Manchmal kommen Kleinkinder durchaus auf interessante Ideen. Oder wie ich einmal wahnsinnig wurde.

Schule mit Fremdwörtern, wie ich versuchte bei den Hausaufgaben zu helfen

Lesezeit: 3 Minuten

Neue Woche, neuer Montag. Ich bin mir nicht sicher, ob Montage nochmal meine Lieblingstage werden. Vielleicht wenn die Kinder nicht mehr Schulpflichtig sind. Gähn.

Motti zuckelte wie immer zur Schule, der Dino machte dankenswerter Weise einen Mittagsschlaf, und ich konnte mich in der Zeit ein bisschen um die liegengebliebende Buchhaltung kümmern. Nein, ich habe leider noch immer nicht alles geschafft was hier liegt, nicht übermütig werden. Aber ein wichtiger, wenn auch unangenehmer Punkt, ist immerhin angeschubst. Mal sehen was kommt. Entschuldigt, weniger kryptisch kann ich da grade nicht werden.

Mittags kam Motti von der Schule wieder, und brachte rätselhafte Hausaufgaben mit nach Hause. Sie sollte auf ihrem Arbeitsblatt die „Silbenkönige“ aufschreiben bzw. raushören und notieren. Leider war der Weg nach Hause so lang, das Gehirn so müde und eigentlich wäre sie grade lieber ein Einhorn. Das alles zusammen (so ähnlich stelle ich mir die Pubertät vor) sorgte dann dafür das sie kurzzeitig unter Amnesie litt und keinerlei Ideen hatte was diese mysteriösen Silbenkönige denn nun waren.

Nachfragen meinerseits bestanden aus „Weiss ich nicht“ und „Ich habe das nur von der Tafel abgeschrieben“. Was genau das ist was sie da macht, wusste sie nicht. Das finde ich ja immer ganz entzückend, denn ich kann nicht helfen wenn ich nicht weiss was sie eigentlich machen soll.

Notiz an Lehrerinnen und Lehrer von Grundschülern:

Liebe Lehrer, bei Erstklässlern hilft es Erstklässler-Eltern (vorallem wenn man das Level „Klasse 1“ das erste Mal durchspielt) ungemein wenn Begriffe die sich in den letzten 15 Jahren geändert haben erklärt werden. Nach einer kurzen Google recherche wusste ich dann: „Aaah es sind die SELBSTLAUTE“ gemeint. Geahnt hatte ich es schon, ABER nur weil ich das vermute, heisst das ja nicht das es stimmen muss. Daher, eine kleine Notiz am unteren Arbeitsblattrand: „Silbenkönige = Selbstlaute) und alle hätten entspanntere Erlebnisse beim Hausaufgaben machen.

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Nachdem ich Motti dann das mit den Selbstlauten nochmal erklärt hatte, lief es flott und easy. Sie fragt sich im übrigen auch wieso das Könige mit einer Krone drauf sein sollen…

Nach den Hausaufgaben machten wir dann was Vergnüglicheres: Wir buken Muffins. Die Kinder fanden sie so lecker, das ich genau gar keinen abbekommen habe, spricht also für die Muffins. 8 Muffins auf 4 Kinder ist halt auch nicht die Welt.

Ich habe mit den Kindern zusammen Muffins gebacken. Das war erstaunlich unaufregend und geschmeckt haben sie wohl auch. Ich habe nämlich keine abbekommen.

Das mit den Mengen überrascht mich eh immer wieder. Letztens zum Beispiel beim Nudeln kochen. 4 hungrige Kinder und eine hungrige Mama schaffen ein ganzes Paket Nudeln innerhalb einer Mahlzeit. Da ist wirklich kein Fitzelchen übrig geblieben. Erstaunlich.

Herzlich gelacht habe ich heute Nachmittag, als ich mich auf meinem Stuhl umdrehte und das hier erblickte:

Manchmal kommen Kleinkinder durchaus auf interessante Ideen. Oder wie ich einmal wahnsinnig wurde.

Aus dem Ingwer wollte ich eigentlich Ingwersaft pressen um mir den gesunden Kram dann heimlich in den Apfel-Orangensaft zu mischen. Kleinkinder kommen aber auf erstaunliche Ideen, und jetzt lag die Ingwerknolle im Katzennassfutter und nun weiß ich auch nicht mehr weiter. Kann man das einfach abwaschen und dann schälen? Augen-zu-und-durch? Oder sollte man das lieber lassen? Hilfe!

Manchmal kommen Kleinkinder durchaus auf interessante Ideen. Oder wie ich einmal wahnsinnig wurde.

Der Chefkoch persönlich findet offenbar, die Katzen könnten entweder mit mehr Feuer unterm Hintern für Entertainment sorgen, oder die Mama weil sie den Katzendurchfall dann fluchend in der ganzen Bude wegwischen kann.

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Kleinkinder. So schön!

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8 Comments

  1. Andrea

    …bzgl Ingwer: ich würde sagen, theoretisch bestimmt abwaschbar/schälbar und dann benutzbar – Katzen sind da ja vermutlich nicht drangegangen. Ob du es dann noch geniessen kannst, ist wohl eine Frage des eigenen Ekels :P ( a la ich hab was im Getränk, was im Katzenfutter lag) Mein Sohn, bald 2, hat letztens Katzennassfutter probiert. Dazu hat er sich sogar einen Löffel aus der Schublade geholt – also, warum nicht :P

    1. Katarina

      Uaaaah. Also gegen das Nassfutter pur ist der Ingwer sicherlich noch Tipp topp 😂. Wie geht’s Junior jetzt? Und Vorallem: wie hat’s ihm geschmeckt?

  2. Martina

    Na essen könntest du den Ingwer bestimmt, mein Kopf könnte ihn aber nicht mehr genießen. Pflanze ihn doch ein ;) Besser als wegschmeißen.
    Jaja, die Aufgaben der ersten Klasse, du bist nicht alleine, mir erging es auch so. Jetzt seit der zweiten ist es entspannter, sie haben Teilgebundene Ganztagsschule und somit keine Hausaufgaben mehr auf

  3. Henriette

    Ich erhöhe die Schwierigkeit: Kind 1 letztes Jahr in Niedersachsen eingeschult, Kind 2 dieses Jahr in Mecklenburg-Vorpommern. Selbst da liegen Welten dazwischen, andere Unterrichtsformen, Herangehensweisen und komplett andere Bezeichnungen… Manchmal bin ich froh, dass wenigstens die Kinder wissen was sie tun (naja größtenteils, du hast das Problem ja bereits geschildert…. Einhorn und so…).

    Ingwer abwaschen, schälen und probieren. Es sei denn er lag länger da drin… *grusel*

    1. Katarina

      Das klingt nach Level 5 auf der Elternskala. Da fragt man sich doch immer „Warum muss das alles so kompliziert sein?“

      An den Ingwer habe ich mich noch nicht gesträubt 😖

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