Die Nintendo Switch-Konsole ist wirklich intuitiv und macht riesigen Spass!

Ich habe die Prinzessin nie gerettet

Lesezeit: 8 MinutenWerbung

Eigentlich fing alles damit an, dass ich meinen 25 Jahre alten Nintendo Game Boy in einer Schublade wiederfand. Es steckte sogar noch ein Spiel drin. Super Mario Land. Es ist ein grauer Gameboy, mit einem grün-grauen Display. Und ich erinnere mich noch genau an den Sommer meiner Kindheit.

Wie es der Game Boy eigentlich in mein Kinderzimmer geschafft hat weiss ich nicht mehr, aber in einem Sommer war er irgendwie da. Meine Freunde hatten alle keinen Game Boy, und so kam es dass wir uns zu viert den Game Boy teilten. Wir lagen einen ganzen Sommer lang auf der Couch im Wohnzimmer und spielten. Immer wenn einer von uns keine Leben mehr hatte, musste man den Game Boy weitergeben an die nächste. Wenn die Batterien alle waren, dann musste das Taschengeld zusammengeworfen werden, und eine von uns radelte den Hang hinab zum Supermarkt, neue Batterien kaufen. Dann ging es weiter. Janna war die Beste, sie war aber auch die älteste von uns.

Irgendwann waren die Sommerferien vorbei, und Hausaufgaben und Schule regierten wieder in meinem Leben. Der graue Nintendo lag ausgeschaltet in einer Schublade. „Bald“ sagte ich zu ihm. Aus „bald“ wurde „später“, und aus „später“ wurde die Pubertät. Als wir den Game Boy ausschalteten, wussten wir nicht dass es der letzte Sommer vor der Pubertät sein würde und im nächsten Sommer alles anders wäre.

25 Jahre, sechs Umzüge, und vier Kinder später, fand ich den Game Boy wieder. Ich legte neue Batterien ein, schob den Schalter um, und sofort ertönte wieder die Mario Erkennungsmusik. Da meine Kinder entfernt mit Luchsen verwand zu sein scheinen, standen sie nach drei Nanosekunden neben mir.

„Mama? Was ist das? Darf ich auch mal?“, fragte Motti. „Wir wollen AUUUCH!“, verlangten die Zwillinge. Dann saßen sie da, zusammengekuschelt auf dem Sofa und zockten abwechselnd Super Mario.

Jetzt begann ich zu recherchieren ob es denn wohl zu dem alten Gameboy noch andere Spiele zu kaufen gäbe, und so erfuhr ich von der neuen Nintendo Konsole, der Nintendo Switch-Konsole.  Diese hat die Besonderheit, dass man sie nahtlos in 3 verschiedenen Spielmodi benutzen kann. Einmal klassisch an den TV oder den Beamer angeschlossen, dann im „Tisch Modus“ in dem man hinten einfach einen kleinen Standfuss ausklappt und so easy zu zweit spielen kann ohne zusätzlich notwendigen Bildschirm, und im dritten Modus ist als „Handheld“, also in der Hand, auch unterwegs und ausser Haus benutzbar, und damit gefühlt der Nachnachnachnachnachfolger von meinem kleinen Game Boy von damals.

Etwa 14 Tage lang schaute ich mir auf YouTube Videos über die Konsole an. Schaute, was sie wo kostete, wie man sie bedient, was es alles so für Spiele gibt, und verliebte mich in ein neues Stück Technik.

So kam es dann, dass sich kurz vor Weihnachten wirklich eine Switch auf den Weg zu uns machte. Quasi minütlich checkte ich in der Sendungsverfolgung wo das Paket gerade war. Und dann stand am 22.12. schließlich die Nachricht „wird heute zugestellt“ auf dem Display. Wie ein Kleinkind an Weihnachten schaute ich ständig aus dem Fenster, wann denn ENDLICH der Weihnachtsmann, ich meine der Postbote, mit seinem Schlitten vor unserer Tür hielt.

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Dann ging ich auf die Toilette. Fataler Fehler. Denn unser Paketzusteller nutzte seine Chance und schmiss sein „Ich habs ja versucht, aber sie waren wohl nicht da, vielleicht hab ich auch nie angehalten“ Paketkärtchen in den Briefkasten.

