Take your walls and start ‚em breaking

Lesezeit: 4 Minuten
Es gibt Texte auf diesem Blog, die schreibe ich für mich selber. Während ich ebendieses tippe, merke ich: Das hier ist einer davon.
W

er mir auf Social Media folgt, auf Instagram im speziellen, hat es mitbekommen: Mir geht die ganze gestellte Kacke gegenwärtig auf den Keks. Man kann dort inzwischen das volle Programm käuflich erwerben. Alles ist potentiell echt oder unecht. Follower? Gekauft. Likes? Gekauft. Interaktionen? Gekauft. Jeder der sich dagegen seine Community zum Teil seit Jahren aufgebaut hat, wird verdächtigt, gekauft zu haben. Die Anderen kaufen munter weiter und investieren monatlich vierstellige Summen in den schönen Schein. Die meisten PR Firmen scheint es nicht zu interessieren, oder die Kunden dahinter interessiert es nicht. Ich kann nur mutmaßen wie diese Maschinerie funktioniert. Ohne Frage, sie läuft wie am Schnürchen.

When the glitter fades and the walls won’t hold
‚Cause from then, rubble
What remains
Can only be what’s true

Da werden Blogger (also die die auf Seiten wie z.B. Blogprinzessin schreiben) mit Instagrammern (die nur den Instagram Kanal haben) verglichen. Unter 10.000 Followern bist du eine Null und „langweilig“. Da bist du sogar so langweilig, dass sich nicht einmal mehr die Lästerforen dafür interessieren, dass es dich gibt. Was eine gute Sache ist. Keine Frage. Aber das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: nur weil Blogger auf einer Plattform, die bestenfalls ihrem Blog ZUARBEITET, nicht x-tausende (gekaufte) Fans haben, werden sie angewidert angeschaut.

Kaufen?

Na klar ist da die Versuchung groß sich die fehlenden Follower zuzukaufen oder immer wieder nachzukaufen, wenn zu viele von den Followern abgesprungen sind. Das mache ich nicht, die Motivation kann ich aber nachvollziehen. Denn wir alle, als Menschen, wollen ja eigentlich nur eins: dass jemand kommt, unsere Bilder/Blogtexte oder auch uns selbst tief in die Augen schaut und sagt: ICH SEHE DICH.

Das wollen wir ja auch im kleinen. Die Freundin, die von sich aus anruft, der man nicht hinterherrennen muss. Die andere Freundin, die merkt, wie es einem geht, ohne dass man etwas sagen muss. Der Partner, der einen in den Arm nimmt und sagt: „Ich sehe dich! Ich sehe dich und das was du tust.“

Auf all den Plattformen überbietet man sich inzwischen, um gesehen zu werden. Die einen kaufen Follower, die nächsten ziehen sich aus, oder wieder andere machen komische Dinge die normalerweise ins Privatfernsehen gehören. Alles nur, um gesehen zu werden.

Ich mag da nicht (mehr) mitmachen.

I drank champagne with kings and queens
The politicians praised my name
But those are someone else’s dreamsThe pitfalls of the man I became
For years and years
I chased their cheers
The crazy speed of always needing more
But when I stop
And see you here
I remember who all this was forAnd from now on
These eyes will not be blinded by the lights

Deswegen ist es mir ab jetzt egal. Komplett wurscht. Wenn ich das jetzt so runtertippe, dann merke ich, das ist etwas, was eigentlich schon länger in mir brodelt. Ich möchte gerne andere vielleicht kleinere Bloggerinnen und Blogger ermutigen. Ich sehe euch. Setzt nicht alles auf Plattformen wie Instagram. Die sind nur Mittel zum Zweck. Bleibt bei dem, was ihr wirklich könnt. Schreibt euch die Finger wund. Schreibt Artikel, die ihr nie veröffentlichen werdet. Schreibt Artikel, die unbequem sind. Sprecht Missstände an, seid unbequem. Nur so kann sich etwas ändern in der Branche. Das Witzige ist ja: Niemand sagt, dass wir (Eltern-) Blogger durch diese ganzen Reifen springen müssen, die immer höher aufgehängt werden. „Unter 50k bist du nix!“

Wer hat das denn eigentlich zu bestimmen? Warum geben wir anderen so eine Macht über uns und wie wir arbeiten wollen? Man macht sich doch als Blogger nicht selbstständig (Hallo Krankenkasse! Hallo Finanzamt! Hallo Kunden!) um dann konstant nach den Regeln anderer zu tanzen!

