Meine Laktoseintoleranz und meine Symptome

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Gestern habe ich mit den Mädchen Plätzchen gebacken. Meute Morgen lag ich dann wegen meiner Laktoseintoleranz flach. Weil in der veganen Margarine, die ich zum Backen verwendet hatte, nähmlich 0,000000000000001% Laktose enthalten war. Den allermeisten Laktoseintoleranten die ich kenne macht das nichts aus. Deren Körper stecken das einfach weg. Oder sie pupsen vielleicht. Nicht so ich. Das hier ist meine Laktose-Geschichte, weil ich damals gegoogelt habe und nichts fand was zu meinen Symptomen passte. Das ist für euch, ihr Googeler.

Was ist eine Laktoseintoleranz?

Die Frage ist recht einfach zu klären, kurz gefasst ist es eine Intoleranz gegenüber Milchzucker (Laktose). Aber, Achtung: Nicht mit einer Milcheiweißallergie verwechseln! Das ist etwas komplett anderes. Laktose befindet sich in allen möglichen Produkten unter x verschiedenen Begriffen. Milchpulver, Milch, Molke, Molkepulver und noch vieles mehr. Grob betrachtet kann man sagen: Je günstiger ein Lebensmittel ist, desto wahrscheinlicher wurde es mit (laktosehaltigem) Milchpulver  gestreckt. Kostet nicht viel und macht Gewicht.

Das körpereigene Enzym Laktase spaltet normalerweise die Laktose in Galaktose und Glukose auf. Diese beiden Zuckerarten kann dann der Darm wunderbar verarbeiten. Fehlt das Enzym Laktase jedoch, oder ist es nur in ungenügender Anzahl vorhanden, dann kommt der ungespaltene Milchzucker in den Darm. Dieser produziert dort Gase, was unter anderem zu Blähungen führen kann. Ausserdem reagiert er zu osmotisch aktiver Milchsäure, was zu einem Wassereinstrom in den Darm führt. Letzteres resultiert in Durchfall. Das Fehlen des Laktaseenzyms geht allerdings nicht immer mit diesen Symptomen einher.

Wie bekommt man eine Laktoseintoleranz?

Entweder man erwirbt diese im Laufe seines Lebens, oder sie ist angeboren und tritt etwa ab dem Beikostalter in Erscheinung. Laktoseintolerante Babys gibt es auch, aber das ist sehr selten.

Meine Laktoseintoleranz - Ich schreibe - #Mamablog #Blogprinzessin

Mein Laktoseintoleranz Symbolbild. Damit ihr keine Kloschüssel anschauen müsst.

Wie habe ich gemerkt dass ich eine solche Intoleranz habe? Im April/ Mai 2016 hatte ich das erste Mal Symptome. Klar gesagt: Von (so schien es mir) einer Minute auf die andere bekam ich schrecklichen Durchfall, mein Kreislauf brach zusammen und ich lag spuckend und .. ähäm.. auf dem Badezimmerboden. Wie ein Käfer. Das ganze zog sich über Stunden und ich konnte nicht einmal aufstehen, so heftig war der Zusammenbruch. Marc war bei der Arbeit und die Kinder hatten Oma Tag. Glücklicherweise. Denn so wusste ich: Ich muss nur bis 10:00 Uhr hier auf dem kalten Badezimmerboden aushalten und dann ist jemand da der mir helfen kann.
Ich vegetierte also etwa 2 Stunden so vor mich hin. Es war erniedrigend und sehr sehr widerlich. Ich möchte das hier nicht schönreden, denn vielleicht liest es mal jemand mit den gleichen Symptomen, und erkennt sich darin wieder, was nicht passiert wenn ich irgendetwas schönfärbe.

