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Wie ich einmal fast mein Kind verkaufte

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Ja okay, der Titel ist vielleicht ein bisschen reißerisch, aber so ging es mir tatsächlich. Ich erzähle das ganze mal von vorne.

Vor etwa anderthalb Jahren war ich bei einem Bloggerevent und dort wurde ER mir vorgestellt. ER war gutaussehend, sexy und mit den Rundungen an den richtigen Stellen. Nein, nicht das was ihr vielleicht gerade denkt. Kein Mann, ich habe doch schon den besten. Es war der Doona, der an diesem Tag in mein Leben trat, beziehungsweise geschoben wurde. Der Doona ist eine Babyschale mit Rollen dran. Soweit so gut, kennt man ja schon, denkt man da. Aber weit gefehlt! Ich reise noch ein bisschen weiter in der Zeit zurück, und da begab es sich folgendermaßen…

Es war einmal eine Frau (ich!) die hatte drei Kinder (Motti, Wawi und Nini). Diese drei Kinder hatten einen Altersabstand von zwölf Monaten und konnten alle noch nicht laufen. Ich musste aber ab und zu das Haus verlassen, da ich Einkäufe oder andere Besorgungen tätigen musste. Marc konnte leider nicht jeden Tag helfen, denn auch er muss wie die meisten Väter irgendwann mal das Haus verlassen um zu arbeiten. Kinderarzttermine sind im ersten Lebensjahr auch eher Vormittags. Und überhaupt will man ja nicht angetackert zu Hause sitzen und die Wand anstarren. Also machte ich das, was medizinisch nach einem bzw. in unserem Fall zwei Kaiserschnitten nicht ratsam ist. Ich setzte Motti in die Babytrage, hing mir eine Babyschale über den einen Arm und eine Babyschale über den anderen Arm. So stapfte ich (damals noch im Hochhaus) zum Auto.

Ja, das ist anstrengend. Ja, das sollte man nicht so machen. ABER VERDAMMT NOCH MAL DIE KONNTEN NOCH NICHT LAUFEN! Was soll man denn da tun? Die Kinder ganz alleine in der Wohnung lassen und immer eins zur Zeit die Treppe runtertragen, durch den Hausflur, die Straße runter, zum Auto? Das dürfte mindestens so eine bescheuerte Idee sein, wie eins vorne, eins rechts und eins links. (Die übrige Möglichkeit, einfach so lange bis mindestens eins laufen kann, die Wohnung nicht mehr zu verlassen, war maximalst unpraktikabel und wurde daher gar nicht erst in Erwägung gezogen.)

Gestatten: Katarina Packesel

Also stapfte ich bepackt wie ein Esel durch die Welt. Wir haben das damals mal ausgerechnet und die Babyschalen leer auf die Waage gestellt. 4kg Babyschale + mindestens 3kg Baby auf der einen Seite, 4 kg Babyschale + mindestens weitere 3 kg Baby auf der anderen, dazu Motti, weitere 6-8 kg, in der Trage. Nennt mich She-Hulk. Einkäufe konnte man so natürlich nicht wirklich gut transportieren. Die kamen dann in einen Rucksack auf dem Rücken. Irgendwie musste man ja vom Parkplatz zum Fahrstuhl. Oder weiter in den 4. Stock, wenn der Fahrstuhl mal wieder kaputt war.

Besserung war erst in Sicht, als Motti und später auch die Zwillinge laufen konnten. Man musste dann zwar schnell hinter ihnen her rennen, aber immerhin hatte man jetzt die Arme beziehungsweise die Hände frei.

Dann kam der Tag des oben genannten Bloggerevents. Der Tag, der alles veränderte. Denn an diesem Tag (die Kinder konnten alle schon lange und sicher laufen), hatte ich auch die Kinder dabei und starrte ungläubig auf das Gefährt das da in den Raum gerollt wurde. Eine Babyschale mit Rollen dran. Der Doona.

doona testbericht auf blogprinzessin

Mit einem Knöpfchen auf das man drückt und KLACK kommen die Rollen und das „Fahrgestell“ aus der Babyschale. Drückt man wieder anders, ZACK verschwinden diese und man hat wieder eine ganz normale Babyschale.

doona testbericht auf blogprinzessin

Man muss nicht mal das Gestell in den Kofferraum legen, weil das einfach schon Teil der Babyschale ist. Ich starrte das Ding ungläubig an. Der Himmel brach mitten im verregneten Hamburg auf, ich hörte Engelchen singen. „Wenn es die Babyschale schon bei den Zwillingen gegeben hätte, hätte ich dafür fast die Erstgeborene verkauft“, murmelte ich. „Das glaube ich gerne“, sagte die Bloggerin neben mir und lachte.