Ich hätte heulen können. Nun war die früheste Möglichkeit an mein Paket zu kommen am 27., Donnerstag, IN FÜNF TAGEN!! Wegen Weihnachten und den Feiertagen und so.

Aber eine Blogprinzessin wäre nicht eine Blogprinzessin, wenn sie nicht jetzt die Ärmel hochkrempeln und sich ins Auto setzen würde. Der Paketbote musste doch noch irgendwo sein! Und so ein Paketauto ist ja auch nicht unauffällig. Als erstes rief ich bei der Hotline an, ob die wissen würden wo ihr Paketbote grade sei. „Nein, das wissen wir nicht, ist ja schade dass sie zu Hause waren, bla bla bla“. Als nächstes fuhr ich zum nächsten Paketshop, denn auf der Karte stand, dass das Paket dort abgegeben werden würde. Im Shop verneinte der Mitarbeiter dies allerdings. „Nee, der war noch nicht hier, kommt vielleicht auch nicht mehr.“ Ich fluchte. Je mehr man mir mein Paket verweigerte, desto mehr wollte ich nicht bis Donnerstag warten. In einem Nebensatz erwähnte der Mitarbeiter für welche Dörfer der Paketbote noch zuständig sei. „Das ist ja nicht weit und liegt fast auf dem Heimweg“, dachte ich und sprang ins Auto.

Leider gibt es, wenn man einen bestimmten Paketzusteller sucht, erstaunlich viele Kastenwägen die so aussehen wie ein Paketzustellerauto. Kurz vor unserer Haustür checkte ich (auf einem Parkplatz natürlich) nochmal die App der Sendungsverfolgung. „Ihr Paket befindet sich in NACHBARORT im Paketzentrum“. Ich wollte schreien. Dann googelte ich nach dem Paketzentrum, um zu sehen ob da irgendetwas zu errreichen wäre. Im Internet stand man könne beim regionalen Paketzentrum seine Pakete auch direjt abholen. Halleluja!!  Und zwar von Montag bis Freitag. Gut… heute war Samstag. ABER VERDAMMT, IRGENDWER MUSS DOCH DA HEUTE NOCH ARBEITEN!

Ich startete den Motor und fuhr los.

Irre? Sicherlich.

Aber es ging ja auch um Mario. Wenn der eine Prinzessin Peach ständig aus dem Dilemma retten kann, dann kann eine Blogprinzessin ihn ja vielleicht aus dem Paketzentrum retten. Das wäre doch gelacht.

Auf dem Hof des Paketzentrums stand im Nieselregen noch ein einzelner Lieferwagen mit Licht. Ich wartete. Wer Licht an hat muss auch wiederkommen. Kam der Paketbote dann auch. Ich sprach ihn an, schilderte ihm meine Lage, betonte dass es ja Weihnachten sei, und fragte ob er helfen könne.

„Haben Sie denn einen Paketschein dabei?“, fragte er mich. In Nullkommanix hatte ich den Paketschein gezückt. Er las: “ Ist im Paketshop XY. Ja dann müssen Sie doch in den Paketshop.“ „Da war ich schon, da ist es nicht.“ „Ja aber ich kenne den Besitzer des Paketshops privat, ich ruf den mal an.“

ABER DA IST ES NICHT! ES IST DA, FÜNF METER HINTER UNS UNTER DEM HALBOFFENEN ROLLTOR, wollte ich brüllen. Tat ich natürlich nicht, sondern erklärte ihm versucht ruhig die Info meiner Sendungsverfolgung.

Er:“ Ja, wissen Sie wie viele Pakete da drin sind? Da kann ich auch nichts machen.“

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AAAAAHHH! Mario steht hinter dem Rolltor, UND ER KANN NICHTS MACHEN?! MARIOOOOO!

Der Paketbote entschuldigte sich bei der Frau die ihn entgeistert anstarrte, und fuhr mit quietschenden Reifen vom Hof.