You run with me
And I can cut you free
Out of the drudgery and walls you keep in
So trade that typical for something colorful
And if it’s crazy, live a little crazy

Ich möchte daran etwas ändern, ich möchte anderen zeigen dass man einen halbwegs erfolgreichen Blog (ja dieses statische, Webseitenähnliche Ding) führen kann, ohne dass man sich woanders verbiegen muss, bis man nicht mehr weiß, wer man eigentlich ist.

Was ist meine Stimme als Blogger? Was ist meine Stimme als Blogger wert, wenn ich ständig woanders damit beschäftigt bin wie ein Tiger durch die Reifen zu springen. Immer mit dem Versprechen: Wenn du diesen einen Reifen noch schaffst, wenn du doch nur mindestens 2-3 Mal am Tag ein total tolles Foto hochlädtst, ach wenn du doch nur noch nebenbei 100 Bilder likest und am besten noch 100-150 sinnvolle Kommentare auf Instagram, Facebook und Twitter hinterlässt, DANN wird das hier bestimmt alles laufen.

I think of what the world could be
A vision of the one I see
A million dreams is all it’s gonna take
A million dreams for the world we’re gonna make

Ich mag nicht der (Eltern-)Blog sein, der die allermeisten Aufrufszahlen hat, oder der mit den schönsten (weißen) Fotos, ich bin gewiss nicht der Elternblog mit den besten Erziehungstipps (denn ich wurschtel mich selber nur so durch), aber eins bin ich nach fast 10 Jahren als Bloggerin und 4 Jahren „auch für Geld bloggen“ endlich:

Ich.

Und irgendwie werde ich einen Weg finden, dies anderen Blogger*innen auch beizubringen.

Don’t you wanna get away from the same old part you gotta play
‚Cause I got what you need
So come with me and take the ride
It’ll take you to the other side

(Alle Lyrics kommen aus verschiedenen Liedern des Soundtracks zu – The Greatest Showman)

By | 2018-02-15T10:32:00+00:00 11. Februar 2018|Categories: Ich schreibe|Tags: |24 Comments

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013), dem Dino (*2017) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Instagram, Facebook und auf Pinterest.

24 Comments

  1. Janina am 11. Februar 2018 um 23:21 Uhr - Antworten

    Liebe Katarina,

    so lieben Dank dir für deine Gedanken und auch dafür, dass du sie niedergeschrieben hast.
    Mich nervt es ebenfalls. Mich nervt es gewaltig. Und ich kann einfach nicht verstehen, warum nicht (mit Hilfe gewisser Tools) mal genauer hingeschaut wird.

    Ich habe immer nur mein Ding gemacht. Und werde das weiterhin tun. Auch wenn ich damit Gefahr laufe, dass halt irgendwann niemand mehr anklopft.

    Ganz liebe Grüße
    Janina

  2. Nicole G am 12. Februar 2018 um 01:30 Uhr - Antworten

    Hallo Katarina,

    ganz toller Text, Danke dafür. Ich muss zugeben, ich wollte auch irgendwann auf den Zug aufspringen. Gestartet als kleiner Blog für mich, wollte ich doch bekannter werden, vielleicht sogar doch Geld damit verdienen, habe mich von der Euphorie doch anstecken lassen und was war? Ich verlor immer mehr die Lust am Bloggen. Mir fiel nichts mehr ein was ich schreiben könnte. Es sollte ja Mehrwert haben das die Leser kommen und die Firmen Interesse zeigen. Der Schuss ging für mich nach hinten los. Es machte plötzlich keinen Spaß mehr. Jedes Mal der gleiche Trott. Mach bei dieser Aktion mit, da musst Du Dich unbedingt anschließen, schau nach Zugriffszahlen. Nee ich machte mich ja total verrückt. Und vergessen wir nicht Twitter und Istagram. Auch da wollte ich top dabei sein und vergaß mich selbst. Ich kann das gut, das mich selbst vergessen :-(. Deshalb war irgendwann Schluss und ich mochte gar nicht mehr. Kleine Pause und ich sehe wieder klarer. Mein Blog wird nie kommerziell werden und ich schreibe wieder so wie es geplant war. Nach Lust und Laune und nicht weil ich es muss :-).

    Liebe Grüße, Nicole.

