Das norddeutsche Rumpelstielzchen

Lesezeit: 2 Minuten

Den Vormittag habe ich doch etwas anders verbracht als erwartet, denn über Nacht hat es bei uns so heftig gestürmt und geregnet, dass es meinen Tauschschrank vor der Haustür aus den Angeln gehoben hat.

Wortwörtlich. Und natürlich innen drin alles nass geregnet und glaubt mir, ich habe geflucht wie ein Rohrspatz als ich das heute morgen gesehen habe. Die Kinder kennen jetzt alle das Wort „Arschlochregen“ und „Kacksturm“.

Hoffen wir mal, dass sie das nicht gleich ihren Lehrerinnen erzählt haben. Ups.

Dazu muss man wissen, ich hatte grade erst den einen Schrank komplett ausgetauscht, weil unsere Bauarbeiter vor der Tür (ich nehme mal an sie waren es) mit den Baumaschinen gegen die Türen gefahren sind. SEUFZ. Natürlich sagen sie aber „warnwanicht“ und „warschonso“.

Bei einer Straße die knapp 1 Jahr gesperrt ist, auch so unwarscheinlich, dass es jemand anderes war. Aber nun.

Der Regen hatte nun aber die Bücher im Inneren ziemlich erwischt. Weil, wo keine Tür da kein Schutz vor Regen. Starkregen.

Unsere Papiertonne platzt aber schon seit Wochen aus allen nähten, die Nachbarn wollte ich nun nicht wieder belästigen und ja…was dann? Normale Menschen denken jetzt an Papiertonnen, die frei in der Gegend rumstehen.

Ich bis vor kurzem auch. Nur liefert sich bei uns die Gemeinde mit der Müllfirma grade einen Kleinkrieg über „wer bezahlt das alles“ und so hat die Müllfirma einfach im ganzen Landkreis die Papiercontainer abgebaut. Bumms weg.

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Diese Firma sagt: „Bestellen Sie doch eine größere Papiertonne“, die Stadt sagt „endlich nicht mehr unser Problem“:

Aber mein Problem. Denn die Irre neue im Dorf führt sowas ein wie einen Tauschschrank und wenn es dann regnet….

Man munkelte im Ort von Containern in den Nachbarorten, ich fuhr die verwunschenen, „der Legende nach…“ Plätze heute ab. Entweder die sind sehr sehr gut versteckt oder auch schon abgebaut. Mir blieb nichts anderes übrig, als mit den klatschnassen Büchern zum nächsten Recyclinghof zu fahren.

Und den neuen Schrank aufgebaut habe ich natürlich auch noch, in meinem gelben Friesennerz. Mitten auf der Straße.

Und natürlich haben mich alle Nachbarn fluchend durch den Regen hüpfen sehen. Wie so ein Norddeutsches Rumpelstielzchen.

Nur der Königin ihr Kind, das kann die gute gerne behalten. ;-)

Jetzt schaue ich mal was die Mädels vom Vor, vorletzen Schultag erzählen, koche Hühnersuppe und trinke noch schnell einen Kaffee in heiß, bevor die Meute wieder da ist! Hurraa!

Ps.Outdoor Eltern. Sagt doch mal, was zieht ihr denn so an damit ihr bei Norddeutschem Schietwetter nicht sofort nass bis auf die Büx seit oder friert das euch die Knochen klappern?

———

Dankeschön fürs Lesen!

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One Comment

  1. Yvonne vB

    Moin!
    Zuerst mal:
    Herrlich geschrieben und bin ich froh, dass ich nicht die Einzige bin, die manches Mal wie ein Rohrspatz klingt… ;-) Sehr anschaulich.

    Hier hat es auch mega geschüttet, so dass unsere Straße so ca. 5 bis 10 cm unter Wasser stand… Da musste meine Große auch gleich mit Regensachen raus. Wenn Autos kamen, habe ich ihr natürlich auch wie ein Rohrspatz zu gerufen, dass sie auf Seite muss… :-) Sie wollte aber nass werden – DENN: „Ich will doch eh in die Wanne, Mama.“

    Ich hatte meine Schneehose an ;-) , die Regenhose (von Rossmann) war leider mal gerissen am Mors… Und natürlich meine Regenjacke. Erwähnte ich eigentlich schon GUMMISTIEFEL? Diese sollten wenn möglich keine Risse oder Löcher haben, dann bleiben eigentlich auch die Füsse trocken.

    Wir sind auch so richtig Ferien reif… Schon komisch, wo uns allen die Sommerferien so lang vorkamen. Die kurzen Ferien sind da ganz gut zum Verschnaufen, Ausschlafen (vielleicht schläft der Lütte auch mal länger als bis 6 Uhr…) – Hoffnung gebe ich nicht auf.
    So, damit die Kräfte nicht vollends verschwinden, weil wegen zuwenig Schlaf….
    Jute Nacht und erhol Dich mal von der Schufterei im Regen und der Herumgurkerei!

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