Geschlagen. Erniedrigt. Dööfstes Weihnachten. Buhuuu. Ich schlich zum Auto. Allerdings… die Stelle wo sonst die Pakete ausgegeben werden, da könnte man ja vielleicht nochmal klingeln. Kostet ja nichts. Und wenn ich eh schonmal hier bin…

Ich bog nach links um die Halle ab. Hinter der Glastür mit der Aufschrift „Paketabholestelle“ brannte noch Licht. Es war niemand zu sehen. Nur zwei einsame Autos auf dem Hof. Aber Moment, da war ja noch eine zweite Tür. Hell erleuchtet. DAHINTER STAND EIN MANN!

Ich klopfte. Dann setzte ich mein allerschönstes Lächeln auf. Er öffnete die Tür.

„Wollen Sie mir helfen mein Weihnachten zu retten?“

„Worum geht’s denn“, brummelte er. Ich erzählte ihm von meinem Problem, von Mario, von den niedlichen Zocker-Kindern zu Hause und davon dass Weihnachten gerettet wäre, wenn ich doch mein Paket bekommen würde.

„Na, haben Sie denn einen Paketschein?“, fragte er.

In Nullkommanix war ich zum Auto gerannt und wieder zurück in seinem Büro. Ich wedelte mit dem Paketschein. Er tippte eine Nummer in seinen Computer, stand auf und ging aus dem Zimmer. Ich versuchte vor Anspannung nicht den Boden zu küssen und murmelte „jetzt muss er es nur noch finden“.

„Das tut er besser“, rief eine Frauenstimme aus dem Nebenzimmer. Eine Art Hella von Sinnen schob den Kopf durch die Tür. „Er hat das Paket nämlich vorhin mit allen anderen eingescannt und verräumt. Das ist sein Job, Schätzchen“. Hella von Paket-Sinnen lachte donnernd.

Dann war der Paket-Mann wieder da. Und in seinen Armen lag meine Nintendo Switch-Konsole. Also zumindest das Paket drum rum, klar.

„Frohe Weihnachten“, brummelte der Weihnachtspaketmann. Spontan fiel ich ihm um den Hals. „Das erzähle ich deiner Frau“, lachte Paket-Hella.

Ich nahm das Paket, lachte und sagte: „Was denn? Das eine Irre ihrem Paket bis ins Paketzentrum hinterherrennt um Mario zu retten?“. Weihnachtspaketmann und ich lachten. Ich stieg ins Auto und fing an hysterisch zu jauchzen. Aus dem Paket flüsterte es derweil leise „THANK YOU Blogprinzessin!“  Und Abends wurde gezockt. Super Mario Odyssey natürlich.

Die Nintendo Switch-Konsole macht uns als Familie super viel Spass und der Dino liebt seine Cappy Mütze.

Nachdem ich nun also offiziell die durchgeknallte Gamer-Konsolen-Mutti bin, was kann ich nun über die Switch berichten?

  1. Der Spielspass ist genau so wie vor 25 Jahren sofort da.
  2. Es ist erstaunlich an was sich die Muskeln in meinen Fingern noch alles erinnern können. Die Kinder konnten es gar nicht fassen, dass Mama SO gut ist ohne zu üben.
  3. Meine Mädels schlagen mich eiskalt bei Mario Kart 8 Deluxe. Das liegt den drei Rennfahrerinnen quasi im Blut.

Die Nintendo Switch-Konsole im Familientauglichkeitstest. Wie viel Spass macht es wirklich?

  1. Let’s Go Pikachu ist ein wunderbares Spiel für Wiedereinsteiger wie mich. Leichtes Spielprinzip und trotzdem macht es mega Spass. Vorteil: Man muss absolut keine Ahnung von Pokemons oder der Serie haben um es zu spielen. Aber wenn man ein bisschen Einblick ins Thema hat, dann macht es noch mehr Spass die alten Helden innerhalb des Spiels zu treffen.
  2. The Legend of Zelda: Breath of the Wild ist alleine optisch schon gigantisch super, und wenn man dann noch auf Fantasy steht, auch thematisch großartig. Man findet sich auch schnell rein, und es ist das beste Open World Spiel das ich je gesehen habe. Die Nintendo Switch-Konsole ist wirklich intuitiv und macht riesigen Spass!
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Für wen ist die Nintendo Switch-Konsole Etwas?

