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Babyzeit

Meine Mails bilden inzwischen einen genauso großen Stapel wie meine Wäsche. Hätte ich mit meinem Mann nicht das Arrangement dass ich für das Waschen und Falten zuständig bin und er fürs Wegräumen, dann würden wir in einem Wäscheberg leben. Das gleich passiert gerade mit meinen Emails und Kundenanfragen. Zu bloggen gäbe es auch genug, mit dem klitzekleinen Problem dass es mit diesem Baby wirklich anders ist als vorher.

Ich sitze abends auf der Couch und stelle fest, dass ich es nicht einmal an meinen PC geschafft habe. Ob mein Büro noch erahnt wie ich aussehe? Ob mich der Rechner noch erkennt? Man weiß es nicht. Die Sprache-in-Text Funktion am iPhone ist gerade mein Lebensretter. Denn auch mit Laptop auf der Couch sieht es grade mau aus. Der Grund: der Dino will nur auf mir liegen. Auf mir oder an mir. Ich dachte ja das wäre so ein Schubding, aber nein, das Memo darüber dass Neugeborene angeblich viel schlafen hat er einfach nicht bekommen. Er macht tagsüber „Sekundenschlaf“ (in solchen Momenten schaffe ich es wenigstens zu duschen), aber dafür schläft er dann immerhin nachts viel und gut. Nur, nachts bin ich eben auch sehr müde, und hachseuftz.

Heute Morgen (immerhin unter der Dusche!) dachte ich darüber nach, wie zur Hölle ich das eigentlich vor ein paar Jahren mit Motti und den Zwillingen gemacht hatte? Da waren es drei Kinder die nicht durchgeschlafen haben UND tagsüber beschäftigt werden wollten. Wie habe ich das nur geschafft? Und dann stellte ich fest, dass im Vergleich zu heute damals quasi niemand meinen Blog gelesen hat. Dass ich zum Teil Beiträge geschrieben habe, die heute meine eigene Qualitätskontrolle nicht im Ansatz bestehen würden, mit dem Zusatz dass es damals vor 4/5 Jahren eben auch erst anfing mit dem beruflichen Bloggen. Ich hatte ganz genau EINEN Kooperationspartner, und das war die GLS Bank. Oh was haben sich die Zeiten geändert. Und das im guten. Aber die Professionalisierung dieses Blogs trägt eben auch jetzt zu dem Gefühl bei, dass ich etwas schaffen MUSS. Einfach arbeiten wie jeder andere Mensch auch. Versteht mich nicht falsch, weder jammere ich noch beschwere ich mich über meine Arbeit oder die Kooperationspartner oder den Dino. Ich möchte eigentlich nur für mich selbst festhalten, dass es mit diesem Kind anders ist. Er braucht mehr körperliche Nähe als die anderen. Er fordert sie lautstark ein. Und vielleicht bin ich auch inzwischen etwas… weicher geworden. Ich konnte es noch nie gut, aber inzwischen kaum mehr ertragen, wenn mein Baby weinen muss. Wenn es sich in Rage brüllt, weil ich eben nicht gleichzeitig Pfannkuchen wenden und mit heißem Fett hantieren und gleichzeitig das Baby auf dem Arm haben kann.

Andererseits brauchen die Mädels aber auch etwas zu essen, und JA ich gebe es zu, aktuell bin ich etwas am schwimmen. Wir werden das wuppen, ganz klar, aber ich muss noch rausfinden wie ich alles am besten koordiniere, dass der Dino nicht weint, die Familie was zu essen bekommt, der Haushalt gemacht wird und ich meiner Arbeit so fröhnen kann, wie ich mir das wünsche.

Dieser Beitrag jetzt, klappt zum Beispiel nur weil der Dino grade in der Trage vor meinem Bauch eingeschlafen ist, und tatsächlich das erste Mal seit Wochen AM TAG mehr als 30 Minuten schläft. Ich bin sehr dankbar, schiele aber mit einem Auge auch wieder auf die Uhr, denn in 45 Minuten muss ich die Hühner satteln und mit den Zwillingen und dem Dino zum Kindertanzen.

Baby von Blogprinzessin 6 Wochen alt

Dort tanzen erst 45min die Zwillinge, dann kommen Motti und Oma hinzu, wir klatschen uns ab und Motti tanzt während ich mit den Zwillingen und Dino wieder nach Hause fahre. Oma bringt dann Motti wieder nach Hause. So muss Motti nicht jede Woche mit mir und dem Dino eine Stunde beim Tanzen warten, bis die Zwillinge fertig sind. Und die Zwillinge müssen nicht warten bis Motti fertig ist. Klappt aber auch nur, weil es Oma vor Ort gibt.

Dazu kommt, dass wir zwar nur EIN Kind dazu bekommen haben, aber ich das Gefühl habe, die damit einhergehenden Termine würden für 10 Kinder reichen. Die letzten Wochen waren da echt extrem. Ich zur Nachsorge, ich zum Zahnarzt, Kinder zum Zahnarzt, dann Dino zum Osteopathen, dann Wawi nochmal zum Zahnarzt, dann U3 beim Dino, danach nochmal der Osteopath und als letztes jetzt die U9 bei Motti. Dazwischen Besuch, mein Geburtstag, Kindertanzen und eine unglaublich fürchterliche Erkältung, die dafür sorgte, dass ich weinend auf dem Sofa saß, weil ich so starke Gliederschmerzen hatte.

