Früher

Lesezeit: 2 Minuten

Früher, also damals, als es noch ganz weit weg war, dass meine Kinder in die Schule gehen, habe ich mich auch immer gefragt wieso es keine Blogs gibt (oder sehr sehr wenige) die über ÄLTERE Kinder berichten.

Jetzt mit drei Schulkindern, habe ich eine Ahnung. Der erste Grund wird wohl akuter Zeitmangel sein. Denn ganz ehrlich, zwischen drei mal Hausaufgaben und drei mal „Das müssen Sie aber mit dem Kind nochmal üben“ und einem Kindergartenkind bin ich froh wenn ich Abends weiss wie mein Name ist.

Vorteile:

  • Ich weiß jetzt ziemlich viel über Mozart.
  • Kann prima Getreidesorten auseinanderhalten und weiss was man mit denen so macht.
  • Nach knapp 25 Jahren bin ich endlich ziemlich gut im 1×1. Nimm dies Mathelehrerin von damals!

Nachteile:

Es ist (für mich zumindest) ziemlich anstrengend alle Bälle gleichzeitig in der Luft zu behalten UND nebenbei den Lütten noch zu bespaßen.

Deswegen komme ich im Moment auch zu nicht viel anderem, bzw. mir ist dann ein halbwegs aufgeräumtes und sauberes Haus wichtiger als ein Blogpost in dem ich eh nur schreiben kann „haben Hausaufgaben gemacht und für Arbeiten und Tests geübt“.

Zweitens (und dafür gibt es hier auch wirklich keinen Grund, nicht falsch verstehen) möchte man natürlich keinen Stress mit der Schule oder mit den Lehrpersonen oder den anderen Eltern die sich oder ihre Kinder in den Texten wiederfinden.

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Das ist zwar Schade, aber das kann ich verstehen und daher wird es hier leider auch hier keine detaillierten Berichte zur Schule oder dem Kindergarten geben. Soweit kann ich es aber sagen:

Alles ist gut. Nur anstrengend, fordernd und beim viele Kinder bekommen, habe ich definitiv nicht an Schule und Hausaufgaben gedacht.

Eine Sache frage ich mich allerdings fast täglich: Wie machen das all die Eltern (und Kinder) bei denen niemand Nachmittags zu Hause ist und all die Hausaufgaben kontrollieren, begleiten und ans üben erinnern kann.?

Wir erinnern uns üben heisst (zumindest hier in der Regelschule) „Eltern lernen es mit“. Das ist natürlich nicht so von der Schule formuliert und allen wäre es lieber wenn man den Kids die Ordner hinwerfen kann und sagen „Hier viel Spass, have fun, wir sehen uns nach der Arbeit wieder“.

Leider funktioniert das (mit meinen) noch nicht so. Wenn ich das so machen würde, wäre das Kind nach einer Minute fertig und würde sagen „kann alles“ nur gefolgt von „ups das da noch ein weitere Seite war habe ich gar nicht gesehen“.

Lernen muss man halt auch lernen.

Und ansonsten ist hier aktuell wirklich nicht viel los, ich war fast 14 Tage krank mit einer Erkältung und habe mich nebenbei so durch die Tage geschleppt. Haushalt gemacht, Tiere versorgt den einen oder anderen Artikel für andere Websites geschrieben und schwupps habe ich Ende der Woche schon wieder Geburtstag.

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Was war bei euch so los?

———

Dankeschön fürs Lesen!

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4 Comments

  1. Lotti

    Wohl wahr, die Tage sind voll mit vier Kindern. Zum Glück gehen an unserer Schule 95% der Kinder in der Übermittagsbetreuung, ein Großteil in den offenen Ganztag. In beides ist eine „Lernzeit“ integriert, in der die Kinder selbstständig in ihren Heften weiterarbeiten (selbstständig, und ohne Vorgabe wer was wieviel macht. Einzige Vorgabe: Mo und Mi Mathe, Di und Do Deutsch. Es sind zwar entweder ErzieherInnen oder Lehrpersonen anwesend, aber die Kinder arbeiten meines Wissens größtenteils selbstständig. Für Zuhause bleibt Kopfrechnen und Lesen üben, aber auch das schaffen wir eher….selten. Ich bin so froh, dass Lernen so wenig Raum einnimmt (einnehmen muss) und werde bei der Wahl für die Weiterführende Schule darauf achten, dass es zumindest für die unteren Klassen ein Silentium oder ähnliches gibt. Je nach Kind kann das häusliche Lernen ja doch zu Konflikten führen!

  2. Sari

    Hier ist es zwar nur ein Kind und das läuft mehr oder weniger gut alleine in Bezug auf Schule und das kleine geht gerne in die Kita, aber ich merke auch, dass es an Zeit seit die Schule angefangen hat (und Muse) etwas fehlt. Aber es liegt auch daran, dass der Mann hier seit Wochen Homeoffice macht und so irgendwie alle immer da sind und Chaos produzieren. Hinzu noch, dass beide Kinder im Sportverein sind, wo ich gefühlt 5-6 Mal die Woche entweder mit dem einen oder den anderen hin fahre… Me-Time o.ä. is da derzeit schwer. Und wie du stelle ich mir oft die Frage: Wie machen die das, wenn keiner zu Hause ist, um das alles aufzufangen. Wenn ich jetzt noch jeden Tag 8 Stunden selber aus dem Haus wäre… uff… Respekt!

  3. Sandra Bendinelli

    Hallo, ja ich kann das sehr gut nachvollziehen und das obwohl hier nur ein Kind 3. Klasse zu bewältigen ist. Doch mit Arbeiten (2 x ganztags 2 x halbtags) wird das zur echten Herausforderung und da liegen oftmals auch die Nerven ganz schön blank. Und dann sind da ja auch noch die zeitlichen Einschränkungen wegen Sport im Verein, hier 2-3 x die Woche Fussball.
    Das ständige für das Kind mitdenken und trotzdem genug selbständig machen lassen ist ein Spagat, den ich – leider – sehr oft nicht hinbekomme so wie es sein soll. Aber da muss man einfach immer wieder tief durchatmen und versuchen an sich zu arbeiten.
    Ich bewundere da echt jeden Lehrer für seine Geduld … ich hätte gerne etwas mehr davon.

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