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Wohin mit den Kindern in den Ferien?

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Wenn ich an meine eigenen Sommerferien denke, dann denke ich an Tage in sonnengefluteten Gärten. An Waldhütten bauen und so lange draußen bleiben bis die Laternen angehen. An Tage auf der Picknickdecke mit Asterix und Obelix. An Tage, die wir drinnen verbrachten, weil wir Super Mario spielen wollten und die Sonne auf das grüne Display blendete. Ferien, was für eine super Zeit!
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eine Mutter dagegen sagt, dass schon damals in den 90er Jahren die Ferienzeit eher schwierig war. Wohin mit dem Kind, wenn man selber gerade keinen Urlaub hat? Im Kleinkindalter gab’s zum Glück in unserer Siedlung sowas wie einen Clan. Ein Rudel. Ein ganzes Dorf eben. „Wenn du arbeiten musst nehme ich die Kids die ersten zwei Wochen und dann wechseln wir uns ab.“

Später dann gab es etwas das sich „Ferienpass“-Aktion nannte. Da konnte man als Kind/Jugendlicher für recht schmales Geld unterwegs sein und die Welt sehen. Ich erinnere mich an Ausflüge in den Hansapark oder sogar bis nach London für eine Woche. Irgendwann bin ich dann bei den Pfadfindern gelandet und war dann einfach mal weg.

Klar, Sommerfahrt oder auch im Herbst 14 Tage mit dem Zelt in den Wald. Nach ein paar Wochen Wald wusste man ein sauberes Badezimmer auch irgendwann echt wieder zu schätzen und stand staunend in der Nasszelle.

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Bildrechte: WWF

Noch heute zehre ich von der Zeit und denke dass es für Kinder wirklich ein tolles Erlebnis ist mal ohne die Eltern in einer Camp-Situation in der Natur zurecht kommen zu müssen. Man lernt viel, hat irre Spaß, und das mitten in der Natur. Das in einer Zeit, in der Kinder eher mehr Zeit in geschlossenen Räumen verbringen als draußen. Beim googeln was es eigentlich so gibt und wo man die Kids später so hinschicken kann, bin ich auf die Kinder- und Jugendcamps des WWF Deutschland gestoßen.

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Die Kinder- und Jugendcamps des WWF Deutschland werden für unterschiedliche Altersgruppen zu den Pfingst-, Sommer- und Herbstferien in ganz Deutschland und darüber hinaus angeboten.

Was passiert in den WWF-Camps?

Bei den Natur- und Erlebnis-Camps des WWF Deutschland stehen Naturthemen im Vordergrund. Die betreuten Kinder erhalten anregende und eindrucksvolle Einblicke in die besonderen Ökosysteme von Naturparks, Biosphärenreservaten und WWF-Projektgebieten. Die Natur wird unmittelbar erleb- und begreifbar, weil das Camp-Leben mit und in ihr stattfindet. Dass man mit ihr verantwortungsbewusst umgehen und sie schützen muss – dafür soll das Camp sensibilisieren.

Bei allem Lernen und Begreifen kommen Spiel, Spaß und Sport nie zu kurz. Überdies regen naturnahe Aktionen die Kinder und Jugendlichen an, ihr kreatives Potenzial zu entfalten.

Wie alt muss mein Kind für so ein Camp sein?

Die Camps starten ab einem Alter von 7 Jahren und die ältesten Camper können 21 Jahre alt sein. Aufgrund der Altersspanne, dem physischen und psychischen Können, gibt es Camps für verschiedene Altersgruppen.

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WWF Young Panda Camps von 7 bis 13 Jahren

Insgesamt finden über das Jahr verteilt 38 WWF Young Panda Camps statt.

Im Frühjahr finden von März bis Mai 2018 Camps wie „Werkeln auf dem Bauernhof“ im Naturpark Meißner-Kaufunger Wald bei Göttingen, „Überlebenskünstler in der Wildnis“ auch im Kaufunger Wald, „Wildkatze wir kommen!“ in der Eifel, „Schatzsuche in wilden Schluchten“ im Südschwarzwald sowie „Von A wie Ameise bis Z wie Zebra“ in Netteltal-Hinsbeck statt.

Die Themen sind dabei so vielseitig wie die Regionen, in denen die Camps stattfinden. Alleine im Sommer, zwischen Juni und August, finden 28 Young Panda Camps statt.

  • Fünf der 38 Camps starten aufgrund der Inhalte erst ab einem Alter von 9 bzw. 10 Jahren.