Ich würde sie vor allem Familien empfehlen!  Klar macht die Switch auch Spaß wenn man nicht als Familie zockt, aber in meinen Augen ist sie viel einfacher zu bedienen als andere Konsolen und damit sehr gut auch für Kinder geeignet.

Besonders Super Mario Bros U Deluxe sowie Mario Kart 8 Deluxe und Super Mario Odyssey sind mega toll mit den Kinder zu spielen.  Aber es mach auch riesigen Spass einfach nur danaben zu sitzen und zu schauen, mit welchen kreativen Ideen sie sich durch die Level kämpfen. Natürlich ist es von Vorteil, wenn man dabei schon alles lesen kann, aber den Spielspass mindert es nicht, wenn das Kind noch Leseanfänger ist.

Wer darf zuerst Super Mario Bros U Deluxe zocken? Ich oder die Kinder?

Dadurch dass man viele  Spiele auch zu zweit (oder dritt/viert) spielen kann, kommt niemand zu kurz. Bei Super Mario Bros U Deluxe zum Beispiel muss man richtig als Team zusammenarbeiten,  aber auch bei Super Mario Odyssey oder Captain Toad Treasure Tracker gibt es die Möglichkeit als TEAM die Level zu lösen. Großes Plus meinerseits!

Des weiteren finde ich es wirklich genial, dass man die Switch einfach aus der TV-Halterung nehmen kann, kurz die Steuerungselemente (Joy-Cons) an den Seiten befestigt und nahtlos weiterspielen kann. Geniales System! Gelangweiltes Warten im Wartezimmer bis die Geschwister (oder in meinem Fall die Kinder) fertig sind, liegt in der Vergangenheit. Trotz ihres großen Displays ist die Switch noch immer handlich genug dass man sie „mal eben“ in die Handtasche stecken kann. Für den Fall der Fälle. ;-)

Ebenfalls erwähnenswert finde ich die Nintendo-Switch Alterbeschränkungen App, in der man als Eltern nicht nur einstellen kann wer spielt (Kleinkinder, Kinder, Jugendliche, Eltern) sondern auch eine Zeitbegrenzung einprogrammieren kann.

Bei meinen Mädels ist es interessanterweise so, dass bei gesprochenen Zeitbeschränkungen von Marc oder mir („Noch 10 Minuten“) nach Ablauf der Zeit noch ewig herum diskutieren wollen. Klingelt aber einfach der Zeitbegrenzungswecker von Nintendo und unterbricht das Spiel, dann machen sie ohne zu murren aus und spielen „im echten analogen Leben“ weiter. Gerne auch Autorennen, mit Mario Mütze durchs Haus rennend.

Die Nintendo Switch-Konsole macht uns als Familie super viel Spass und die Mädels lieben ihre Cappy Mützen.

Wie damals ich in meiner Kindheit, sitzen die Mädels nun zusammen gekuschelt auf dem Sofa und spielen friedlich Super Mario. Nicht mehr notgedrungen abwechselnd, und auch nicht mehr auf einem kleinen grün-grauen Display. Sondern gleichzeitig zu dritt als Team, auf dem großen Fernseher im Wohnzimmer. Aber noch immer Mario. „Wie du Mama, als du ein Mädchen warst, nicht wahr?“, fragt Nini, während sie lässig mit Mario über eine Piranha Pflanze springt und die dahinter liegenden Goldmünzen einsammelt. „Ja, wie ich damals“, antworte ich und lasse Luigi auch über die Pflanze springen. Wir lachen.

P.S. Prinzessin Peach habe ich damals am Game Boy übrigens nie geschafft zu retten. Aber jetzt bin ich ganz nah dran. Danke, Nintendo. <3

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9 Comments

  1. Andrea

    …. und ich dachte, mein Freund wäre die einzige Person, die Paketdienstboten hinterherjagt auf der Suche nach DEM Paket. (wohlgemerkt, bevor der Paketbote überhaupt bei uns war….)

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