Gegen 10:00 Uhr kam dann meine Mama völlig nichtsahnend durch die Tür und machte das was Mamas machen: Sich um mich kümmern, die Kinder versorgen und den ganzen Dreck aufwischen. Ich konnte zu dem Zeitpunkt noch immer nicht aufstehen ohne dass mein Kreislauf wieder zusammenbrach. Meine Mama telefonierte irgendwann mit Marc, der ihr eine Telefonnummer von irgendwas gab (ich erinnere mich nicht mehr) und diese Nummer rief meine Mutter dann an. Notarzt oder so. Man sagte ihr dann, dass man mir eigentlich nicht helfen könne, dass aber grade ein Norovirus rumgeht. Ich sollte was trinken und sonst abwarten.
Meine Mom folgte also den Anweisungen und wollte dann mal im Bad durchwischen und lüften. Ob ich denn mal eben mich auf die Toilette setzen könne? Ich schleppte mich auf die Toilette, nur um nach 5 Sekunden zu bemerken: Mein Kreislauf findet das viel zu anstrengend. Entweder ich lege mich JETZT hin, oder mein Körper legt mich hin.

Nach etwa 3 Stunden war dann der ganze Spuk vorbei und ich war zwar schwach aber es ging mir wieder soweit gut dass ich Kontrolle über meinen Körper hatte.

Der zweite „Anfall“

Ein paar Wochen später hatte ich den Nächsten Anfall. Und es war schlimm. Diesmal war Marc zu Hause und konnte sich kümmern. Glücklicherweise kommt er aus der Pflege und konnte mit der Situation dementsprechend professionell umgehen. Während ich wimmernd auf dem Boden lag, weil es mir so schlecht ging, streichelte er meine Haare und tröstete mich. Nach ein paar Stunden war alles wieder gut.

Was man dabei nicht vergessen darf: ich war zu dem Zeitpunkt schwanger. Als ich meinem Frauenarzt von diesen „Anfällen“ berichtete, sagte er, das wäre zwar ungewöhnlich im zweiten Trimester aber könne schonmal vorkommen. Diese Schwangerschaft endete in der Fehlgeburt. Später sagte man mir dann, dass vielleicht mein Körper zu dem Zeitpunkt schon wusste dass etwas schief läuft und das Baby loswerden wollte. Diese Theorie erschien mir zunächst logisch. Aber sie klang wohl zu plausibel, um zu stimmen. Es kam zum nächsten Anfall. Da war ich offensichtlich schon eine Weile nicht mehr schwanger. Und an diesem Punkt reichte es mir. Ich ging zum Hausarzt. Da ich generell sehr selten zu einem Hausarzt gehe, bin ich einfach zu irgendeiner Ärztin in meiner Gemeinschaftspraxis gegangen.

Die Dame hörte mir zu, sagte dass ihr schon häufiger Patienten von diesen Symptomen berichtet hätten, dass sie aber auch nicht wüsste was es ist. Laktoseintoleranz schloss sie aus, weil meine Symptome nicht innerhalb von einer Stunde auftraten, sondern etwa 6h nachdem ich die laktosehaltige Mahlzeit gegessen hatte. „So spät kann das keine Laktoseintoleranz sein! Für die Symptome schreibe ich Ihnen mal ein Mittelchen auf. Und machen sie mal eine Darmspiegelung in Krankenhaus X.“ Das verordnete Mittelchen enthielt übrigens (Achtung… Pointe) Laktose!

Ich machte den Termin in einem spezial Krankenhaus in Hamburg und ging hin. „Ja, hmm, nee… Laktose kann das gar nicht sein, wenn Sie die Symptome erst so spät haben…“. Gratulation, an dem Punkt waren wir vorher auch schon mal. Auch die Darmspiegelung war unauffällig, was eine totale Erleichterung war (einerseits), denn man macht sich ja schon Gedanken. Und Dr. Google sagt sowieso irgendwann bei allem „Krebs“, wenn man nur lange genug Symptome eintippt. Aber ich wusste eben noch immer nicht was ich eigentlich hatte.

Dann kam der nächste Anfall. Und Marc und ich wurden zu Detektiven. Wir stellten fest: Immer wenn in irgendwas Laktose enthalten war, dann kam der „Anfall“. Manchmal sammelte mein Körper erstmal die Laktose und wenn der Zenit wieder überschritten war: ZACK. Küss die Kloschüssel.