  3. Bella am 12. Februar 2018 um 10:54 Uhr - Antworten

    Liebe Katarina,

    du hast den Text geschrieben, der mir seit Wochen auf der Seele brennt. DANKE! Ich kriege eine Absage nach der anderen, weil ich die magischen 10k bei Insta nicht habe, weil meine Bilder zu wenig Lifestyle sind und ich sie nicht so zeige, wie es andere gern möchten. Die Frage ist, was wäre es alles wert, wenn ich nicht mehr ich bin? Nichts. Wenn alles nur noch ein Job ist, den man 1:1 gegen jeden anderen Job austauschen könnte, den man nicht liebt, dann ist es nichts mehr wert.

    LG
    Bella

  4. Maria am 12. Februar 2018 um 11:31 Uhr - Antworten

    Hallo Katharina,

    ein großartiger Text zu einem sehr interessanten Thema!
    Ich finde deine Einstellung sehr gut und werde auch zukünftig, wann immer ich Zeit und Lust dazu habe, auf deiner Seite vorbei schauen.

    Denn so wie die Blogger dazu bewegt werden sollen, immer noch mehr Zeit und auch Geld in diese Maschinerie zu stecken, so sollen ja auch die Konsumenten (sprich: Leser und Nutzer) zumindest ihre Zeit investieren.

    Ich hab mir beispielsweise über Dezember und Januar einfach mal ne Auszeit von Instagram und Co gegönnt.
    Obwohl auf meinem Tablet immer wieder eine Nachricht aufgeploppt ist, wer gerade alles postet, hab ich nicht nachgeschaut.
    Es hat mich schlicht und einfach nicht interessiert.

    Vor ein paar Tagen kam dann der Gedanke: Was macht eigentlich die Blogprinzessin so?
    Und dann hab ich mir alle (oder fast alle) Artikel so durchgelesen, die mich angesprungen haben.
    Die Inhalte hier sind ja stets abgreifbar. Und stehen dann zur Verfügung, wenn ich Zeit und Lust zum Lesen haben.
    Sie unterliegen keinem Ranking oder gehen in der Unendlichkeit an massenhaften Beiträgen (siehe Instagram) unter.

    Ich hab meine Social-Medien-Auszeit sogar soweit ausgeweitet, dass ich selbst auch nichts mehr gepostet hab (oder fast nichts mehr). Denn mich persönlich nervt dieser Druck gerade sehr.
    Für mich soll meine Homepage und das Drumherum Spass machen. Und wenn es das nicht tut, dann wird es auch nichts gutes. Und dann kann man es gleich sein lassen. 🙂

    Ein Hoch auf jeden Revoluzzer! 😉

    Liebe Grüße,
    Maria

    PS: Die sich trotz ihrer aktuell eingeschränkten Internetpräsenz über jeden Besucher auf ihrer Homepage freut. 😉

  5. Sandra am 12. Februar 2018 um 11:46 Uhr - Antworten

    Liebe Katarina,

    weil es nix mit meiner Lebenswelt zu tun hat, lese ich normalerweise keine Elternblogs. Dass ich Dich SEHE, liegt daran, dass Dein Text in einer Facebookgruppe geteilt wurde. Und dass er geteilt wurde liegt daran, dass es ein verdammt guter Text ist. Es gibt viele Texte in der Blogosphäre, die sich über die Scheinwelt von Instagram und Co. aufregen. Dieser hier ist anders. Du regst Dich nicht nur auf, sondern Du machst auch Mut. Danke, dass Du das ausgesprochen hast – von einer die sich so ganz allgemein durchs Leben durchwurschtelt 🙂

    Liebe Grüße,
    Sandra

  6. Sandy am 12. Februar 2018 um 12:12 Uhr - Antworten

    Du triffst genau einen meiner wunden Punkte. Es nervt unheimlich und zeigt nur, dass alles irgendwie käuflich ist. Das macht einen so unglaublich wütend!!!

    Danke für deine treffenden Worte ❤

  7. Nordherz am 12. Februar 2018 um 12:42 Uhr - Antworten

    Du sprichst mir aus der Seele.
    Ich habe da schon länger Abstand genommen. Sowohl bei Facebook mit dem mittlerweile sehr komischen Algorithmus als auch bei Instagram. Einerseits beschweren sich viele das wäre alles so künstlich und blabla.. aber die meisten Follower haben doch die White-Schickimicki-Accounts.

    Mir ist das bei Instagram zu viel Zeitverschwendung. Ich hab da keine Lust zu und mir ist meine wenige Zeit einfach zu Schade. Mit der DSLR 200 Fotos zu machen, um dann das hübscheste aufs Handy zu ziehen, richtig bearbeiten, Filter drüber. Alles nur für Likes und Follower? Nein. Das bin nicht ich. Ich pflaster auch nicht die Wohnung neu oder bau hier irgendwas um, weil es den Instas besser gefallen könnte. Ich habe keine Lust und ich bin mir auch zu Schade dafür, ein alternatives Ich zu erschaffen.

