Wie bei uns Kinderfotos entstehen

Lesezeit: 3 Minuten
Dieser Blog lebt von meinen Texten, aber natürlich auch von Bildern. Häufig liesst man in Foren, dass Blogger ihre Kinder ausbeuten für Fotos. Das man doch auf den Fotos sehen würde, dass die Kinder gar keinen Spaß an all dem haben.

Babyjunge auf einer hellen Matratze mit nackten Beinen neben einem Paket Pampers Premium Protection Pants

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amit nicht wild irgendwelche Gerüchte gestreut werden, schreibe ich heute mal wie es bei uns läuft. Die allermeisten Fotos mit den Kindern, mache ich wenn sie sowieso spielen. Wenn die Fotos für den Blog allerdings etwas gestellter sein sollen/müssen, dann frage ich sie vorher ob sie Lust haben mitzumachen. Das haben sie fast immer und auch inzwischen tolle eigene Ideen für die Fotos. Bei dem Dino ist es natürlich so, das er noch nicht mit Worten äußern kann, ob er jetzt Lust hat mitzumachen oder nicht. Meine höchste Regel ist aber immer: Wenn ein Kind (auch der Dino) keine Lust hat, dann lege ich die Kamera weg. Entweder muss ich mir dann etwas anders für die Fotos überlegen, oder ich beiße in den sauren Apfel und sage dem Kunden, dass die Kinder keinen Bock auf die Fotos hatten.

 

Konkret läuft es bei mir so ab

  1.  Ich arbeite nur mit Kunden, deren Produkte ich mag. Das hilft ungeheuerlich dabei das man gute Fotos machen möchte, denn was ich blöd finde mag ich auch nicht fotografieren.
  2. Das Produkt kommt bei uns an, die Kinder reißen das Paket auf, und fangen sofort an damit zu spielen/es zu nutzen.
  3. Ich versuche wenigstens ein Produkt in seinem Originalzustand zu ergattern.
  4. Das Produkt wird ins sichere Büro gebracht.
  5. Ich überlege mir wie ich das Produkt in Szene setzen kann, ohne merkwürdige Fotos damit machen zu müssen.
  6. Ich überlege ob es für das Produkt notwendig ist, dass mein Kind es benutzt. Sprich muss man sehen wie das Kind den Badezusatz benutzt, oder reicht auch ein Foto?
  7. Ich bereite das „Set“ vor, was für mich vorrangig bedeutet, dass z.B das Baby sicher ist, wenn ich es fotografiere. Der Raum warm und die Unterlage weich. Da ist dann vielleicht mal im Hintergrund statt purem Weiß ein Möbelstück zu sehen, aber hey. Wir wohnen hier. In Echt. Dies ist keine angemietete Location.
  8. Ich mache zügig die Fotos, damit niemand schlechte Laune bekommt oder sich in 20 Jahren bei seinem Therapeuten beschwert.
  9. Wenn die Kinder keine Lust mehr haben, bestenfalls schon vorher, wird aufgehört. Niemand wird zu „och noch ein Foto für Mamiiii“ gedrängt.
  10. Der Spaß steht im Vordergrund, nicht das Produkt.
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Babyjunge auf einer hellen Matratze mit nackten Beinen neben einem Paket Pampers Premium Protection Pants

Ich hoffe ich konnte eure drängendsten Fragen so klären!

Wenn ihr selber bloggt, sagt mir doch mal wie „Fotoshootings“ bei euch ablaufen? Das würde mich wirklich interessieren. Schreibt es mir hier im Blog in die Kommentare.