Aber: Erkältung ist überstanden, Arzttermine erstmal alle durch. Ich hoffe ja, dass es jetzt bei uns privat wieder etwas ruhiger und entspannter wird, so dass ich genügend Zeit habe über alles zu bloggen was in meinem Mailfach und in meinem Kopf aufgelaufen ist.

Wenn der Dino denn schläft. 😉

PS: Achja, weil mir das jemand auf Facebook schrieb: Ihr könnt bei meinen Gewinnspielen immer mitmachen, auch wenn ihr keine Zeit habt nachzuschauen ob ihr gewonnen habt. Denn ich benachrichtige die Gewinner immer per Mail. Immer immer immer.

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By | 2017-10-04T16:54:09+00:00 20. September 2017|Categories: Familienleben|Tags: , , |7 Comments

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013), dem Dino (*2017) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn.
Virtuell zu finden auf Instagram, Facebook und auf Pinterest.

7 Kommentare

  1. Naddel am 20. September 2017 um 13:54 Uhr - Antworten

    Ganz wichtig dabei – keinen emotionalen Stress dabei machen!!! Dann schläft er höchstwahrscheinlich noch weniger! Meine beiden waren Gott sei dank gute Nacht schläfer,aber tagsüber auch wie Klebstoff am liebsten aufm Arm ! Das ist eine riesen Umstellung find ich egal obs das erste kind ist oder das erste das sich so benimmt! Klar brauchen die anderen auch was zu essen und ihre Zeit aber vor allem anderen hat der Dino vorrang ! Auch wenn ihr aus dem Wäsche korb lebt und das essen vielleicht fertig gekauft oder nicht ganz dem Anspruch an euer normales Essen erfüllt! Ich versteh deinen Wunsch/ Plan Familie,Haushalt,bloggen etc unter einen Hut zu bringen total,aber bitte lass dir Zeit und vor allem ärger dich nicht wenn es nicht klappt !! Die werden sowieso viel zu schnell groß und gehen dann ihre eigenen Wege ,nix mehr mit viel kuscheln und so😉😘

  2. Petra am 20. September 2017 um 20:09 Uhr - Antworten

    Ein mich stets begleitendes Mantra: „Alles im Leben hat seine Zeit.“ Es wird wieder anders und im Moment ist es einfach, wie es ist!
    Halte durch, du machst das toll!

    Grüße von einer 3fach-Mama mit 3-Monats-Baby 🙂

  3. Bloggermumofthreeboys am 20. September 2017 um 21:06 Uhr - Antworten

    Mir kommt es so bekannt vor, unser Dritter war und ist so. Die anderen beiden waren ablegbar, er nicht und auch jetzt fordert er ein. Als mir eine Bekannte mal rein drückte, wieviel Zeit ich hätte, Babys schliefen eh den ganzen Tag, hab ich hysterisch gelacht. Bei Dir mit vier Kindern halt nochmal mehr drumherum. Und trotzdem ist die Zeit so magisch mit einem Winzling. Bei uns flog übrigens der Laufstall ganz schnell raus, lag er sowieso nicht drin. Dafür war meine Emei Baby die Rettung. Liebe Grüße

  4. Lamasus am 22. September 2017 um 09:12 Uhr - Antworten

    Hallo,

    das kenne ich nur zu gut. Mein erstes Kind war so fordernd, die Zwillinge hingegen waren eher pflegeleicht mit einigen Ausnahmen, so 2-3 mal in der Woche. Da hatte allerdings mein Mann keinen Urlaub mehr übrig und ich war mit 3 Kindern daheim, Kita war noch 2 Wochen zu.
    Ich würde mir aber mal keinen Stress machen: Mutterschutz ist noch 8 Wochen nach der Geburt. Das hat schon seinen Grund. Klar als Selbstständiger ist das noch mal anders und viele Friseurinnen stehen 2 Tage nach der Entbindung wieder im Salon – aber das heißt nicht, dass es alle so machen sollten und auch nicht, dass es gut ist, wenn Leute so unter Druck stehen.
    LG
    Lamasus

  5. Marco am 10. Oktober 2017 um 06:08 Uhr - Antworten

    Babyzeit schöne Zeit:) geniesse es. LG

  6. Hanna am 22. Oktober 2017 um 10:12 Uhr - Antworten

    Echt Tolle Fotos!LG

  7. Steffi am 5. Dezember 2017 um 10:31 Uhr - Antworten

    Wow, ich sage nur Respekt.
    Wie Du das alles meisterst ist echt irre und ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Du nicht hinterher kommst.
    Ich hatte während Kind 1 auch angefangen von Zuhause selbstständig zu arbeiten und somit gab es bei Kind 2 keine wirkliche Elternzeit mehr. Jede freie Minute wurde ausgenutzt zum Arbeiten – es macht ja schließlich auch Spaß.
    Aber irgendwie schlaucht es doch auch jeden Abend noch am Rechner zu sitzen.
    Aber irgendwann wirds wieder ruhiger, die Kinder größer und dann ist man fast ein wenig traurig,dass das Kuscheln der Anfangszeit vorbei ist.
    Alles gute Euch!

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