Mathe in der ersten Klasse, Zehnerübergang

Die letzten Tage

Lesezeit: 3 Minuten

Da ich die letzten Tage nicht aus meinem Leben berichtet habe, fasse ich hier alles noch einmal kurz zusammen.

Der Mittwoch begann damit, dass der beste Ehemann mir Brötchen mitbrachte. Solche die man im Supermarkt kaufen kann. Normalerweise waren sie immer laktosefrei gewesen, er hatte das sogar kontrolliert.

Ich frühstückte und machte alles so wie immer. Traf mich sogar mit einer lieben Nachbarin (sie züchtet Hühner, Leute. Niedliche, putzige Hühner!!!!) denn durch den Tausschrank lerne ich ganz viele neue Menschen aus der Umgebung kenne. In einer lokalen Facebookgruppe hatte ich gefragt ob jemand Blumen für den Garten übrig hat, sie meldete sich -wir kannten uns schon durch den Tausschrank- und so stand ich Mittwoch bewaffnet mit meinem Eimerchen und einer Schaufel in ihrem Garten.

Sie zeigte mir ihre putzigen Küken (soooo niedlich) ich fragte sie allerlei zur Hühnerhaltung aus und das ist gar nicht so schwer.

HINWEIS: Zu Hause erzählte ich Marc von den Hühnern, er machte riesige Augen und ich erklärte „Nein, NOCH will ich keine Hühner kaufen.“ Daraufhin bekam er einen Lachanfall und erklärte prustend:“ NOCH. NOCH willst du keine Hühner kaufen!“

Zurück zum Garten, ich durfte mich durch Nachbarins wunderbaren Garten buddeln und kam mit zwei Eimern voller Pflanzen wieder nach Hause und buddelte sie schnell ein. Dabei wurde mir schon ein bisschen schwummerig. Kreislaufprobleme. Ich dachte:“ Mensch vielleicht solltest du mal was essen…“.

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Im Haus angekommen wurde mir fürchterlich übel und mein Kreislauf sagte mir das es besser wäre mich hinzulegen. Da war mir dann klar, das waren die Brötchen. Das müssen die Brötchen gewesen sein, denn sonst war alles wie immer gewesen.

Danach begann das Übliche: Übelkeit, erbrechen, Durchfall, Kreislaufbeschwerden. Nur das Marc immer wieder beteuerte, dass die Brötchen die selben waren wie immer.

Nachmittags konnte ich mich dann nur noch ins Bett legen, und nur aufstehen (unwillig) wenn ich ins Bad musste. Bauchkrämpfe, Schwindel und diese schreckliche Übelkeit immer. Irgendwann schlief ich entkräftet ein.

Nachts erwachte ich, erbrach mich noch einmal. (Hey ich habe nicht KOTZEN gesagt, auch wenn es das eher trifft, denn erbrechen klingt zu vornehm und poetisch für das was es ist.) Dann war scheinbar alles raus, denn ich konnte bis morgens durchschlafen.

Donnerstag ging es mir dann wieder besser, noch nicht fit und ich merkte deutlich das ich viel, sehr viel, Wasser verloren hatte. Aber immerhin war ich wieder Herrin über meinen eigenen Körper.

Marc war noch einmal im Supermarkt und hatte sich das Schildchen unter den Brötchen noch einmal angeschaut. Es war nicht mehr das selbe Schild wie immer, sondern ein neues. Die Brötchen hatten eine neue Zutat bekommen und offenbar waren die Brötchen Vorgestern schon neu, das Schild aber noch das Alte. Enthält: MILCHEIWEISS

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Eine neue Spur

Eine interessante neue Entwicklung, und ich wäre nicht ich wenn das ganze nicht einen gewissen Miss Marple Instinkt bei mir wecken würde. Sollte ich am Ende gar nicht laktoseintolerant sein, sondern eine Milcheiweissallergie haben?

Eine erste Recherche im Internet ergab: Eigentlich hat man das als Erwachsener Mensch nicht. Nur 1% der Betroffenen sind Erwachsen. Alle anderen sind Kinder, eher Babys. Ich habe also vielleicht eine Babyallergie.

Mathe in der ersten Klasse, Zehnerübergang

Wenn mein Körper doch nur so einfach wäre wie Grundschul-Mathematik…

 

Die Symptome meinerseits passen inzwischen besser auf eine Milcheiweißallergie als auf eine Laktoseintoleranz. Im Gegensatz zu einer Laktoseintoleranz kann man eine Allergie auch testen ohne das die Person das Allergen trinken muss. Was mich vermutlich mit Herzrhythmusstörungen ins Krankenhaus bringen würde, nebenbei erwähnt.

Heute habe ich also eine Tour-de-Allergietest gemacht und erstmal meine Hausarztpraxis angerufen. Die verwiesen mich auf einen HNO-Arzt. Dieser wiederum auf einen Hautarzt und der Hautarzt sagte, nee nee hier sind Sie falsch und mich an einen Allergologen verwies.

Anfang Juni habe ich ein erstes Vorgespräch, eventuell auch gleich einen Test. Ich bin sehr gespannt.

Nicht das mir dann jemand helfen könnte, ausser nicht essen/trinken kann man dann auch nix machen, aber mein Nerdgehirn wäre dann beruhigter.

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Mich würde ausserdem nicht wundern, wenn ich auch Soja nicht (mehr) vertragen würde, denn ich glaube das man nach dem Essen von Sojaprodukten nicht das Gefühl haben sollte als wäre der Mund innen verbrannt, oder?

———

Dankeschön fürs Lesen!

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4 Comments

    1. Katarina

      Huhu Maria,
      das wäre tatsächlich kein großer Unterschied. Ich könnte vermutlich nur noch ein paar Sachen mehr nicht essen, aber eigentlich macht es kaum einen Unterschied. Würde nur einiges erklären was bisher merkwürdig und eigentlich untypisch für Laktoseintoleranz ist.

  1. Annette

    Och neee. Das klingt ja übel.
    Ich würde es an deiner Stelle auch wissen wollen.
    Hat Marc denen im Supermarkt
    eigentlich noch mal erklärt, warum
    die Kombi „neues Produkt MIT Allergen“ und altes Schild OHNE Allergen eine Echte Scheiss-Idee (haha) ist?

    Das hätte Dich oder jemand anderes ja schlimmstenfalls ins Krankenhaus bringen können.

  2. Jacqueline

    Das sind ja wirklich heftige Symptome. Mein Sohn hatte mal mit 1,5 Jahren eine MilchEiweißAllergie. Zusammen mit Neurodermitis sah er aus wie ein Streuselkuchen. Die Haut im Gesicht war krustig und nässte. Die Ohrläppchen waren eingerissen, und die Achseln und Kniekehlen wund und pustelig.
    Das blöde war, dass es jeder besser wusste. Jeder dachte an LaktoseIntoleranz. So mussten wir ( oft fremden Menschen) den Unterschied zwischen MilchEIWEIß und MilchZUCKER erklären. Als wir auf Sojamilch umgestiegen waren, wurde es besser. Wir haben regelmäßig die SchokoSojaMilch bei unserem Netto leergekauft ;) Als er nach einiger Zeit auch auf Soja allergisch reagierte durfte er eine Zeit lang keinen Kakao mehr trinken.
    Mittlerweile ist der junge Mann 9 Jahre alt und verträgt Milchprodukte aller Art.
    Wie unterschiedlich sich solche Allergien doch auswirken können.
    Viel Erfolg beim Allergietest wünsche ich dir.
    Liebe Grüße, Jacqueline

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