    Der härteste Schlag dieses Jahr (und das Jahr ist noch jung!) kam bei mir seitens YouTube. Was die da gemacht haben.. ich mag nicht wissen wie viele Creator sich deswegen Follower dazu kaufen. Es sind sicher einige dabei. Und ich kann es sogar verstehen! Denn selbst mein Mann hat es in Erwägung gezogen, als ich ihm die Hiobsbotschaft überbrachte. Aber das kann ich nicht machen.. da könnte ich nie mehr ruhig schlafen. Das ist es mir nicht wert. Dafür hab ich ein zu lautes Gewissen.
    Man muss mindestens 1000 Abonnenten haben damit man zukünftig zum Partnerprogramm zugelassen wird. Da ist nur knapp 420~ habe, bin ich ab 20. Februar raus. Was sehr schmerzt.

    Einige meinten „Ach, die 20 EUR.. kannste doch drauf verzichten!“ – da kann ich nur drüber lachen! Einige scheinen da von sich auf andere zu schließen, dabei ist die Berechnung bei YT nicht nur Abo-Abhängig. Es geht bei mir um einen dreistelligen Betrag der da jedes Jahr bei rum kam. Ich hab auf meinem Kanal ansehnliche Viewzahlen und -zeiten und die geforderte Wiedergabezeit erfülle ich ohne mit der Wimper zu zucken. Und das nicht nur knapp, sondern so weit, das ich nicht mal Angst haben müsste, dass mit bei einem größeren Wegbruch der Ausschluss droht. Einzig und alleine die verf***te Abozahl stimmt nicht. Und deswegen verpasst man mir jetzt einen Arschtritt. So viel zum Thema YouTube ist für alle da. Dankeschön. Als ich die Email bekam, hätte ich am liebsten den ganzen Tag geheult und irgendwelche Sachen zerdeppert.. es war irgendwie ein Gefühl von „Du bist es nicht wert“.

  8. Jennifer am 12. Februar 2018 um 13:32 Uhr - Antworten

    Liebe Katarina,

    Danke für diese Worte. Ich habe einen winzigen Blog über das C-Parenting mit einer sehr eingeschränkten Zielgruppe und mein Anspruch ist es gar nicht, möglichst gute Zahlen zu haben, sondern die Frauen zu erreichen, die es wirklich interessiert und denen Mut zu machen. Trotzdem freut man sich natürlich über Likes und Follower und ich war auch versucht, mit möglichst vielen Plattformen ganz viele zu erreichen. Aber ganz ehrlich? Ich hab weder die Zeit noch die Lust, da so viel Einsatz zu zeigen. Für Twitter zB bin ich auch einfach zu blöd, es liegt mir nicht. Mein Hauptmedium ist neben dem blog Instagram, weil ich gerne fotografiere. Aber kaufen geht für mich gar nicht.
    Ich freue mich stattdessen über jeden email oder Nachricht, die Frauen mir schreiben, die echtes Interesse an der Sache haben und denen ich helfen kann.

  9. Svenja am 12. Februar 2018 um 15:38 Uhr - Antworten

    You. Are. my. Kind. Of. Person.

  10. Julia aka Mama Juja am 12. Februar 2018 um 16:55 Uhr - Antworten

    Word. Genau das. Danke Dir <3

  11. Nadine (Zwischen Windeln und Wahnsinn) am 12. Februar 2018 um 17:50 Uhr - Antworten

    Amen! Du sprichst mir aus der Seele, meine Liebe! 💖

  12. Marion (Unterfreundenblog) am 12. Februar 2018 um 18:36 Uhr - Antworten

    Yesss! Ich möchte aufstehen und applaudieren! Danke, Danke, Danke!
    Auch ich lese normalerweise keine Elternblogs und kannte Deinen Blog nicht. Dein Beitrag wurde in unserer Bloggergruppe geteilt, weil er einen Nerv trifft und eine Stimmung aufgreift. Ab jetzt sehe ich Dich auch!
    Dankeschön.
    Herzlichst,
    Marion

  13. Anderl am 12. Februar 2018 um 19:07 Uhr - Antworten

    Danke! Ich finde es ebenso und fühle mich oft so getrieben von Zahlen. Das nimmt so die Kraft! Dabei sollte es beim
    bloggen erst um etwas ganz anderes gehen! <3

  14. Cynthia Welters am 12. Februar 2018 um 20:42 Uhr - Antworten

    Ich lese deinen Blog jetzt schon über drei Jahre und genau deshalb. Du hast es auf den Punkt getroffen. Ich liebe deine Texte und deine Bilder gerade weil nicht alles perfekt ist. Weil das was erzählt wird echt klingt und nicht gekünstelt. Mach weiter so! Ich bleibe hier 🙂 Und Dankeschön!

