steht der bestimmt auch und eigentlich will ich auch keine Tiere einsaugen, aber… gut dass wir den Kescher haben. Das Ding also todesmutig auf den Frosch geworfen, Frosch reagiert kein Stück. Spaten geholt und wie ein Blatt Papier unter den Froschpopo geschoben. Offenbar auch kein Zombiefrosch. Frosch rausgetragen und schwupps ab über den Gartenzaun.

Frösche, ich sag euch eins: hier drin ist kein See. Hier sind sehr sehr wenige Fliegen (und um die kümmern sich die Spinnen, wobei auch die meistens versterben). Hier sind keine Froschweibchen die sehnsüchtig auf euch warten. Hier ist nur eine Frau mit einer Amphibienphobie (naja fast) die voll keinen Bock auf euch hat. BLEIBT EINFACH DRAUSSEN!

Wo war ich? Ja, also kurz nen toten Frosch eingefangen, den Kindern Mittagessen gekocht, dann zur Rückenentspannung auf dem Gummiball gesessen und in Facebook geschaut. Danach wollte ich mich eigentlich anziehen und ein Bauchfoto fürs Schwangerschaftsupdate machen. Kurz in den Kalender geschaut: upsi, die 28. SSW ist ja schon fast wieder um. Da lohnt sich das Foto ja eigentlich grade gar nicht mehr.

In meinem Emailpostfach finde ich eine Anfrage ob ich nicht einen Vibrator im sexy Lippenstiftdesign für den Blog testen möchte. Das Design wäre extra so unauffällig gewählt, damit meine Kinder nicht verstört sind, wenn sie den mal finden. Aha. Ich äh… neee. Wenn ich die Kinder irgendwann mal fragen würde, dann sagen sie natürlich dass wir drei mal Sex hatten. Und dass es jetzt auch reicht. Denen dann noch tanzende Lippenstifte erklären wäre mir etwas too much. Wo war ich? Achja. Bauchfoto. Ja, könnte man jetzt machen, aber nur mit Anziehen ist es ja nicht getan. Dann das Stativ, das Make-up, die kleine aber feine Bildbearbeitung (zumindest das Logo muss rein) und eigentlich muss ich doch schon wieder auf Toilette, worauf mich das Baby gerade dezent hinweist. Es springt nämlich besonders gerne auf meiner Blase herum. Ay Karamba!

Blogprinzessin am Wochenende mit Nini

 

Also ab zur Toilette, dann wieder zurück an den PC, irgendwie lässt mich die Sache mit dem Staubsauger nicht los und ich google mehrere Staubsauger, nur um festzustellen dass selbst schnöde Staubsauger schon ein halbes Vermögen kosten. Dann könnte man ja eigentlich gleich seine Vorwerk-Familie erweitern, die Dinger halten dann wenigstens die nächsten 40 Jahre…. Welcher Monat war eigentlich? Oh Mai ist schon durch, dann mal schnell den Monatsabschluss für den Steuerberater fertig gemacht, damit ich nicht am Ende des Jahres weine weil ich es alles aufgeschoben habe. Dann erinnere ich mich wieder an die Fotos von gestern, welche auf der Kamera warten und eigentlich bearbeitet werden wollen. Also die Fotos auf den PC gezogen und nachbearbeitet. Das mache ich normalerweise ganz gerne, aber heute ist irgendwie der Konzentrationswurm drin. Die Sonne scheint auch so doof in mein Büro und dann hüpft da immer das sprichwörtliche Eichhörnchen….

Dann mache ich also lieber erstmal eine Pause und erfülle den Kindern den Wunsch, dass sie mit dem Tuschkasten Bilder malen dürfen. Interessanterweise scheint die Phase von „Braun-Schwarz-Blau“ vorbei zu sein und es kommen tatsächlich schöne, bunte Bilder bei der Malaktion heraus. Nach dem Malen wollen die Kinder in den Garten gehen, ziehen sich also an und verschwinden mit ihren Seifenblasen in den Garten. So jetzt aber ran ans Bauchbild. Ach nee, bin ja immer noch nicht angezogen und eigentlich wollte ich ja auch noch duschen. Das mache ich alles gleich. Es ist ja bestimmt erst 14:30 Uhr, nicht wahr? Äh, Moment…

xoxo,
Katarina

PS: Schwangerschaftsstatus, ich kann nicht mehr den ganzen Pulli überblicken und renne daher mit Flecken auf dem Bauch rum. Super. Merke ich natürlich erst im Supermarkt.
PPS: EIN BABY!

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By |2017-06-25T17:00:52+00:001. Juni 2017|Categories: Ich schreibe|3 Comments
Blogprinzessin ist der Blog mit nordischem Schnack. Ich berichte hier, ohne mich selbst zu Ernst zu nehmen, über meinen Alltag als Mama von 4 Kindern zwischen 6 und 1 Jahr(en).Virtuell bin ich zu finden auf Twitter, Instagram, Facebook und auf Pinterest. Erfahre mehr über mich

3 Comments

  1. Marielle am 1. Juni 2017 um 19:46 Uhr - Antworten

    Hallo Katharina,

    liest sich wie ein super Tag – mit Ausnahme des Frosches. Das würde mich auch echt verstören und ich muss sagen, um das einfangen/wegmachen beneide ich Dich nicht – finde tot sogar noch schlimmer als lebendig!

    Finde Du hast es Dir absolut verdient – vor allem nach Eurem Geburtstagsmarathonwochenende – es auch mal langsamer angehen zu lassen. Und Du hast ja dennoch ganz schön viel geschafft – 17.30 Uhr ist auch einfach immer viel zu schnell.

    Genieße die Schwangerschaft und wir freuen uns auf das nächste Bild 😉

    Viele Grüße
    Marielle

  2. Mamamulle am 1. Juni 2017 um 20:16 Uhr - Antworten

    Hört sich für mich jetzt nach Supermom an! Kenne ich solche Tage… gerne auch, wo man alles anfängt und nix geschissen kriegt und trotzdem 10 Stunden am Rechner saß.

  3. Larissa am 8. Juni 2017 um 17:46 Uhr - Antworten

    Hey,

    das klingt ja nach einem anspruchsvollen Tag, aber ich kenn das 😀
    Manchmal rast aber auch einfach die Zeit, obwohl man einfach nur mal entspannen wollte.

    Aber du hast mir ein Lächeln gezaubert, danke dafür

    lg
    Larry

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