Das detaillierte Programm findet ihr hier: Young Panda – WWF Camps

WWF Jugend Camps ab 13 bis 21 Jahren

In 2018 finden 12 WWF Jugend Camps für Jugendliche zwischen 13 und 21 Jahren in Dänemark, Deutschland, Frankreich, Norwegen, Rumänien, Schottland, Schweden, Slowenien, Slowakei und Spanien statt.

In Westschweden entdecken Jugendliche 15 Tage lang „Berge, Elche und Lagerfeuer“ umgeben von riesigen ausgedehnten Wäldern im Juli. Wasser und Wald, soweit das Auge reicht. Sie suchen sich einen Teil ihres Essens selbst – beispielsweise Blaubeeren und Pilze, die im Spätsommer reichlich wachsen. Sie üben steuern, aber auch kentern und retten, danach gehen sie mit ihren erfahrenen Betreuern durch unberührte Natur auf Kanu-Tour. Live erhalten sie dabei spannende Einblicke in das Thema Gewässerökologie.

Im atemberaubenden schottischen Hochland zwischen mystischen Mooren, steinzeitliche Kultstätten und geheimnisvollen Seen sind Jugendliche 14 Tage lang zu Fuß mit dem Rucksack in den spektakulären schottischen Highlands unterwegs.

Jamie und Claire Fans (Die Highland Saga von Diana Gabaldon spielt in Schottland) da draußen? Also ICH habe quasi meinen Rucksack schon auf dem Rücken!

Die Kinder und Jugendlichen lernen ihren Sinnen zu vertrauen und die erfahrenen Betreuer bringen ihnen Survival-Techniken bei, wie z.B. Wasser oder einen guten Ort für das nächste Lager zu finden, das Wetter abzuschätzen und sich im Gelände zu orientieren.

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Aber auch wer lieber zu Wasser unterwegs ist, kommt nicht zu kurz: denn für diejenigen heißt es „gemeinsam Segel setzen“ und mit der „Lovis“, einem 30 Meter langen Segelschiff mit zwei Masten, Klüverbaum und spannendem Vorleben durch dänisches Gewässer segeln. Dabei stehen ihnen die Crew und die Betreuer zur Seite. Den Teilnehmern werden Begriffe wie Schot, Backstag, Klaufall und Dirk bald geläufig, ebenso alle wichtigen Tätigkeiten und Griffe an Bord. Sie sind Teil der „Mannschaft“ setzen mit die Segel, fahren Manöver, berechnen Seemeilen, knüpfen Knoten und lernen Wind und Wetter zu lesen.

Das detaillierte Programm findet ihr hier: WWF Jugend Camps

Wie wird mein Kind betreut? Was sind das für Leute?

Die Leiterinnen und Leiter der WWF Camps verfügen sowohl über Erfahrungen in der Betreuung von Kinder- und Jugendgruppen an sich als auch spezifisch in der Leitung und Organisation von Natur-Camps. Die Betreuungs-Teams haben detailliertes Wissen und langjährige Erfahrung in den Bereichen Pädagogik, Biologie und Naturschutz.

 

Eine Betreuerin/ein Betreuer ist für maximal acht Kinder zuständig.

 

Die Gruppengröße variiert je nach Camp und bewegt sich zwischen 20 und 32 Kindern. Um optimal auf die Aufgaben und Anforderungen im Camp vorbereitet zu sein, nehmen die Camp-Leiterinnen/-Leiter und Camp-Betreuerinnen/-Betreuer an einer jährlichen Fortbildungsveranstaltung des WWF teil.

  • Sie wissen über die Aufsichtspflicht sowie über die Richtlinien des Kinder- und Jugendschutzes Bescheid und frischen einmal im Jahr ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse auf.
  • Von allen Camp-Leiterinnen/-Leitern und Camp-Betreuerinnen/-Betreuern liegt dem WWF – jährlich aktualisiert – ein einwandfreies, erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vor.

 

Eine Übersicht über die Betreuer findet ihr hier: WWF Camp Betreuer

Ganz ehrlich? Ich glaube nicht, dass meine Eltern bei meinen Ferienaktivitäten damals je so viel über die Betreuer gewusst haben, wie man hier über die WWF Camp Betreuer erfährt. Und aus meiner heutigen Sicht finde ich es super das sofort nachlesen zu können.

Und was kostet der Ferienspass?

