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Große Kinder, große Sorgen?

Lesezeit: 2 Minuten

Okay der Titel ist ein bisschen reisserisch, das gebe ich zu. Aber heißt es nicht so? Kleine Kinder – kleine Sorgen, große Kinder – große Sorgen?

Ich jedenfalls hatte die letzten Tage echt ein bisschen…. Schiss inne Büx, wie man hier oben in Norddeutschland so sagt. Für die Große stand nämlich ein großes Thema an: die allererste Klassenfahrt. *kreisch*

Der Mann und ich, wir wunderten uns. Das musste ein Fehler sein. Denn wenn die Große auf Klassenfahrt fahren würde, dann würde das ja bedeuten das sie schon in der vierten Klasse ist und DAS wiederrum würde bedeuten das wir in den letzten Jahren gealtert sind. Was ganz sicher nicht sein kann.

Okay, kann doch sein. Wenn ich meinen Schlaf nicht bekomme, dann mault mein Körper doch deutlich mehr als mit Anfang zwanzig. Ich geb es zu.

Motti jedenfalls: MEGA AUFGEREGT.

Ich: MEGA MEGA AUFGEREGT!

Würde alles klappen? Bekommt sie Heimweh? Bekomme ich Mottiweh?

Den Koffer packten wir sicherheitshalber schon am Freitag, nicht das irgenwas fehlen würde was wir dann am Samstag hätten besorgen müssen.

Fehlte aber nichts. Passte auch alles erstaunlicherweise in den Koffer.

Montag früh gab es das größte Lunchpaket aller Zeiten, die Geschwister verabschiedeten sich von einander und schwupps gingen wir den selben Fußweg wie gestern, okay vorgestern als wir sie eingeschult haben. Nur weniger chic angezogen.

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Motti schaltete um auf „Schul-Motti“ und begrüßte erstmal ihre Freundinnen. Mama und Papa? Wer sind die denn? Achja.

Dann trabten die Kinder hinter der Klassenlehrerin her, ab zum Corona Test. Eigentlich wäre das jetzt der Moment gewesen, an dem sich die Eltern hätten verabschieden sollen und losgehen.

Natürlich ging niemand. Erstens wollten wir alle sichergehen, dass der Coronatest nicht positiv ausfällt und zweitens WINKEN. Wir wollten WINKEN.

Eine Mutter sagte: „Ein bisschen Normalität sollen sie ja schon haben“ und ich dachte:“ Ein bisschen Normalität will ICH haben. Ich will winken und ein bisschen sentimental sein. Weniger Corona-Normalität und mehr Mama-will-mit-auf-Klassenfahrt Normalität“. ;-)

Dann kam der Busfahrer, welcher uns im Scherz mit „Na? Helikoptereltern?“ begrüßte.

Bin ich der Rettungshelikopter, der Kampfhubschrauber oder der Spezialtransport-Heli?

Meistens wohl das letzte, wenn ich wie ein Rettungs-Esel-Helikopter den Kindern ihre Sachen aus dem Auto zur Haustür schleppe, während sie die Verantwortung tragen.

Die Heli-Eltern standen jedenfalls weiter rum, dann kam die Nachricht:“ Alle negativ, wir können fahren“, und zack bumms saßen die Kinder mit Masken im Reisebus.

Sie werden ganz viel Spass haben, und Motti wird sicherlich nicht eine Minute mit Heimweh verschwenden. So wie sich das gehört.

Oh ich freue mich schon so darauf, wenn sie wieder da ist. So weit  und so lange war ein Blogprinzessin-Kind noch nie vom Rudel entfernt.

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Sie ist wie ein Hobbit, am Anfang seiner Reise.

Es ist eine gefährliche Sache, Frodo, aus deiner Tür hinauszugehen. Du betrittst die Straße, und wenn du nicht auf deine Füße aufpasst, kann man nicht wissen, wohin sie dich tragen.“ – J. R. R. Tolkien

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2 Comments

  1. Sarah

    Hach ja, die erste Klassenfahrt!
    Meine Söhne waren noch nie auf Klassenfahrt (einer nur mit 5 auf Kitareise).
    Da muss man ganz schön loslassen können. :)
    (Finde Helikoptermama ganz schrecklich als Wort!)
    Liebe Grüße
    Sarah

  2. Eva W

    Gerne gelesen

    Oh, Klassenfahrt. Bin mal gespannt wann das bei uns wäre (sie kam auch gerade in die vierte Klasse) und wie das dann für sie ist. Ich werde mich freuen, ein bisschen Zeit ohne Kind, dafür für den Mann. 😉

    Viele Grüß
    Eva

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