„Wenn es noch ein Geschwisterchen gibt, dann muss ich diese Babyschale haben“, dachte ich.

Anderthalb Jahre später zog der grüne Doona dann tatsächlich bei uns ein. Ich bin seit August im Himmel. Es ist genau so schön, wie ich mir das immer vorgestellt habe. Kein Geschleppe mehr vom Haus zum Auto, kein Geschleppe mehr auf dem Parkplatz zum Kinderarzt oder zur Nachsorge beim Frauenarzt. ZACK ausgeklappt und schon cruisen wir entspannt den Gehweg lang.

doona testbericht auf blogprinzessin

Dass das Ganze auch gesundheitlich besser als das frühere Geschleppe ist, merke ich ganz deutlich an meiner Kaiserschnitt-Narbe. Bei den Zwillingen verheilte sie eher mies, jetzt habe ich gar keine Probleme damit. Super cool! Auch mein Frauenarzt findet dass der Doona eine super Sache ist, ebenso wie meine Hebamme. Beide finden ihn super praktisch, speziell für Kaiserschnitt Mamis damit diese nicht die schwere Babyschale wuchten müssen.

doona testbericht auf blogprinzessin

Natürlich ist der Doona KEIN Kinderwagen, und ersetzt diesen auch nicht. Er ist eine Babyschale fürs Auto. Aber wenn man ihn eben genau als solche verwendet und das Kind nicht länger als nötig darin liegen lässt, dann kann man damit eben auch mal durch den Supermarkt huschen. Wie gesagt: MAL KURZ von A nach B damit, der Sitz ist kein Kinderwagen nur weil daran Rollen sind. Das sagt Doona auch selber ganz deutlich!

doona testbericht auf blogprinzessin

Wenn ihr grade schwanger seid und euch überlegt eine Babyschale zu kaufen, schaut euch mal den Doona an. Es gibt wirklich inzwischen sowas tolles, das einem als Mami den Alltag mit Baby erleichtert. Nebenbei macht der Doona auch einfach Spass, besonders wenn die großen Geschwister vorsichtig schieben dürfen.

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By | 2017-10-19T08:18:28+00:00 19. Oktober 2017|Categories: Werbung|Tags: , , |9 Comments

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013), dem Dino (*2017) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Instagram, Facebook und auf Pinterest.

9 Kommentare

  1. Janine am 19. Oktober 2017 um 12:35 Uhr- Antworten

    Hm. Sieht interessant aus. Auch wenn ich die Begeisterung nicht ganz nachvollziehen kann. Wir hatten am Kinderwagen Adapter für die Babyschalen, so musste ich sie nicht am Arm baumelnd schleppen. Außer natürlich die Treppe runter wie du auch. Wenn es dafür noch eine Erfindung gäbe… 😉

    • Katarina am 19. Oktober 2017 um 22:08 Uhr- Antworten

      Huhu Janine,
      wir haben gar keinen Kinderwagen sondern „nur“ eine Babytrage und diverse Tragetücher. Daher haben wir auch nicht so ein Gestell. Und in dem Fall „Kein seperater Kinderwagen, weil eher Tragetuch oder Trage“ finde ich das Ding einfach mega praktisch. Der Zwillingswagen den wir hatten, war auch immer so sperrig da hatte ich nach ner Weile gar keinen Bock mehr drauf den immer erstmal runterzuschleppen um ihn dann kompliziert ins Auto zu stopfen (und nichts anderes war das bei unserem Auto, da gibts sogar irgendwo ein Bild von auf dem Blog). Die Treppenerfindung von dir nehme ich allerdings auch gerne. Wenn du da was siehst…

