So war die Seepferdchen Prüfung für meine Tochter

Es hat Klick gemacht

Lesezeit: 3 Minuten
Ab und an habe ich es ja schon erwähnt, wir (also die Kinder) machen einen Schwimmkurs. So einen, bei dem die Kinder ins Wasser gehen, und bei dem die Eltern draußen bleiben. Und mit draußen ist gemeint: Ganz draußen! Außerhalb des Schwimmbads draußen!
W

as der einen oder anderen Mama (vielleicht zu Recht, da mag ich nicht urteilen) sichtlich etwas schwer fällt. Der Kurs ist für Kinder ab 5 Jahren, nur falls jetzt jemand von euch denkt ich wäre herzlos und die Kinder definitiv nicht in der Lage das alleine zu machen. Doch sind sie, soweit ich das beurteilen kann.

Ich bringe die Kinder meist bis zum Drehkreuz, lese die Tickets ein, dass sie rein kommen und dann marschieren die drei Ladies alleine in die Umkleidekabine. Dort (also in der Kabine) hole ich sie dann nach 1h Schwimmen wieder ab, helfe beim anziehen und trockenrubbeln und meist sagen die Bademeister noch etwas, wie die Stunde denn gelaufen ist und wie sich die Kinder so schlagen.

So weiß ich zum Beispiel, dass die Zwillinge EIGENTLICH auch schon ohne Schwimmgurt schwimmen könnten, aber einfach die Schwimmbewegungen noch zu langsam ausführen und daher blubb-di-blubb untergehen würden. Da mangelt es offenbar nicht am können, oder an Angst vor dem Wasser, sondern einfach am fehlenden Turbomodus 😉 Wenn die Damen also nicht so sehr im Wasser trödeln würden (und laut Nini schon wieder 2 Millionen neue Freundinnen haben würden), dann wären sie schon prima Schwimmer.

Das ist generell sehr lustig, also die unterschiedlichen Charaktere bei der selben Aufgabenstellung zu beobachten. Ninis „wichtigste Aufgabe“ bei solchen Aktivitäten ist es scheinbar, Freunde zu finden. Wawi hängt sich da dran und die beiden plappern und quatschen dann mit den anderen Kindern als gäbs kein Morgen mehr. Motti dagegen, spricht während des Unterrichts (auch in der Schule oder beim Tanzen) kaum mit anderen Kindern, denn „Da soll man ja aufpassen und nicht quatschen“. Sie spricht eher vor oder nach dem Unterricht mit anderen Kindern. Total spannend.

Gestern jedenfalls fuhren wir zum Schwimmkurs, und Motti hatte ein bisschen Angst davor für die Seepferdchenprüfung ins Wasser zu springen. Ich habe ihr also erklärt, dass die bei der Seepferdchenprüfung eigentlich gar nicht den weitesten Sprung, oder den größten Platscher sehen wollen, sondern nur dass sie sich traut zu springen. Sie könnte also auch einen Minisprung machen der vielleicht nur ein kleines „Platsch“ erzeugt und keine Arschbombe.

Motti war skeptisch, andererseits ist sie sich ganz sicher, dass sie noch ganz viele schwierige Abzeichen machen will. Bis hin zu Gold. „Das was du nicht geschafft hast Mama!“ (Wo sie sogar recht hat, ich habe „nur“ Seepferdchen, Freischwimmer und Rettungsschwimmer Bronze von der DLRG). Sie jedenfalls traute sich nicht so ganz und der Satz der immer wieder im Auto fiel war „Ich schaff das vielleicht nicht.“

Also haben wir…positive Affirmation (?) betrieben und alle (außer dem Dino und Marc der bei der Arbeit war) einen ganz anderen Satz durchs Auto geschrien. Im Chor!

ICH SCHAFFE DAS!

ICH SCHAFFE DAS!

ICH SCHAFFE DAS!

Angekommen beim Schwimmkurs war sie sich noch immer nicht ganz sicher, ob das nun was gebracht hat. Zweifelnd ging sie Richtung Umkleidekabine.

Und als ich sie (und die Zwillinge) nach der Schwimmstunde genau in der Kabine wieder abholte, sprang sie mir strahlend entgegen. Dieses verrückte, ehrgeizige Mädel hatte doch tatsächlich einfach mal so ihr Seepferdchen gemacht. An dem Tag, an dem sie sich eigentlich gar nicht traute ins Wasser zu springen.

Unsere Jubelschreie dürfte man noch sehr weit gehört haben.

Diese Granate!!

So war die Seepferdchen Prüfung für meine Tochter

Für alle die sich jetzt denken: „Genial! Aber was genau muss man beim Seepferdchen nochmal machen?“

  • 25 m Schwimmen ohne Schwimmhilfe
  • Einen Ring aus Schultertiefem Wasser hochholen
  • Vom Beckenrand ins Wasser springen

———

Dankeschön fürs Lesen!

Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar unter diesem Blogpost hinterlässt.

Wenn Ihr einen Beitrag besonders mögt, aber keine Zeit zum Kommentieren habt, schenkt ihm doch einfach ein Herz!

5 Comments

  1. Katrin

    Sehr toll geschrieben und Schwimmen können ist so wichtig! Also, richtig schwimmen können.
    Und ja, Ich bin auch so ne „herzlose“ Mama, die ihre Kids bis in die Kabine gebracht haben (meine waren jeweils 4), danach hab ich brav draußen ein Buch gelesen, denn in die Schwimmhalle hatte man auch kein Einblick u hätte meine Kinder wahrscheinlich nur abgelenkt.

Schreibe einen Kommentar