Auch wenn das Foto sehr niedlich aussieht, manchmal ist Elternschaft einfach anstrengend.

Grenzerfahrung Elternschaft

Lesezeit: 3 Minuten

Boah klingt der Titel negativ. Das muss man erstmal sacken lassen. Fakt ist, ich kann diesen Artikel jetzt schon nicht auf Instagram teilen, da versteht mich doch keiner in der Bonbon-rosa-Elternwelt. Aber auf Facebook, das geht. Da darf man etwas rauer sein.

Wie immer habe ich heute morgen Motti Schulfertig gemacht, der Dino winkte zuckersüß  mit „Ja-Ja“ seiner Schwester hinterher und irgendwie hat diese auch meine Energie mit zur Schule getragen. Unglaublich. Ich schleppe mich so durch den Vormittag, habe einen grandiosen Telefontermin der so super gewesen ist das ich schon freudig im Quadrat springen möchte, und schaffe sogar eine Mini-Mini Yoga Einheit. Mit „Mini Mini“ meine ich wirklich Mini. Nur 6 Minuten. Aber für einen Anfänger für mich perfekt, und ich habe im Moment keine 25 Minuten für ein Workout. Wer hier schon länger mitliest weiß, ich bin absolut kein Sportfreak. Ich mache immer nur dann Sport, wenn ich da lust drauf habe. Letzte Woche dachte ich: Ach, kannst ja mal Yoga ausprobieren und wenn das was ist, ists doch toll. Dabei ist es bei mir absolut wichtig, dass ich die Übungen von zu Hause aus machen kann. Durch den Schichtdienst ist regelmäßig irgendwo auftauchen unmöglich. Also Yoga per YouTube. Danke Internet!

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Zum Mittagessen gibt es Reis mit roter Sauce, ganz einfach weil ich keine Lust habe was komplizierteres zu kochen. Ich füge noch ein paar Zwiebeln hinzu. Fataler Fehler wie ich danach zu spüren bekomme, denn Wawi eskaliert und findet die Zwiebeln absolut fürchterlich. Das essen ist ungeniessbar. Die anderen finden das Essen super und essen massig Reis und Sauce. Ich finde das Wawi sich etwas anstellt, Marc lacht sich scheckig. Denn vor ein paar Tagen habe ich noch so geschimpft wie Wawi, als er Wirsingrouladen machen wollte, mir das so ankündigte und dann plötzlich Chinakohl um das Hackfleisch gewickelt hatte. Kurzgefasst: Ich habe Wawi damals absolut Konkurrenz gemacht mit dem Drama.

Nach dem kurzen Realitätscheck: VON WEM HAT SIE DAS WOHL? Gings dann wieder. Upsi.

Auch wenn das Foto sehr niedlich aussieht, manchmal ist Elternschaft einfach anstrengend.

Marc passt auf die Kinder auf, ich will eigentlich nur mal kurz die Augen zu machen und — schlafe gleich mal ein. Die letzten Nächte habe ich zwar geschlafen, aber eher schlecht als recht. Das Wetter macht mich dauermüde und ich weiß inzwischen auch nicht mehr was ich machen soll. Schlafen wäre super, aber irgendwer muss ja auf die Kinder aufpassen und Marc muss in seinen Nachtdiensten auch dann schlafen. Wo war ich? Ach ja.

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Nach 10 Minuten wache ich vom Kindergebrüll wieder auf, sie streiten sich über irgendwas, es rummst und da ich weiß das Marc unten bei ihnen im Wohnzimmer ist, habe ich absolut keine Lust aufzustehen. Ohne die Kids im Internet bloßzustellen: Sie sind im Moment anstrengend. Sehr anstrengend. Das Wetter tut sein übriges und der Aktionismus vom Dino ist unübertroffen.

Ich traue mich dann doch runter, nur um zu erfahren das der Dino erst versucht hat die Kratzbäume auseinander zu schrauben, während Marc das reparierte versuchte er an den Gardinen hochzuklettern und nachdem Marc da intervenierte biss er einen Haps aus meiner nigel-nagel-neuen Yogamatte.

Das ist im Moment wirklich wirklich anstrengend zumal es für ihn ja sicherlich auch doof ist, wenn seine Eltern eigentlich in Dauerschleife „Neiiiin Dino“ rufen. Das Internet sagt dazu: „Schaffen Sie eine positive JA-Umgebung und räumen Sie alles weg was ihrem Wirbelwind in den Weg kommt.“

BWAHAHAHAHAHAHAHA.

Bei den Zwillingen zähle ich die Tage bis zur Einschulung, nur noch 6 Monate. Nur noch 6 Monate. Nur noch….

Ganz im Ernst: Eltern sein ist super. Ich liebe meine Kinder, aber es ist zeitweise auch scheisse anstrengend. Aber morgen ist der Nachtdienst vorbei und darauf freue ich mich sehr.

 

PS. Die Kinder sind gebadet, im Schlafanzug und jetzt „nur noch“ Abendbrot und ins Bett bringen. Auf gehts.

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PPS. Hört ihr Podcasts? Oder noch genauer, wenn ich einen hätte würdet ihr ihn hören?

———

Dankeschön fürs Lesen!

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5 Comments

  1. Nicole

    Ohja das kenne ich, auch wenn ich ein Kind habe, auch das kann anstrengend sein. Ist völlig normal denke ich, dass man das als Mutter denkt.
    Klar würde mir das gerne anhören. Wäre das dann auf Youtube?

  2. Carina

    Ohhja, da kann ich ein Lied von singen🙈! Dem kleinen kann man regelrecht ansehen wie der Kopf auf Hochtouren arbeitet für das nächste chaos😂😭. Meistens müssen wir noch lachen, Nein ist neben Mama das meist gesagte Wort hier im Haus😕, dabei ist hier alles Kindersicher und sie haben viele Freiheiten. Als er die Kakaodose im Schlafzimmer verteielt hat ala ‚das Bett ist jetzt ein Teramisu‘ war ich leicht verzweifelt, nun ist jedes Zimmer abgeschlossen.

    1. Katarina

      Waaaaaah ich glaube ich wäre dezent ausgeflippt. Auch wenn man das ja nicht zugeben darf in Elternbloggerhausen, also das man auch ein normaler Mensch ist der mal ausflippt!

      Der Nachteil an unserem Häuschen ist leider, dass es keine Schlüssel mehr zu den Türen gibt. Wir können nur die Badezimmer abschließen.
      (Hat auch beim Schlafzimmer Nachteile. XD)

  3. Andrea

    ohhh ich kann dich so gut nachvollziehen, ich habe drei Jungs. 4 Jahre, fast 2 Jahre und 4,5 Monate. Und die zwei grossen sind nur am Klettern. oder am Rennen, in der Wohnung, versteht sich. oder, wenn man meint, sie würden endlich mal in Ruhe spielen – weit gefehlt, dann räumen sie irgendwas aus, was ihnen nicht gehört….

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