Nahm ich dagegen Laktasetabletten zu meinem Essen: kein Anfall, und alles war prima.

Besonders eindrücklich für unsere „Detektivarbeit“ war der Tag, als ich Symptome entwickelte, obwohl ich mir absolut sicher war, dass ich keine „gefährlichen“ Produkte gegessen hatte. Wir gingen daraufhin sämtliche Zutaten der letzten gekochten Mahlzeit einzeln im Schrank durch, und siehe da, die Rezeptur unserer angestammten Gemüsebrühe war verändert worden. Auf dem gerade neu angebrochenen Glas war unter den Inhaltsstoffen neuerdings Milchzucker aufgeführt.

Da stand für mich fest, das konnte also eigentlich nur eine Laktoseintoleranz sein. Denn „Spuren von Milchprodukten“ vertrug ich, bei einer Milcheiweißallergie hätte ich nicht einmal diese vertragen.

Da ich die letzten 30 Jahre definitiv keine Laktoseintoleranz hatte, muss diese irgendwie erworben sein. Spekulativ irgendwas mit Fehlgeburt, Psyche, Ausschabung und verirrten Darmbakterien. Was genau die Ursache ist, ist im Nachhinein nicht mehr zu rekonstruieren, und im Prinzip auch egal, denn jetzt lebe ich eben damit.

Einen Laktoseintoleranztest beim Arzt habe ich nie gemacht, denn bei der Stärke meiner Symptome auf GERINGSTE Mengen Laktose könnte man mir noch in der Praxis einen Notarzt rufen. In der Lösung, die man dort trinken muss, sind 500ml reiner Milchzucker. Ich vertrage nicht mal 0,001g. Laut meinem Frauenarzt ist der Test aber auch nicht notwendig, solange es mir mit den Laktasetabletten gut geht.

Wenn ich also bei Treffen oder Events, oder wo auch immer, nachfrage ob etwas laktosefrei ist oder es bei Unklarheit einfach nicht esse: ich meine es nicht böse. Ich möchte nur nicht auf eurer Toilette zusammenbrechen. Es ist keine Kopfsache, es ist keine Modekrankheit, oder sonst irgendein ausgedachter Firlefanz um Aufmerksamkeit zu erhaschen oder euch zu nerven. Aus Erfahrung kann ich sagen, es ist scheiße immer Fragen zu müssen. Es ist scheiße alles entweder selber zubereiten zu müssen, oder überteuerte Produkte zu kaufen. Es ist verdammt blöd, dass man noch nichtmal überall einen Karamell Macciato trinken kann, weil die Kaffeehäuser einen anschauen als sei man vom Mond, wenn man nach „laktosefrei“ fragt. Das Sortiment des Supermarkts schrumpft übrigens gewaltig, wenn man mal darauf achtet. Aber vieles geht eben doch, man muss sich nur einlesen. Und IMMER IMMER IMMER die Inhaltsangaben gründlich lesen.

Wer auch Betroffen ist, dem empfehle ich diese Facebookgruppe: „Laktosefrei„.

Die Hausärztin habe ich übrigens nicht wieder aufgesucht.

 

Meine Laktasetabletten
LactoJoy Laktase-Tabletten 14.500 FCC Dosierung, 80 stück
  • Laktoseintolerant? LactoJoy macht Milchprodukte wieder bekömmlich. Laktase-Tabletten Vegane Hochdosierte Mini Tabletten bei Unverträglichkeit gegen Laktose / Milchzucker
  • Hochdosierter Wirkstoff - dank der hohen Dosierung muss der genaue Laktoseanteil nicht genau errechnet werden, um sorgenfrei das Essen zu genießen
  • Das Produkt besteht nur aus dem Enzym Laktase und pflanzlichen Zusätzen. Es wird auf unnötige Zusätze verzichtet
  • Schnelle Wirkung - LactoJoy kann unmittelbar vor der Mahlzeit eingenommen werden und hilft dem Körper direkt bei der Verdauung
  • Ob Geschäftsessen oder ein entspannter Milchkaffee mit Freunden: Die hochwertige kleine Verpackung passt zu jeder Situation