Babyjunge auf einer hellen Matratze mit nackten Beinen neben einem Paket Pampers Premium Protection Pants

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8 Comments

  1. Denise BloggerMum

    Hi, ich zeige meine Kinder nicht offen, daher läuft es etwas anders, ich mache ohnehin oft Fotos aus unserem Leben und meistens schaue ich dann, dass ich eine Perspektive hinbekomme, wo eben keine Gesichter sichtbar sind. Daher sind meine Fotos halt auch niemals so toll wie bei Dir, sie entstehen meistens spontan. Bei uns ist eher typisch, dass ich dann „und jetzt bitte wegschauen“ sage 😂, obwohl es meistens einfacher ist, aus dem Hintergrund Bilder zu machen, weil sie eben nicht drauf sind, sondern nur eine Hand oder der Hinterkopf. Mir wurden trotzdem schon Sprüche gedrückt, meine Kinder seien nur Motiv für Insta und das Blog. Egal, wie man es macht…

  2. Sarah

    Hallo Kata,

    bei uns läuft es genauso ab. Fotos sind zwar ungestellt aber nie unvorbereitet. Lotte hat oft lustige Einfälle. Viele von denen verwende ich dann aber trotzdem nicht, weil ich denke dass sie die Grimasse in 10 Jahren vielleicht nicht mehr ganz so toll findet und dann landet es eher im Familienalbum.
    Ich musste schmunzeln als ich las, dass du ein Produkt in Original Zustand sicherst. Das ist hier auch so.
    Btw. süßer Pulli, den der Dino da hat 😉

    1. Katarina

      Hallo Sarah,

      ich finde das man euren Fotos auch immer ansehen kann, dass die Kinder wirklich Lust hatten mitzumachen und nicht gezwungen werden.
      Den süßen Pulli hat der Dino von einer noch zauberhafteren Dame bekommen, die ganz fest in unserem (meinem) Freundeskreis angekommen ist.

  3. Andrea

    Wir haben uns hier geeinigt, dass Gesichter möglichst nicht gezeigt werden. Es ist immer schwierig, wieviel man von sich zeigt. Ich bin aber der Meinung, dass muss jede Familie für sich entscheiden.

  4. Julie

    Danke, dass du das nochmal so explizit beschreibst. Ich glaube, keiner zwingt seine Kinder zu Fotos und finde, dass Kommentare in diese Richtung einfach nur unterste Schublade sind. Natürlich freut man sich über tolle Bilder, aber seine Kinder ausbeuten? Das ist ja fast genauso dämlich wie der Vorwurf, dass manche Blogger nur nochmal ein Kind bekommen, weil der Blog gerade schlecht läuft und Babies Leser magisch anziehen….

    Du machst das toll!

  5. Doro

    Für meinen Blog fotografiere ich meine Kinder öfter in selbstgenähten Outfits. Wir kaspern meistens dabei, damit sie natürlich fröhlich aussehen. Die Mädels haben sowieso Spaß am „Modeln“ und oft auch eigene Fotoideen. Aber auch der junge Mann muss nicht gewaltsam gezwungen werden. Er äußert allerdings jetzt manchmal, dass er er eventuell sein Gesicht nicht mehr zeigen mag. Bisher hat er die Bilder doch immer „freigegeben“. Sollte er es wirklich nicht mehr wollen, wird das akzeptiert und das Gesicht eben nicht mehr gezeigt. Das ist sein gutes Recht. Und dass ich nichts veröffentliche, was peinlich werden kann, ist mir auch wichtig. LG Doro

  6. Philipp von Ich will ein Pony

    Was mich interessieren würde wäre: wie kam es zu der Entscheidung, dass du deine Kinder-Fotos für den Blog benutzen willst und bekommst du auch negatives Feedback aus dem näheren Umfeld? Stört es dich dann?

    Wir stehen nämlich ein bißchen vor der gleichen Entscheidung und finden aber nur Kontra-Stimmen.

    1. Katarina

      Huhu,

      wir haben die Kinder am Anfang auch nicht gezeigt. Aber dann irgendwann wurden wir immer „lascher“ mit der „nee das zeigen wir nicht“ Regel. Dann dachten wir uns: Gut, bevor das unbewusst immer weiter so aufweicht, lieber mal bewusst dafür entscheiden. Negatives aus dem echten „realen“ Umfeld habe ich noch nicht zu hören bekommen. Aber wir dokumentieren ja auch nicht jede Sekunde unseres Lebens online inklusive Freunden der Kinder, die eventuell gar nicht im Netz landen wollen bzw. wo die Eltern das nicht wollen.

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