  15. Marsha am 12. Februar 2018 um 21:45 Uhr - Antworten

    Hallo Katharina,

    danke für deinen tollen Beitrag. Ich sehe das ganz ähnlich und habe mich dazu auch vor einigen Monaten geäußert.

    http://mutterundsoehnchen.com/2017/10/06/warum-instagrammer-keine-blogger-sind/

    Ich finde, dass man als Blogger einfach nicht überall „gut“ sein muss. Denn wir sind Herr unserer eigenen Plattform. Und wenn in einem Jahr Instagram den Bach runter geht, weil Algorithmus, Ads und was weiß ich sich ändern, dann haben wir immer noch unseren Hauptkanal – unser Blog. Und vielleicht haben wir uns in der Zwischenzeit sogar drei andere Kanäle angeeignet, und performen dort fröhliches Reifenhopsen. Ja, die Agenturen und Lifstyle-Unternehmen fahren gerade auf Instagram ab. Aber ich denke mir einfach: abwarten. So ein Wind kann sich auch schnell wieder drehen.

    Ich für meinen Teil bin mit meiner kleinen Reichweite absolut fein – ich versuche mich gar nicht mehr zu messen. Während andere Hauptberuflich durch diesen Reifen springen, mache ich das abends nach der Arbeit. Da kann man dann noch weniger mithalten bei den ganze Kunststücken, die einem abverlangt werden.

    Also weitermachen, authentisch bleiben, bloggen – wie du so schön schreibst.

  16. Lydiaswelt am 13. Februar 2018 um 07:35 Uhr - Antworten

    Ich bin zum ersten Mal hier, weil Dein Beitrag auf FB geteilt wurde. Ich blogge seit anderthalb Jahren, und erkläre der Welt da draußen das Thema Blindheit. Blinde Blogger werden kaum für Kooperationen angefragt. Daher brauchte ich mir darüber keine Gedanken zu machen. Wenn ich Blogs lese, dann schaue ich mir an wie zugänglich dieser für uns blinde Nutzer ist. Dieses Blog ist super zugänglich; und die Kommentarfunktion ist nicht durch ein Captcha geschützt. Danke dafür.

  17. michaela am 13. Februar 2018 um 17:09 Uhr - Antworten

    ich habe mich schln länger damit abegefunden, dass ich keine lust mehr auf Reifenspringen habe…. ich schreibe wenn die seele brennt, oder irgendwas ganz dringend raus muss…. ansosnsten ist das Leben 1.0 viel wichtiger!

    Lass uns auf jeden Fall in bonn das thema besprechen

    LG

    Michaela

    • Katarina am 13. Februar 2018 um 17:44 Uhr - Antworten

      Hallo Michaela,

      ich weiss was du meinst. Als Bloggerin die allerdings Hauptberuflich bloggt, mit allen Vor- und Nachteilen ist es schwierig einfach mal nur das Leben 1.0 zu priorisieren. Aber, ich weiß was du meinst.
      Bonn? Wann sehen wir uns in Bonn? Ich weiß von nichts?