 

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Letzte Aktualisierung am 17.10.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

By |2017-12-11T22:57:31+00:0011. Dezember 2017|Categories: Ich schreibe|Tags: , |19 Comments
Blogprinzessin ist der Blog mit nordischem Schnack. Ich berichte hier, ohne mich selbst zu Ernst zu nehmen, über meinen Alltag als Mama von 4 Kindern zwischen 6 und 1 Jahr(en).Virtuell bin ich zu finden auf Twitter, Instagram, Facebook und auf Pinterest. Erfahre mehr über mich

19 Comments

  1. Christine am 11. Dezember 2017 um 21:23 Uhr - Antworten

    Ich sag DANKE.
    Bei meinem Mann wurde letzte Woche auch eine Laktoseintoleranz diagnostiziert. Ich leite deinen Artikel mal direkt an ihn weiter.
    Alles Liebe für Dich

    Herzliche Grüße
    Christine 🤗

    • Katarina am 11. Dezember 2017 um 21:28 Uhr - Antworten

      Gerne liebe Christine!
      Und die FB Gruppe ist wirklich gold wert!

      Liebe Grüße an deinen Mann.

  2. Carolin am 11. Dezember 2017 um 21:39 Uhr - Antworten

    Hallo Katarina. Mir ging es vor ein paar Jahren sehr ähnlich. Ich glaube es war vor ca. drei oder vier Jahren. Auch bei mir folgte die Auseinandersetzung mit dem Badezimmer erst Stunden später. Mein Glück war das eine Freundin von mir das gleiche Problem hat und schon genau wusste das sie Laktoseintolerant ist und sie mir dann den Tip gab mal für eine Woche auf Milchprodukte zu verzichten und nach dieser Woche dann einfach mal ein Glas Milch trinken und gucken was passiert. Was soll ich sagen, Bingo. Der Gewinner hat 100 richtige Punkte.
    Zum Glück ist es bei mir nicht so schlimm wie bei dir. Aber reine normale Milch, Joghurt, Sahne oder ähnliches enden immer mit einem Zwiegespräch mit meinem Badezimmer.
    Bin also voll bei dir und kann dich sehr gut verstehen. Finde den Blogeintrag super! Beide Daumen hoch.
    Liebe Grüße

  3. Domi und Katja am 11. Dezember 2017 um 21:54 Uhr - Antworten

    😔Es tut mir echt Leid das zu lesen. Vorallem deine schlimmen Symptome. . Zum Glück habt ihr trotz der „tollen“ Ärzte heraus bekommen, woran es lag bzw. liegt. Glg Domi und Katja

    Ps: Ich finde es sehr mutig und toll, dass du deine Geschichte mit Allen teilst und damit vielleicht noch Menschen hilfst.💐💐

  4. Naddel am 11. Dezember 2017 um 22:12 Uhr - Antworten

    Tut mir leid das du erst so leiden musstest. Ich bin zum Glück nicht betroffen,aber find es trotzdem interessant zu lesen
    Ich hab „intolerante“ Freunde und ich back sehr gern,da muss man echt aufpassen
    Dir alles Gute
    Gibts eine Chance das das genauso wieder verschwindet wie es kam?

  5. Christin Wulf am 11. Dezember 2017 um 22:21 Uhr - Antworten

    Hallo,
    Ich finde die Reaktionen Deines Körpers echt heftig. Ich gehöre zu den Menschen die „nur“ pupsen und Durchfall bekommen und das ist in Gesellschaft schon sehr unangenehm. Besonders wenn in irgendwas eigentlich milchfreiem doch Laktose ( in meinem Fall auch Apfelsaft und Soja) drinnen ist. „Allergiefreien Menschen“ ist manchmal nicht klar, was das für Folgen (auch für Deine Umwelt) hat.
    Ich wünsche Dir weiterhin guten detektivischen Spührsinn.
    Liebe Grüße Christin

    PS Ich kauf meine Tabletten meist bei dm oder Rossmann, da gibt es auch sehr hoch dosierte.

