Drückebergerin

Lesezeit: 2 Minuten

Eigentlich drücke ich mich grade davor, den diesjährigen “Oma-Opa-und-alle-die-wir-lieb-haben” Kalender zu gestalten.

Damit ich mich aber noch mehr drücken kann, berichte ich euch schnell von heute morgen.

Der Wecker klingelte, wie immer nach einem Wochenende, für mich Nachteule zu fürchterlichster Zeit. Also musste ich wohl auf den Aus-Knopf gekommen sein, denn das nächste Mal als ich auf den Wecker schaute war es 7:11 Uhr. Ich hatte genau 30 Minuten um vier Kinder (und mich) fertig zu machen.

Also rannte ich im Schweinsgalopp ins Kinderzimmer. Kein “Küsschen küsschen Kinderlein” sondern Feldmarschall-in-Panik Stimme und RAUSAUSDENBETTENWIRHABENVERSCHLAFEN Gebrüll.

Hat geklappt. Die Kinder saßen senkrecht im Bett, vermutlich mit einem Puls von zweihundert. Schwund ist immer.

Nach 5 Minuten waren alle angezogen. Alle ausser mir und dem Dino.

Der saß in Seelenruhe im Schlafi (aber mit seinem Cappy) am Esstisch und sortierte die Haferflocken vor ihm nach Farben.

Die anderen verschlangen in Lichtgeschwindigkeit ihr Müsli und rannten Zähne putzen.

Noch 10 Minuten bis alle los müssen.

Die Zwillinge standen vor mir: Tshirt, Jeans, Socken. Perfekt!

“Ähh Mama? Ich glaube wir haben heute Sport, da sollen wir doch immer gleich in Sportkleidung in die Schule kommen?”

LAUUUUFT SCHNELL! Schrie ich panisch die Mädels die Treppe hoch.

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Nach 2,5 Minuten waren sie -richtig gekleidet- wieder unten.

Motti? Zog sich grade die Schuhe an.

Zwillinge? Standen vor mir und sahen gut aus.

Dino? Saß mit Cappy im dunkelen Wohnzimmer und sang liebreizend wie ein kleiner Chorknabe: “Jemand soll mich an-zieh-heeeen”

Ich? Im Schlafi.

Ich flitze zum Dino: Unterwäsche, Shirt, Unterhemd, Hose, farblich passende Socken. “Und los. Ab zum Schuhe anziehen!”

Ich griff nach meinem Handy.

KRACHSCHEPPERBUMMS.

Naja, hat ja eine Panzerfolie drauf, wird nicht so schlimm sein.

DACHTE ICH.

Katzenwäsche, anziehen, Haare zusammengetüddelt, noch 2 Minuten bis los.

Es war wie in einem Comic. Meine rechte Hand legte Mascara auf, während meine Füsse schon in die Stiefel wollten.

3 …

… 2 …

…1

7:40 Uhr. 

Wir öffneten die Haustür und spazierten in den Sonnenaufgang. Als wären wir ganz normale Leute.

Keiner bemerkte etwas.

Sogar am Kindergarten-Tor klingeltn wir pünktlich.

Erstaunlich. Höchst erstaunlich.

BULB
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5 Comments

  1. Annemarie

    Was für ein Morgen! Ich kann es mir vorstellen, so geht es manchmal bei uns auch. Dann wundert man sich, wieso man sonst so lange dafür braucht, wenn es doch auch so schnell gehen kann…
    Und jetzt bin ich gespannt, wie es deinem Handy geht. Hoffentlich gut!
    Liebe Grüße und einen entspannten Tag!

  2. Anonymous

    “Hat geklappt. Die Kinder saßen senkrecht im Bett, vermutlich mit einem Puls von zweihundert. Schwund ist immer.” :D :D :D ich kann nicht mehr. Es tut mir total leid um dein Handy, aber deine Schilderung ist einfach zu lustig. Ich denke das auch so oft, wenn wir morgens aus der Haustür treten “okay, wir wirken ganz normal..los geht´s” ..und vorher ging noch die Post ab als wären wir Wildgewordene :) beruhigt mich ja, dass es anderen auch so geht LG Jasmina

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