      Liebe Grüße,
      Katarina

  18. Yvonne von family.snap am 15. Februar 2018 um 13:39 Uhr - Antworten

    Liebe Katarina,
    danke, danke, danke für diesen Beitrag und deine Worte. Du sprichst mir aus der Seele und es ist unglaublich zu sehen wie vielen anderen es auch so geht. Ich gehöre ebenfalls zu den kleinen Blogs, da erst letztes Jahr gestartet.
    Ja, schon wieder so ein Mamablog, die gibt es doch wie Sand am Meer. Ich weiß. Warum mache ich es trotzdem. Weil ich Spaß am Schrieben habe, weil ich Missstände in der Gesellschaft, der Politik ansprechen will, weil ich hoffe vielleicht etwas verändern zu können. Ich bin da wohl etwas idealistisch, würde mein Mann sagen. Aber ohne Idealismus ist es doch langweilig und ohne es versucht zu haben kann man erst Recht nichts ändern.
    Instagram und co.? Es ist leider so anstrengend. Tatsächlich habe ich ein paar tolle Profile gefunden, hinter denen nette und liebe Leute zu stecken scheinen. Ich bin eigentlich gar nicht der Social Media Typ und habe es mir natürlich für meinen Blog zugelegt. Denn wie sonst sollte jemand auf meinen Blog finden. Aber was das für eine Arbeit ist, war mir nicht klar. Liken, Profile finden, kommentieren und nochmal kommentieren. Und dann hoffen, dass der ein oder andere vorbei schaut und meinen Blog liest. Und was geht am besten? Persönliches und über die Kinder. Aber will ich das so breit treten? Nein! Da Instagram schon so anstrengend für mich ist, habe ich gar nicht erst mit Facebook, etc. angefangen.
    Ich nahm also direkt eine Auszeit von Instagram um mich neu zu sortieren und was blieb? Die Freude am Schreiben. Schnell sind neue Artikel entstanden. Ein ganz besonders Anliegen ist mir aktuell z.B. der Hebammenmangel, über den ich eine Artikelreihe gestartet habe.
    Und was will ich eigentlich? Einfach ein paar nette Leute, die meinen Blog lesen und hoffentlich das ein oder andere für sich dabei raus ziehen können oder die eine gute Zeit auf meinem Blog verbringen, dabei Kaffee trinken und die Füße hoch legen.
    Ich will kein Geld mit meinem Blog verdienen, aber über ein paar Leser mehr freue ich mich natürlich und besonders über einen regen Austausch auf meiner Seite. Doch wie schafft man das ohne Social Media? Wer das weiß, ich bin für alle Vorschläge offen 😉
    Am Ende bleibt mir nur zu sagen. Danke dir, dass du es zur Sprache bringst. Ich dachte schon ich bin auf dem falschen Planeten gelandet.
    Liebe Grüße und mach weiter so,
    Yvonne

  19. Anne S. am 15. Februar 2018 um 15:12 Uhr - Antworten

    Liebe Katarina, ich komme thematisch aus einer anderen Ecke, und unser Blogprojekt ist auch noch sehr jung, aber die Frage, inwieweit man sich im Netz für Erfolg zu verbiegen bereit ist, hat meine Kollegin und mich auch jüngst beschäftigt. Bei uns geht es weniger um Followerzahlen, sondern um Suchmaschinenoptimierung, aber die dahinterstehende Frage nach Authentizität ist die gleiche… Vielen Dank für Deinen mutmachenden Beitrag und herzliche Grüße – Anne S.

  20. Lisa von Chiliblüten am 17. Februar 2018 um 16:03 Uhr - Antworten

    Liebe Katharina,

    vielen Dank für deine Worte. Als relative neue Bloggerin (knapp 2 Jahre) werde ich immer wieder verunsichert durch die ganzen Artikel „Man muss das…“ „Man sollte jenes…“. Dabei mache ich das Bloggen, weil es mir Spaß macht, weil ich anderen helfen möchte, weil ich informieren möchte und als Sprachrohr für mich. Und nicht für komische gekaufte Abonnenten. Dein Artikel spricht mir echt aus der Seele und ermutigt mich: Mein Ding zu machen.

    Liebe Grüße
    Lisa

  21. Linkliebe № 14 | LexasLeben am 18. Februar 2018 um 07:36 Uhr - Antworten

    […] Take your walls and start ,em breaking […]

  22. Christian am 27. Februar 2018 um 23:58 Uhr - Antworten

    Ahoi Katarina!

    Ein klasse Beitrag den Du da rausgehauen hast! Ich habe dieselbe Erkenntnis wie Du vor einigen Monaten auch gewonnen und habe mir gesagt: Ich schaue nicht mehr auf Zahlen, sondern tue das was mir Spaß macht: Blogen so wie ich es mag! Egal was andere sagen! Mir ist es auch egal ob ich 100 oder 1000 Leser/innen habe!
    Wichtig ist mir, das ich ich sein kann!

    Mach weiter so!!!!

    Liebe Grüße von Berlin nach Hamburg,
    Christian

  23. […] Was ist die Stimme eines Bloggers wert? Das fragt sich Bloggerin Katarina. Sie selbst bloggt seit zehn Jahren als Blogprinzessin und hat das Gefühl, dass in der Bloggersphäre oft Äpfel mit Birnen verglichen werden. Dass manche Blogger sich verbiegen und der Druck nach vielen Followern zunimmt. Aber lest selbst … […]

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