  6. Eva Weißgerber am 11. Dezember 2017 um 23:28 Uhr - Antworten

    Ohja, das mit der Laktose kenne ich von meinem Mann. Kurz nachdem wir uns kennenlernten hatte er auch so „Anfälle“. Extreme Magenkrämpfe und oft Durchfall. Erst dachten wir es wäre Stress. Dann sagte meine Mutter Laktoseintolerant. Aber damals vertrug er noch Milchprodukte. Nur Sahne war als heikel. 2009 musste er wegen einer Sepsis ins KH. Dort haben sie dann wohl festgestellt das er unteranderem Laktoseintolerant ist. Das stand in einem Brief an den Hausarzt. Der lag bei uns zuhause rum und ich entdeckte es 1-2 Jahre später. 🙈 (da sieht man mal wie oft manche zum Arzt gehen) Seit dem tausche ich alles aus. Mein Mann hatte zwischendrin eine etwas entspanntere Phase, da gingen auch mal Kleinigkeiten mit normaler Milch. Die ist aber wieder um und er muss sehr darauf achten was er isst.

    Liebe Grüße Eva

  7. Janine am 12. Dezember 2017 um 12:03 Uhr - Antworten

    Ich gehöre auch zur Fraktion, die minimale Mengen Laktose noch verträgt (Butter auf dem Brot z.B.). Ansonsten sind Laktase-Tabletten zu meinem ständigen Begleiter geworden. Daher frage ich nicht mehr nach laktosefreien Produkten, sondern nehme vorsorglich Laktase ein.

    • Katarina am 12. Dezember 2017 um 15:51 Uhr - Antworten

      Oh ja die habe ich inzwischen auch immer dabei! Aber, ich weiß gar nicht. Kann sich der Körper auch daran gewöhnen und dann funktionieren die nicht mehr? Nee, oder? Das Enzym wäre ja „natürlich“ auch konstant vorhanden.

  8. Kathrin am 12. Dezember 2017 um 15:34 Uhr - Antworten

    Ich hatte auch eine ganz lange Phase mit dollen Beschwerden. Aber bei mir vor allem Blähbuch und wahnsinnige Bauchschmerzen. Ich habe dann Laktose so gut es ging gemieden. Dann wurde es wieder besser und Joghurt und die meisten Käsesorten gingen. Nach zwei Schwangerschaften ist es jetzt so gut, dass ich ca. 2 Latte Macchiato am Tag vertrage. Oder ein Eis. Am gemeinsten finde ich auch die versteckte Laktose- Gemüsebrühe hat mich schon oft geärgert!

  9. Sandra am 13. Dezember 2017 um 11:09 Uhr - Antworten

    Oh man, du Arme! Ich leide an Histamin – und Fructoseintoleranz, seit ein paar Wochen muss ich wegen meiner Kleinen (5 Wochen alt und ich stille) auch auf Laktose verzichten. Bislang habe ich immer gesagt, die Fructoseintoleranz macht mir nichts so aus, aber die andere würde ich liebend gern gegen Laktoseintoleranz tauschen, weil es das so viele Produkte gibt, so dass man sie einfach ersetzen kann und obendrein die Tabletten ja bei den meisten so wirken, dass sie dann sogar trotzdem Laktose vertragen. (Im Gegensatz zur Histaminintoleranz, die das Ernähren durchaus verkompliziert und die ich eben furchtbar gern gegen etwas anderes eintauschen würde!) Jemanden, der so schlimm reagiert wie du, hatte ich bislang aber noch nicht kennen gelernt. Du hast mein volles Mitgefühl! Gut, dass du so schnell herausgefunden hast, was die Ursache ist und mit deiner Familie so tolle Helfer hast! Ich wünsche dir und deiner Familie weiterhin eine schöne, anfallsfreie Vorweihnachtszeit!