  2. Lamasus am 19. Oktober 2017 um 13:25 Uhr- Antworten

    Hallo,
    ich bin auch bei dem Hype nicht dabei. Ich denk einfach, das Ding verführt dazu, das Kind länger als absolut nötig in der Babyschale zu lassen. Und schwer ist es ja auch, wenn man es aus dem Auto raus oder wieder rein heben muss.
    Ich habe ja auch einen Einling und Zwillinge hinterher und ich habe noch nie in meinem Leben auch nur ein Kind mit einer Babyschale getragen. Ist mir zu schwer, das mache ich auch ohne Kaiserschnitt nicht. (Bin aber auch nur eine sehr selektive Tragemama). Die Babyschale nutze ich NUR für Autofahrten. Und zum Glück ging es auch ohne bei uns in der Stadt bzw. ich habe mich eingeschränkt und bin dann abends wenn Alphalama da war noch rasch los.
    Die Babyschalen haben wir immer im Auto gehabt und die Kinder dann mit dem Kinderwagen zur Garage (500 m vom Haus) gefahren. Also auch eine eher beschwerliche Sache, raus aus dem 2. Stock, in den Kinderwagen, auf die Straße, umladen ins Auto, später Weinen riskieren wegen Erwachen.
    Mit dem Auto war ich mit den ganz kleinen Kindern ohnehin so gut wie nie unterwegs, den Einkauf, Gänge zur Kita, alle Dinge des Alltags hab ich mit dem Doppelwagen zu Fuß gemacht. Autofahren mit Säuglingen ist mir zu stressig. Ausnahme sind Arztbesuche im Krankenhaus oder Besuche von Verwandten im Krankenhaus.
    Alles andere mache ich vor Ort und zu Fuß.
    Ich kriege immer Kopfweh, wenn ich eine bekannte Mutter sehe, die sonntags den Spaziergang mit der Familie mit Baby in Babyschale per Adapter auf dem Kinderwagen macht.
    Ich bin raus bei der technischen Errungenschaft.
    Lamasus

    • Katarina am 19. Oktober 2017 um 22:04 Uhr- Antworten

      Huhu Lamasus,
      wir haben gar keinen Kinderwagen und demnach auch keins dieser Gestelle auf das man dann die normale Babyschale setzen kann. Bei deiner bekannten Mutter gebe ich dir total recht, das würde mir auch Kopfschmerzen machen die da mit dem Autositz mit Rädern ihren Sonntagsspaziergang machen zu sehen. Mal ganz naiv gefragt, hast du die Mama mal angesprochen ob sie das weiss das das keine gute Idee ist? Ich denke ja immer das die Mamas das vielleicht nicht wissen, denn eigentlich will ja jeder nur das beste für sein Kind und ihm nicht wissentlich potentiell schaden?

  3. Nele am 19. Oktober 2017 um 19:32 Uhr- Antworten

    Also ich finde das Ding super und hätte es echt gut gebrauchen können! Wir wohnen auf dem Dorf und einfach überall mit Kinderwagen hin ist hier nicht. Klar ist das kein kinderwagenersatz aber alleine für die Strecken von Haustür zu Autotür / arztpraxis wäre es hier ideal!

    • Katarina am 19. Oktober 2017 um 21:58 Uhr- Antworten

      Hallo Nele,
      du da geht es dir wie uns, hier ist auch kein einziger Supermarkt zu Fuß zu erreichen. Hier ist nur der Nachbar zu Fuss zu erreichen Ärzte oder Supermärkte sind erst im nächsten Ort.
      (Mal abgesehen davon das wir auch gar keinen Kinderwagen haben, denn für den haben wir im Auto gar keinen Platz mehr.)

  4. Desiree am 20. Oktober 2017 um 16:03 Uhr- Antworten

    Hallo liebe Katarina (oder doch SHE-Hulk?! 😉
    Also erstmal möchte ich sagen COOL geschrieben 🙂 In einem Fall wie eurem, ist der Doona mehr als praktisch. Bei mir ist das Alles schon länger her (meine Kleine wird bald 6) aber auch ich hätte so ein Model durchaus praktisch gefunden da wir nur einen Kleinwagen haben und es für einen kurzen Aufenthalt in der Stadt schon ganz schön kompliziert werden konnte das alles im Auto zu verstauen.
    Ganz liebe Grüße, Desiree

    • Katarina am 20. Oktober 2017 um 17:12 Uhr- Antworten

      Liebe Desiree,

      ja ich denke der Doona ist echt praktisch, vorallem immer wegen „mal kurz zu Rossmann o.ä“ den Kinderwagen aus dem Auto wuchten? Puuh. Das wäre nichts für mich.

      Liebe Grüße,
      SHE-HULK

  5. Lamasus am 21. Oktober 2017 um 15:39 Uhr- Antworten

    Hallo,

    nein. Ich mische mich nicht die andere Familien ein. Finde ich übergriffig. Die Bekannte wird schon wissen was sie macht und mir steht es nicht zu, mich da reinzumengen. Jede hat ihre Baustelle – und das respektiere ich voll und ganz. Es gibt immer Gründe, warum man es sich so einrichtet im Alltag wie man es tut. Ich mache es nur anders 🙂

    LG
    Lamasus

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