Familienleben an Porg

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Die letzten Tage steckten voller Überraschungen. Alles fing damit an, dass ich eigentlich nur mal eben im Spielzimmer etwas Ordnung machen, stellte dann aber fest: Supisuper die Kinder haben meine 17 Jahre alte Pippi Langstrumpf Kassette kaputt gemacht. Sie ruppten einfach das Tonband aus der Kassette.
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rgendwann danach müssen sie bemerkt haben, dass die Idee jetzt nicht ganz so super war und versucht haben das gesamte Band wieder in die Kassette zu bekommen. Wenn man so ein Gerät aber nur aus der Zeit vor den Dinosauriern kennt, dann weiss man natürlich nicht, dass man das recht easy mit einem Stift macht. Offenbar standen sie nun vor zwei Möglichkeiten. Entweder sie würden zu einem Erwachsenen kommen, ihre nicht ganz so geniale Idee beichten und um Hilfe fragen müssen, oder…. Ja, wofür gibt es denn Tesafilm? Genau so müssen sie es sich überlegt haben, denn beim Aufräumen fand ich ein nicht kleines, sondern mittelgroßes Knäul aus Kassettenkorpus, Tonband und Tesafilm. Schön Hinter die Heizung gestopft, damit Mama nicht (so schnell) merkt das der Plan nicht aufgegangen ist.

Aber ich wäre nicht ich wenn ich nicht ZEN-Artig, völlig ausgeglichen und ruhig, in angemessenem Tonfall die Situation geklärt hätte.

17 Jahre alte Kassetten mit Kindheitserinnerungen, wie haben sie die überhaupt gefunden? Egal. Und nein. Auch ich bin dann nicht mehr der alte ZEN-Jedi Meister der auf einem Berg sitzt und ausgeglichen auf die zwei Sonnen schaut. Jedi-Mama spürt dann Gefühle und Leidenschaft seeehr deutlich.

Ich flippte ein bisschen aus, aber dann gings wieder. Inzwischen haben die Mädels sich entschuldigt und die Kassetten sind jetzt an einem Punkt wo sie nicht mehr drankommen. Ja, das wäre vermeidbar gewesen, wenn sie schon immer an dieser Stelle liegen würden. Auch mein Fehler.

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Sie können auch sehr niedlich sein. Zum Beispiel wenn sie mit dem neuen Kuscheltier spielen.

 

Einen Tag später

Am nächsten Tag wollte ich die Gesellschaftsspiele und Puzzles verräumen. Vorher hatte ich sie in Stapel eingeteilt: Spiele aus denen die Mädels rausgewachsen sind, Spiele die kaputt sind, Spiele welche sie ohne Hilfe von Erwachsenen spielen können und Spiele die noch zu komplex sind. Alle fein säuberlich auf dem Sofa sortiert (ein Hoch auf unser großes Sofa) und dann vorerst in Plastiksäcken verstaut für den Keller.

Der Mann trug die Säcke in den Keller und alles war super. Bis dann, ein paar Stunden später,
Motti beschloss gerne ICE COOL mit zu Oma nehmen zu wollen. Gut kein Problem, ich ging also in den Keller holte ICE COOL aus der passenden Tüte und Motti konnte zum Oma-Tag. Ich schaute aus dem Fenster. Regen, Regen nichts als Regen.
Es regnete und regnete. Missmutig drehte ich mich um und schaute für den Rest des Tages nicht mehr aus dem Fenster.

Der kurze Schockmoment

Motti kam Abends sehr glücklich von Oma nach Hause und mit ihr das Gesellschaftsspiel. Da wir grade mitten in den Abendbrotvorbereitungen waren, legte ich es beiseite und wollte es später zurück in den Keller bringen. Wie das mit Kindern so ist, wurde aus später der nächste Tag.

Am nächsten Morgen, klemmte ich mir nach dem Frühstück das Spiel unter den Arm und ging in den Keller. Kam allerdings nur bis zur untersten Treppenstufe, denn der Keller stand etwa 10 cm unter Wasser. Glücklicherweise kam das jetzt zwar Situativ überraschend, aber generell waren wir nicht komplett unvorbereitet. Daher stampfte der Mann auch nur kurz fluchend in den Keller und schaute sich um, was wie schlimm betroffen war. 99% unserer Sachen stehen auf Paletten, daher fischten wir nur schnell einen Hochstuhl, eine Einkaufskiste und einen Karton aus dem Wasser.

Dann holten wir die Wasserpumpe bei unserem Vermieter ab und die läuft jetzt auch noch immer mal. Regnet ja weiter draußen, die Felder hier in der Umgebung sind auch alle überschwemmt und laut unserem Nachbarn sogar welche, die das normalerweise nicht sind. Mal sehen wann wir die Pumpe nicht mehr brauchen.

Und sonst so?

Vorgestern zeigte mir Marc noch ein Bild auf Twitter, auf dem ein Kind die Wand mit einem blauen Filzstifthaus verziert hatte. Statt sich zu ärgern (zumindest vermute ich das) haben die Eltern einen Bilderrahmen um das gemalte Haus gehängt.Inklusive weißem Museums-Schild:

„Künstler in seiner blauen Phase – ein unerwartetes Geschenk an seine Eltern“.

Gestern brachte ich die Mädels ins Bett, legte den Dino wie immer dazu auf unserem Ehebett ab und schaute die Wand an. Normalerweise ist die von einem klaren, schönen, puren weiß. Heute aber schaute mir das Kunstwerk einer unbekannten, aufstrebenden Künstlerin entgegen.

„Kugelschreiber auf Raufasertapete“ vermutlich datiert auf den 4. oder 5.1.2018. Ich schickte also dem Mann eine WhatsApp. „Ich hoffe du hast schon ein Museumsschild griffbereit.

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Immerhin sorgte das unerwartete Bild dafür, dass ich in den Keller musste um Wandfarbe zu holen. Dort konnte ich dann ob des Regens gleich die Pumpe ein zweites Mal anstellen. Eigentlich ein Glücksfall, denn ohne das Bild hätte ich das neue Wasser im Keller erst heute bemerkt.

Danke liebe Kinder! Aber heute bitte nichts anstellen, ja?

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By |2018-01-06T17:48:55+00:006. Januar 2018|Categories: Familienleben|Tags: , |1 Kommentar

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013), dem Dino (*2017) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Instagram, Facebook und auf Pinterest.

1 Kommentare

  1. Melanie am 6. Januar 2018 um 21:02 Uhr - Antworten

    Immer sehr schön von euch und eurem Alltag zu lesen! Nur bitte, ändere etwas an der Schrift. Die Überschriften sind gut zu lesen, der eigentliche Text jedoch leider nicht wirklich. Habe beim Lesen tatsächlich alles blau hinterlegt, damit ich überhaupt was lesen konnte. :'( Liebe Grüße und ein schönes Restwochenende wünsche ich euch.

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