    • Katarina am 13. Dezember 2017 um 14:54 Uhr - Antworten

      Moin Sandra,
      Ja es gibt so viel schlimmere Sachen als eine Laktoseintoleranz, da hast du recht. Und wenn man da nicht überrascht wird, dann helfen die Tabletten auch gut. Ich hatte kurz den Verdacht das es vielleicht Gluten sein könnte, und sowas (und auch Histamin) ist ja wohl total blöder Mist!!!
      Ich wünsche euch auch Frohe Weihnachten 🎄

  10. Chris am 13. Dezember 2017 um 13:03 Uhr - Antworten

    Tut mir leid, dass du so starke Symptome hast. Aber was ich nicht verstehe, warum kamen die Anfälle so relativ selten? Wie du schon sagst, Laktose ist ja nahezu überall drin. Hast du nie Butter, Joghurt, Käse, Schokolade, Milch im Kaffee. ..etc zu Dir genommen in der Zeit?

    • Katarina am 13. Dezember 2017 um 14:51 Uhr - Antworten

      Hallo Chris,
      Doch aber offenbar habe ich eine Zeitlang noch geringe Mengen vertragen.

  11. Biene am 18. Dezember 2017 um 14:54 Uhr - Antworten

    Hallo Katarina!
    Ich habe dir ja schone inmla geschrieben, dass ich ebenfalls betroffen bin. Zum Glück nciht so stark wie du, aber immerhin muss auch ich mich ständig erkundigen: Ist da Milch drin?
    Das ist echt ätzend. Da ist man bei Freunden eingeladne und muss ständig fragen und kommt sich immer wie eine Extrawurst vor.
    Um auch auf Chris zu antworten. Bei mir war vermutlich der Auslöser ebenfalls meine Schwangerschaft. Hier werden sich meine Hormone so umgestellt haben, dass sich die Intoleranz entwickelt hat. Anfangs habe ich es nur hin und wieder gemerkt, wenn ich meienn geliebten Kakao getrunken habe (übrigens ebenfalls mit Molkenerzeugnis). Nach einer Weile ging es mir so im Bauch rum, dass ich auf der Toilette saß und es anschließend wieder gut war.
    Dann war ich gefühlt jedesmal mit krank, wenn die kleine wieder irgendeinen Virus aus der Kita mitgebracht hat. Und irgendwann bin ich zum Arzt, weil mir der Oberbauch so dolle weh tat und ich wieder einen Virus vermutet hatte und die Ärztin mich dann aber fragte, ob es nicht auch eine Unverträglichkeit sein kann. Tja und dann viel mir auf, dass ich eben Probleme mit der Milch hatte. Ich habe allerdings die Test beim Facharzt gemacht und anderes auszuschließen und zum Glück ist es wirklich nur die Milch.. Aber auch da sollte ich ja anfangs komplett auf Milch verzichten und durfte auch keine Laktase nehmen. 4 Wochen lang!
    Das war heftig. Wo überall gerade Molkenerzeugnis oder Vollmilchpulver drin steckt!
    Jeder der nicht betroffen ist, kann sich ja mal den Spaß machen und gucken, was er so zuhause stehen hat und auf was er dann verzichten müsste.
    Ich habe mir dann allerdings auch billige Tabletten bei uns aus dem Lebensmittelkaufhaus geholt und fahre recht gut damit. Wobei das eben auch kein Allheilmittel ist, da sie doch recht unsicher zu dosieren sind.
    Mein Mann meint ja auch immer, nimmste sicherheitshalber eine Tablette und dann geht das schon… tja nur habe ich gemerkt, wenn ich zu viele nehme, wirkt es wieder genau ins Gegenteil und kann erstmal ne ganze Weile gar nicht aufs Klo.
    Oder mein Arbeitskollege der meinte: Dann nimmst halt früh ne Cetirizin und dann kannst übern Tag alles essen.
    Ne sorry so läuft das aber nicht. Ich habe eine Unverträglichkeit keine Allergie!
    Manche haben da halt eben auch wenig Verständnis für. Weil sie eben nicht betroffen sind. Was man halt leider ihnen auch nicht übel nehmen kann. Doof ist es trotzdem.
    Und zu Naddel möchte ich noch sagen:
    Meine Ernährungsberaterin meinte zu mir, wenn ich Glück habe ist es bei der nächsten Schwangerschat wieder weg oder innerhalb dieser 7 Jahre, wo sich der Körper immer wieder verändert und wenn ich Pech habe, bleibts für immer!

