Im Wartezimmer kann es mit dem richtigen Spielzeug recht lustig sein.

Elternpflichten sind nicht immer schön. Manche sind wirklich ekelig

Lesezeit: 3 Minuten

Heute war so ein Tag, oaaar. Ich mag nicht mehr. Und wenn ich mich bitte einmal in Sterelium baden dürfte? Örks. Aber von vorne.

Heute Morgen wie immer Frühstücken, Kind zur Schule schicken, Haushalten und so. Richtig interessant wurde es heute bei uns erst ab Mittags.

Motti hatte sich gestern Apfelpfannkuchen gewünscht, ich habe gedankenlos „Ja, gute Idee“ gesagt und Marc wies mich dann ganz irritiert darauf hin, dass er ja morgen (also heute) gar nicht zu Hause sei um die zu machen.

„WILLST DU DAS ETWA MACHEN?“, fragte er mich entgeistert. Ja, im angesicht des letzten Pfannendebakels hatte er vermutlich bedenken ich könnte seine wunderbare neue Pfanne (mal wieder, zugegebenermaßen) ruinieren.

Ihr hättet gestern dabei sein sollen, als ich das Naanbrot buk. Oder eher danach. Ich fand es super. Stolz präsentierte ich meine Hausfraulichen Fähigkeiten. Nichts verbrannt, der Rauchmelder piepste nicht und alle meine Finger waren noch dran. „NAAA? Die sind doch super geworden, nicht?“

Er starrte entgeistert meine fluffigen, leckeren Teigfladen an und stammelte entgeistert das die viel zu weich wären und die müssten viel knuspriger sei. Dann neckten wir uns ein wenig, denn offenbar mag er sie eher so in Richtung „kann man was draufschmieren und dann steht das Brot wie eine Eins“ und ich eher so in „kann  man noch aufrollen wie einen Pfannkuchen“. Also komplett unterschiedliche Aggregatszustände. Man lernt ja in einer Ehe nie aus.

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Ich war also gezwungen heute Pfannkuchen mit Äpfeln zu machen. Dank Thermomix konnte ich beim Teig nichts falsch machen und die Äpfel habe ich sogar mit Schale hinzugefügt, der Vitamine wegen.

Mein Apfelpfannkuchen Rezept ist etwas anders als das von meinem Mann. Macht aber nichts, den Kindern schmeckt es trotzdem.

Nach ein bisschen braten waren die Pfannkuchen fertig. Das Mottilein aber noch nicht aus der Schule wieder zu Hause. Wir warteten. Und warteten. Die Zwillinge fingen an zu essen, der Dino auch. Und wir warteten weiter.  Nach 50 Minuten für einen Schulweg von etwa 10 Minuten, wurde ich nervös. Nach weiteren 5 Minuten dachte ich, wenn sie jetzt nicht gleich… und dann kam sie um die Ecke.

Mit einer Schulfreundin, sie hatten zusammen getrödelt und sich verquatscht. (Das Eltern in solchen Momenten auch immer gleich das gruseligste Kopfkino haben müssen.)

Kurz Mittagessen aufgeholt und den Ranzen wieder gesattelt. Wenn man ewig für den Schulweg braucht, dann muss man die Hausaufgaben eben beim Termin der Zwillinge machen. Glücklicherweise war es nicht besonders viel.

Wenn man viele Geschwister hat, dann muss man eben manchmal auch Hausaufgaben im Wartezimmer machen.

Ich finde generell sollten Wartezimmer in denen man nur der Kinder wegen sitzt, viel Elternfreundlicher sein. Freies Wlan, Kaffee, bequeme Stühle. Wie sich das rumsprechen würde, wenn man bei so und so entspannt sitzen kann, statt große Ärsche auf kleinen Stühlen.

Es gibt in Elternleben ja so einiges was man gerne nicht machen möchte. Auf meiner „nie wieder bitte“ Liste steht jetzt auch: Kinderkotze aus dem Wartezimmerteppich reiben. Nicht schön. Danke aber an die andere Mama, welche auch auf ihr Kind wartete und geistesgegenwärtig dem sich erbrechenden Kind einen Mülleimer unter die Nase hielt. So war das Dilemma nicht weniger ekelig aber immerhin nicht im ganzen Wartezimmer verteilt.

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Dem Kind gings danach gleich sofort um 2000% besser. Keinerlei Anzeichen von Krankheit oder so. Eher „was raus muss muss raus“ und gut ists.Im Wartezimmer kann es mit dem richtigen Spielzeug recht lustig sein. Ich säuberte derweil Teppich, den zufällig rumstehenden Ranzen und meine Hose. Hurra.

Danach brachte ich mit den Kindern ein Spiel zu meiner Mama, wir kauften Febreze (ja gibt bestimmt auch ein Naturmittel oder so) für den Ranzen. Ob der Waschbar ist, weiss ich gar nicht, frage ich mal beim Hersteller nach aber bis morgen schaffe ich das nicht. Dank eurer genialen Tipps fand ich auch die Konservendosenverschlussdeckel. Wir sind jetzt ausgerüstet!

Danach holten wir den Mann von der Arbeit ab, Abendbrot, das Übliche. Und damit der Artikel nicht nur Ekel in Erinnerung behält, Katzenkinderfoto!

Die Katzenkinder fanden, wir sollen den Kratzbaum lieber an die Heizung und vors Fenster stellen. Dann ist der auch toll.

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4 Comments

  1. Eva Weißgerber

    Woow, 50 Minuten zu spät. Ich bin heute dezent wegen 25 Minuten „ausgerastet“ *hust* Wobei wir an einer Hauptstraße wohnen…
    Oje nicht schön die kotzerei. Aber krass das es bei euch anscheinenden einfach so passiert. Oder ist es das wegen dem wachsen?

  2. Jenny Paul

    Ein Tipp für den Ranzen, die meisten gehen wunderbar im Geschirrspüler zu reinigen. Musst mal googeln.

    mach ich bei unserem regelmäßig 😜

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