Nunja, ganz umsonst ist das natürlich alles nicht. Aber dafür bekommen die Kids auch einiges geboten. Hier lest ihr beispielsweise den „Leistungsumfang“ des Young Panda Camps „Überlebenskünstler in der Wildnis„:

  • 5 Reisetage/4 Übernachtungen im Waldpädagogikzentrum Göttingen – Haus Steinberg
    Vollpension, teilweise Selbstversorgung, gemeinsames Kochen in der Selbstversorgerküche des Hauses (dafür werden alle Lebensmittel gestellt), zusätzlich Obst und Getränke
    fürsorgliche Rundumbetreuung durch qualifizierte Camp-Leitung und Betreuende
    maximal 8 Kinder/Jugendliche pro Betreuende/n
  • Umwelt- und erlebnispädagogische Wanderung durch den Kaufunger Wald
  • kleiner Waldeinsatz mit geschulten Waldarbeiterinnen und Waldarbeitern des Forstamtes Niedersächsische Landesforsten
  • Bogenschießen
  • Werken und basteln in der Holzwerkstatt
  • Workshops: Survivaltechniken, Glutbrennen, Tierspuren lesen, Pflanzenkunde, schnitzen, Feuermachtechniken, kochen und grillen auf offenem Feuer
  • (Outdoor-/Kooperations-)Gruppenspiele, Geländespiele, basteln
  • Freizeit und Erholung, toben und Spaß haben
  • Abendprogramm: Nachtwanderung, Lagerfeuer mit Stockbrot, Spiele
  • Eintrittsgelder und Leihgebühren
  • Insolvenzversicherung/Reise-Sicherungsschein

Den genauen Preis findet Ihr hier. ICH finde das ist nicht teurer als andere Kinderferienprogramme, speziell vor dem Hintergrund die Kindern gut betreut zu wissen.

 

Fazit

Ich habe die WWF Jugend Camps direkt der Mama unseres Patenkindes empfohlen, Lilly ist nämlich schon im passenden Alter und ihre Mama will sich die Camps gleich mal anschauen. Sobald Motti im passenden Alter ist, werde ich sie auch fragen ob sie nicht Lust hat. Vielleicht ja dann mit ihrer Patencousine zusammen?

Waren eure Kids schonmal im Feriencamp? Oder Ihr selber vielleicht einmal? Welches WWF Camp würdet ihr gerne besuchen? Ich freue mich auf eure Kommentare!

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By | 2018-02-02T16:28:09+00:00 2. Februar 2018|Categories: Werbung|Tags: |10 Comments

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013), dem Dino (*2017) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Instagram, Facebook und auf Pinterest.

10 Kommentare

  1. Anna am 2. Februar 2018 um 17:01 Uhr - Antworten

    Die Camps klingen klasse, vor allem das in der Schlucht interessiert mich. Danke für den Tipp, das ist bestimmt was für unseren Sohn.

    • Katarina am 2. Februar 2018 um 17:02 Uhr - Antworten

      Hallo Anna,
      freut mich sehr das dir mein Tipp gefällt, und sag mal Bescheid wies war wenn dein Sohn im Camp war.

      Liebe Grüße,
      Katarina

  2. Cynthia Welters am 2. Februar 2018 um 19:08 Uhr - Antworten

    Wir durften früher nicht an solchen Ausflügen teilnehmen. Es gab immer Familienurlaub. Bei meinem Mann ist es umgekehrt, als Kinder haben sie immer in Frankreich so einen Gruppenurlaub für Kinder/Jugendliche gemacht. Das es so eine Möglichkeit gibt, finde ich super, aber mit sieben wäre es mir noch früh. Ich möchte das meine Kinder ab einem gewissen Alter selbst entscheiden wie sie ihren Urlaub verbringen und das werde ich mir auf jeden Fall merken – es hört sich toll an.

  3. Kathrin am 2. Februar 2018 um 21:12 Uhr - Antworten

    Hallo Katharina 🙂

    Danke für den tollen Beitrag 👍 das hört sich alles echt total spannend an. Unser großer Sohn wird jetzt erst fünf, aber man kann sich ja schon mal Anregungen holen 😁. Ich war damals (Gott, fühle ich mich jetzt alt 🙈🤣) auf Ameland in einem Feriencamp. Organisiert von der Kirche. Ich fand’s super 😊

    LG Kathrin

  4. Sarah am 3. Februar 2018 um 20:32 Uhr - Antworten

    Hallo Kata,

    das finde ich super und würde am liebsten gerade selbst anmelden 😜

    Ich muss auch echt sagen, dass ich das Angebot viel interessanter finde als das von anderen Jugendreise- Veranstaltern, bei denen es eigentlich nur darum geht die Jugendlichen an der Costa Brava das Partyleben näher zu bringen. Gut, das hätte ich damals wohl auch geil gefunden, aber ich glaube von einem Sommercamp in Schweden werden die Kids sicher mehr mitnehmen.