    Also Kopf hoch Katarina, wir schaffen das 😉

  12. Denise BloggerMum am 14. Januar 2018 um 10:34 Uhr - Antworten

    Hi, Du Arme! Ich vertrage Laktose auch nicht, aber absolut nicht annähernd in dem Ausmaß! Bei mir habe ich aber den starken Verdacht, dass es eine Folge des Metformins ist, das begann während der Einnahme und ging nicht mehr weg. Aber ganz so heftig war es nie, ich habe nur virusartige Symptome nach Quark gehabt, da war ich dann die Nacht im Bad. Laktasetabletten wirken bei mir aber nur für eine gewisse Zeit, ich hab mal im Urlaub normal gegessen plus Laktase und nach 6 Tagen ging dann leider so nichts mehr und ich Abend und Nacht im Bad verbracht. Daher ist hier Zuhause alles laktosefrei. Allerdings vertrage ich Milch in kleinen Mengen in fertigen Sachen, also ich kann normalen Kuchen essen oder wenn in Keksen etc. Milch ist. Quark oder Sahnetorte meide ich natürlich komplett, das geht nicht. Pizza kommt auf die Pizza an. Neulich hab ich noch mal die Petit Fours meiner Lieblingskonditorei versucht, war eine blöde Idee, nach einer Stunde rumorte es heftig und ich war öfter im Bad. Unterwegs esse ich meistens vegan, weil sowas unterwegs natürlich gar nicht geht. Daher bin ich sehr froh über den Trend zu „vegan“. Der Biobäcker hat vegane Spinattasche und vegane Pizzaschnecke, ich nehme mir teilweise laktosefreie Kondensmilch mit oder bestelle mit Sojamilch. Absolut nicht geht sowas wie Sahnesauce und leider auch kein Käsekuchen oder sowas auswärts. Unser Kühlschrank ist voll mit laktosefreien Sachen.
    Diagnostiziert bin ich auch nicht offiziell, ich habs mit weglassen probiert, weil ich da massive Darmprobleme hatte und auf Laktose oder Gluten getippt hab. Da sich Laktose leichter testen lässt, hab ich das zuerst probiert und nach etwa einer Woche war auch dieses „entzündete“ Gefühl im Bauch weg, Symptome hatte ich direkt keine mehr.
    Liebe Grüße!

    • Katarina am 27. Januar 2018 um 18:13 Uhr - Antworten

      Liebe Denise,

      den veganen Trend finde ich auch ganz wunderbar, so kann ich wenigstens ab und zu wenn ich zum Bäcker komme der vegane Sachen hat ein veganes Franzbrötchen mit Schoko essen.

      Ich habe inzwischen das Gefühl das mein Körper auch mehr Laktase braucht als in vielen Laktosefreien Produkten schon zugesetzt ist. Also wenn ich z.B 5 Tage hintereinandere Müsli mit L-freier Milch esse, dann sammelt sich das dann schon an. Vielleicht besonders, wenn das Müsli nicht vegan ist. Aber im großen und ganzen ist das ein blödsinn den niemand braucht.

      Gluten hatte ich auch kurz im Verdacht, aber da ich jede Art von Nudeln und die meisten Mehlsorten vertrage, wars das dann nicht.

      Liebe Grüße und alles gute!

  13. Ela am 18. März 2018 um 10:44 Uhr - Antworten

    Am Anfang war ich auch geschockt aber mit der Zeit lernt man damit umzugehen und es ist gar nicht so schlimm.
    Dazu kommt ja noch, dass man heute gute Produkte bekommt.

  14. […] Mittagessen dort war auch erschwinglich und es gab, das muss ich lobend erwähnen, laktosefreie Pommes und Mitarbeiter die Ahnung von ihren Lebensmitteln […]

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