    Ich behalte es im Kopf, die Kids müssen hier ja noch einige Jahre warten.

    Liebe Grüße

    Sarah

    • Katarina am 3. Februar 2018 um 22:23 Uhr - Antworten

      Ich bin sofort mit dabei. Nur leider ein paar Jährchen zu alt. 😉

  5. rage am 7. Februar 2018 um 12:38 Uhr - Antworten

    meine tochter war letztes jahr am bodensee in einem wwf-camp (schweiz) und es hat ihr extrem gut gefallen. würde sie dieses jahr nicht in andere camps gehen – sie liebt camps – wäre sie sicher wieder dabei.

    aber: ich finde den wwf mittlerweile ziemlich doof. was man immer sagt über hilfsorganisationen, die ihr geld in die verwaltung und ins marketing investieren anstatt in den tierschutz, das scheint sich beim wwf als klischee zu bewahrheiten. meine tochter bekam post, das kann man sich gar nicht ausdenken. und da hab ich dann schon meine liebe mühe. ausserdem musste ich für das umbuchen auf ein anderes camp 50 franken bezahlen, das ist einfach, wie soll ich es sagen? eine frechheit, wenn man bedenkt, wie teuer die camps zumindest in der schweiz sind. meine empfehlung ist darum ein ja, aber.

  6. rage am 7. Februar 2018 um 12:42 Uhr - Antworten

    und doch, es ist teuer, in der schweiz zumindest. meine tochter geht beispielsweise im frühjahr jeweils mit der kirche ins camp, das kostet im vergleich – 500 franken – nur 200. und die pfadilager sind auch massiv billiger. allerdings, ich will es nicht vergessen zu erwähnen, geht sie auch in ein reitlager und das kostet 800 franken, die sie aber selbst bezahlen muss, da ist bei uns dann nämlich ende der fahnenstange. (selbst bezahlen: as much sackgeld as possible, geld zum geburtstag von allen, etc.)

  7. Jelka von WWF Deutschland am 13. Februar 2018 um 12:42 Uhr - Antworten

    Hallo Rage,

    wir freuen uns, dass es Ihrer Tochter im WWF Camp gut gefallen hat.

    Danke auch für Ihre Anmerkung zu den Camp-Kosten. Wir stimmen Ihnen leider zu, dass unsere Camps nicht günstig sind. Uns sind ein guter Betreuungsschlüssel sowie nachhaltige Naturerlebnisse sehr wichtig und das spiegelt sich leider im Preis wieder. Allerdings sind wir sehr bemüht Sponsoren zu finden, die die Camps mit finanziellen Mitteln unterstützen und uns somit ermöglichen, die Preise zu verringern. Teilweise gelingt uns das schon und ihr Kommentar motiviert uns zusätzlich, weiterhin am Ball zu bleiben, da es uns sehr wichtig ist, dass viele Kinder die Natur hautnah erleben können.

    Gerne würden wir Ihre Tochter auch in der Zukunft wieder in ein Camp mitnehmen. Vielleicht in ein deutsches WWF Camp, das wir ein bisschen günstiger anbieten können: http://www.young-panda.de/camps oder http://www.wwf-jugend.de/camps

    Viele Grüße
    Jelka

  8. rage am 15. Februar 2018 um 20:44 Uhr - Antworten

    LIebe Jelka

    Vielen Dank für Ihre Antwort. Mich stört der immense Marketing-Aufwand, den der WWF betreibt, massiv mehr als die Camp-Kosten. Zufälligerweise flatterte die Anmeldung dieser Tage wieder ins Haus und meine Tochter bettelte darum, wieder gehen zu dürfen, es sei mega gewesen 😀 Sie war in einem Werklager in Altnau am Bodensee, Schweizer Seite. Aus den erwähnten Gründen – das Pferde-Camp – darf sie dieses Jahr aber nicht. Wir werden aber sicher dran bleiben, denn auch wenn uns Eltern gewisse Dinge nicht passen, ist uns letztendlich wichtiger, dass es unseren Kindern Spass macht, wenn sie die Welt entdecken. 😀

    Viele Grüsse
    rage.

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